Brand im LGK-Außenlager Naunhof

Versicherer sagt schnelle Hilfe zu

Erstes Aufatmen für die 60 Prozent der Verlage, die bei LKG über die Allianz versichert sind: Das Versicherungsunternehmen hat eine Deckungszusage für den Schaden gegeben, der beim Brand von Lagerhallen am 5. April in der Nähe von Leipzig entstanden war. Problematisch: Zehn Prozent der Verlage hatten sich gar nicht versichert.

Insgesamt waren 90 Prozent der betroffenen Verlage versichert, nur eine kleine Gruppe nicht", sagte KNV-Einkaufsleiter Markus Fels auf Anfrage. Zur Schadenshöhe konnte er derzeit noch keine Angaben machen: "Das wird gerade ermittelt, die Berichte stehen noch aus."

Laut KNV haben 60 Prozent der Verlage in der LKG ihre Ware bei der Allianz gegen Schaden abgesichert. Sie können "jetzt kurzfristig mit entsprechenden Abschlagszahlungen rechnen. Das über die Allianz versicherte Volumen entspricht 60 Prozent des beschädigten Volumens."  Entsprechend der mit den Verlagen vereinbarten vertraglichen Regelungen hat die Versicherung eine Deckungszusage gegeben. "Wir drängen gerade, dass die Abschlagszahlungen schnellstmöglich erfolgen, damit die Verlage umgehend mit Nachdrucken beginnen können", sagte Markus Fels. Die anderen 30 Prozent der Verlage müssen den Schaden individuell mit ihren jeweiligen Versicherungen regeln. Weiterhin mache sich KNV bei Druckereien stark, um für die betroffenen Verlage so rasch wie möglich Druckkapazitäten frei zu bekommen und biete selbst einen Print-on-Demand-Nachdruckservice an, um Lieferlücken schnell zu schließen.

Wie KNV weiter mitteilt, könnte der Schaden etwas geringer ausgefallen sein als ursprünglich angenommen: So sollen "circa 9.000 Paletten betroffen und nicht wie zunächst vermutet 13.000 Paletten. Bei einem Drittel der 9.000 Paletten bestehe zudem die Hoffnung, "dass diese ebenfalls wieder für den Verkauf verfügbar gemacht werden können." "Die Paletten sehen optisch einwandfrei aus, aber sie werden im Moment von einem Institut chemisch untersucht, ob sie nicht vielleicht doch Schaden genommen haben", erläuterte Markus Fels. Rechnet man mit 500 Büchern pro Palette, dürften demnach zwischen drei Millionen und 4,5 Millionen Bücher den Flammen zum Opfer gefallen sein.

Die Ursache des Brandes ist nach LKG-Informationen weiterhin unklar.

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