Barnes & Noble: erstes Geschäftsquartal

Talfahrt für den Umsatz

Die US-Buchhandelskette Barnes & Noble hat heute die Bilanz für das erste Geschäftsquartal (bis 27. Juli 2013) veröffentlicht: Der Umsatz brach danach um 8,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum ein − besonders stark dabei die Nook-Sparte.

Barnes & Noble-Filiale in Kalifornien

Barnes & Noble-Filiale in Kalifornien © picture alliance / landov

Laut Bilianzmitteilung von Barnes & Noble wurde im ersten Geschäftsquartal 2014 (bis 27. Juli) ein Umsatz von 1,33 Milliarden US-Dollar (circa 989 Mio. Euro) erzielt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 1,45 Milliarden US-Dollar.

  • Das Ergebnis vor Steuern (EBITDA) wird mit minus 8,9 Millionen US-Dollar angegeben, im Mai bis Juli 2012 waren es plus 5,8 Millionen US-Dollar.
  • Der Netto-Verlust schließlich lag bei 87 Millionen US-Dollar (Verlust im Vorjahr: 39,8 Mio. US-Dollar).

Umsatzzahlen im ersten Geschäftsquartal nach Segmenten:

  • Buchhandel (B & N Buchhandlungen und BN.com): 1,0 Milliarden US-Dollar (minus 9,9 Prozent zum Vergleichszeitraum). Das Unternehmen begründet den Rückgang unter anderem mit Filialschließungen und gesunkenen Online-Verkäufen. Das Ergebnis vor Steuern und Abgaben (EBITDA) lag bei 64,8 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 76,5 Mio. US-Dollar).
  • College (Uni-Buchhandlungen): 226 Millionen US-Dollar (plus 2,4 Prozent). Allerdings verschlechterte sich im Jahresvergleich das EBITDA: von minus 14,0 auf minus 19,1 Millionen US-Dollar.
  • Nook (Digitalgeschäft von Barnes & Noble): 153,1 Millionen US-Dollar (minus 20,2 Prozent). Dabei konnte man, bilanziert die Buchhandelskette, mit 84 Millionen Dollar 23,1 Prozent weniger durch den Verkauf von Nooks und Accessoires einspielen als im Vorjahr − vor allem, weil weniger Geräte abgesetzt werden konnten. Der Umsatz mit digitalen Inhalten fiel um 15,8 Prozent auf  69 Millionen US-Dollar. Neben den weniger verkauften Nooks waren fehlende Bestseller ("Hunger Games" und "Fifty Shades of Grey") der wichtigste Grund, lässt das Unternehmen verlauten. Das EBITDA verzeichnet minus 54,6 Millionen US-Dollar (Vorjahr: minus 56,7 Mio. US-Dollar).

Michael P. Huseby, President von Barnes & Noble, kündigte mindestens ein neues Nook-Gerät für das Weihnachtsgeschäft an. Weitere Produkte wären in Entwicklung. Insbesondere das Content Business soll vorangetrieben werden. Und Chairman Leonard Riggio habe seine Angebot, das Buchhandelssegment zu übernehmen, zunächst zurückgezogen. Auch die angedachte Abspaltung der Nook-Sparte ist nach neuesten Äußerungen der Unternehmensspitze vom Tisch.

Aufgrund der miserbablen Bilanz für das Geschäftsjahr 2012/13 hatte der damalige CEO von Barnes & Noble, William Lynch, im Juli 2013 seinen Rücktritt erklärt.

Zur aktuellen Situation von Barnes & Noble haben wir kürzlich eine aufschlussreiche Analyse von Ed Nawotka auf boersenblatt.net veröffentlicht.

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1 Kommentar/e

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  • Branchenkenner

    Branchenkenner

    Tja, so ist das bei den Amis halt. Hier läuft es zum Glück rund im Buchhandel!

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