Lorbeeren für HR-Doku über Amazon

Schicksal der Leiharbeiter empört Juroren

Die HR-Dokumentation über die skandalöse Behandlung von Leiharbeitern bei Amazon hatte im Frühjahr Wellen geschlagen − jetzt wurde die Reportage gleich doppelt beim Deutschen Wirtschaftsfilmpreis prämiert.

Die vom Hessischen Rundfunk (hr) produzierte Dokumentation "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon" räumte beim Deutschen Wirtschaftsfilmpreis 2013 ab: In der Kategorie für Langfilme kam der Film von Diana Löbl und Peter Onneken (Redaktion: Sabine Mieder) auf den ersten Platz. Außerdem erhielt er einen Sonderpreis in Höhe von 10.000 Euro als bester Film des Wettbewerbs. Damit setzte die Jury gleichzeitig ein deutliches Zeichen gegen die (gescheiterten) Versuche, durch einstweilige Verfügungen weitere Ausstrahlungen der Reportage zu verhindern. Unter anderem der Sicherheitsdienst H.E.S.S., der die Amazon-Arbeiter in Bad Hersfeld "kontrolliert" hatte, hatte versucht, die Ausstrahlung zu verbieten. Amazon hat nach der Dokumentation die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen beendet.

Die im Frühjahr 2013 im Ersten ausgestrahlte Dokumentation berichtete über die unwürdigen Bedingungen für Leiharbeiter beim Online-Händler Amazon und sorgte weltweit für Aufsehen. Der ARD-Film hatte in vielen Medien, so auch auf boersenblatt.net, Diskussionen ausgelöst. Die Reportage erreichte laut HR-Mitteilung im Ersten 2,02 Millionen Zuschauer (10,3 Prozent Marktanteil) und in der ARD-Mediathek über 2,4 Millionen Abrufe.

Der Deutsche Wirtschaftsfilmpreis ist einer der ältesten Filmpreise Deutschlands. Er wird jährlich vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgeschrieben und wird an die besten Filme aus der Wirtschaft und über die Wirtschaft verliehen.

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2 Kommentar/e

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    Herr Rösler gratuliert zum Preis und seine Partei unterstützt und fördert Unternehmensstrukturen wie jene von Amazon.

  • bookseller

    bookseller

    Eine Kommunistin Wagenknecht, ein Steinbrück, der selber nicht daran glaubt, was ihm da von linksaußen souffliert wird oder grüne Klientelpoltiker wären sicher nicht die bessere Wahl.

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