Prism-Brief: Autoren fordern Aufklärung

"Wir erleben einen historischen Angriff auf unseren demokratischen Rechtsstaat"

32 Schriftsteller verlangen von Bundeskanzlerin Angela Merkel Aufklärung in der Prism-Affäre."Deutschland ist ein Überwachungsstaat."

"Der 'gläserne Mensch' ist endgültig Wirklichkeit geworden", klagen die Autoren die Bundesregierung an, nichts gegen die Überwachung der Telefon- und Mobilfunknetze und des weltweiten Emailverkehrs durch die NSA und andere Geheimdienste zu unternehmen. Während das Privatleben aller transparent gemacht werde, behaupteten die Geheimdienste "ein Recht auf maximale Intransparenz ihrer Methoden." Im offenen Brief der von der "FAZ" veröffentlicht wurde, fordern die 32 namhafte Autoren die Bundesregierung auf, zu der Abhör-Affäre Stellung zu beziehen.

"Ist die Bundesregierung dabei, den Rechtsstaat zu umgehen, statt ihn zu verteidigen?", heißt es im Schreiben. Und weiter: "Wir fordern Sie auf, den Menschen im Land die volle Wahrheit über die Spähangriffe zu sagen."

Vor allem erwarten die Autoren aber, dass die Regierung etwas gegen die flächendeckende Überwachung unternimmt.

Den Brief unterzeichnet haben:

 

Juli Zeh, Ilija Trojanow, Carolin Emcke, Friedrich von Borries, Moritz Rinke, Eva Menasse, Tanja Dückers, Norbert Niemann, Sherko Fatah, Angelina Maccarone, Michael Kumpfmüller, Tilman Spengler, Steffen Kopetzky, Sten Nadolny, Markus Orths, Sasa Stanisic, Micha Brumlik, Josef Haslinger, Simon Urban, Kristof Magnusson, Andres Veiel, Feridun Zaimoglu, Ingo Schulze, Falk Richter, Hilal Sezgin, Georg M. Oswald, Ulrike Draesner, Clemens J. Setz, Ulrich Beck, Katja Lange-Müller, Ulrich Peltzer, Thomas von Steinaecker

 

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3 Kommentar/e

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  • w.huettermann

    w.huettermann

    Möglicherweise sind die Damen und Herren wie die meisten Deutschen nicht über die mächtigen Besatzungstatuten und ähnliche Siegermassnahmen infgormiert.Sonst hätten sie sicher in der vergangenen 70Jahren schon mal Stellung bezogen eingedenk immer noch laufender Kanonenversuche im Raum Böblingen,als erwartete man stündlich einen Überfall eines nicht mehr existenten Saates: der Sowjet-Union. Das erregt die Bürger mehr als Spionage. Wer nichts zu verbergen hat, kann das ruhig hinnehmen,meine ich.

  • eliboe

    eliboe

    "Wer nichts zu verbergen hat, kann das ruhig hinnehmen (Spionage)" - das haben sich die Verantwortlichen der DDR sicher auch gedacht!!!

  • Heinzi

    Heinzi

    oh, Herr Hüttermann!
    Ich habe viel zu verbergen, ich will nicht, dass "man" weiß, welche Krankheiten ich habe, wen ich mag und wen nicht, was ich denke, lese, sehe und höre.
    Ich will nicht, dass "man" weiß, wen ich kenne, wo ich bin und mit wem ich bin und wo ich Urlaub mache.
    Ich weiß heute noch nicht, was morgen verboten sein wird und ob etwas, von dem, was ich tue, denke oder lese verboten sein wird.
    Deshalb habe ich ganz viel zu verbergen, nicht mehr und nicht weniger als meine vielleicht ganz langweilige und normale Privatspähre!

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