Literaturarchiv Marbach

Marbach erhält schriftstellerisches Archiv von Christoph Meckel

Der Autor und Bildende Künstler Christoph Meckel (77) hat sein schriftstellerisches Archiv dem Literaturarchiv Marbach übergeben.

Das Archiv von Christoph Meckel enthält Manuskripte und Vorarbeiten zu seinen Büchern sowie umfangreiche Korrespondenzen, u. a. mit Jurek Becker, Peter Bichsel, Johannes Bobrowski, Hans Magnus Enzensberger, Sarah Kirsch, Wulf Kirsten, Karl Krolow, Brigitte Kronauer, Libuše Moníková, Fritz J. Raddatz, Peter Rühmkorf, Nelly Sachs, Hans Joachim Schädlich, George Steiner und Christa Wolf.

"Nicht zuletzt die Tagebücher, die Meckel seit den 50er Jahren kontinuierlich führt, erweisen sich als eine bedeutende Quelle der deutschen Nachkriegsliteratur: Sie geben Aufschluss über zahlreiche bisher unbekannte Details zum Leben und Werk des Autors und Künstlers und zum literarischen Leben der vergangenen Jahrzehnte", so das Literaturarchiv Marbach. Neben graphischen Blättern und Zyklen mit literarischen Bezügen übergab Meckel dem Archiv Dokumente aus dem Nachlass seines Vaters Eberhard Meckel, einem Lyriker der Zeitschrift Kolonne, mit dem er sich 1980 in seinem Buch Suchbild. Über meinen Vater intensiv auseinandersetzte. 



Meckel wuchs in Freiburg im Breisgau auf, wo er 1944 die Zerstörung der Stadt erlebte. 1954/55 studierte er Grafik an der Kunstakademie Freiburg. 1959 erschien sein erster Gedichtband Tarnkappe, dem zahlreiche weitere folgten, zuletzt Seele des Messers (Hanser Verlag 2006). Große Anerkennung fanden auch seine Prosawerke, beispielsweise der Roman Bockshorn (1973), die Erzählbände Die Gestalt am Ende des Grundstücks (1975) und Nachtsaison (2008). Nach längeren Aufenthalten in Berlin, auf Korsika und in Südfrankreich wohnt und arbeitet Meckel heute wieder in Freiburg.

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