Weltbild in der Krise

Banken bleiben im Boot

Die angeschlagene Verlagsgruppe Weltbild kann zunächst weiter auf Unterstützung durch die Gläubigerbanken hoffen. Wie das "Handelsblatt" heute meldet, wollen die Geldinstitute momentan stillhalten und keine Kredite kündigen.

Die Verlagsgruppe Weltbild hatte, wie auf boersenblatt.net berichtet, Anfang der Woche eine "vorübergehende Verlustsituation" eingeräumt − und diese unter anderem mit einem Umbau des Unternehmens zu einem Online- und Digitalgeschäft begründet. "Die Verlustsituation entsteht durch den gezielten Rückbau von Altgeschäften im Bereich der Filialen und des Kataloges auf den für das Online- und Digitalgeschäft künftig noch sinnvollen Kern", hieß es aus Augsburg.

Das "Handelsblatt" bezieht sich in seiner Printausgabe vom 11. September auf Finanzkreise, nach denen die Gläubigerbanken, darunter auch die kirchlichen Institute Liga und Pax, zunächst stillhalten und keine Kredite aufkündigen wollen. Allerdings verlangen die Banken schnellstmögliche Klarheit über die künftige Eigentümerstruktur von Weltbild. Bereits im Juni 2012 hatten die zwölf Diözesen, denen die Verlagsgruppe gehört, beschlossen, Weltbild in eine kirchliche Stiftung einzubringen. Bislang ist in dieser Hinsicht allerdings nichts passiert.

Am 25. September trifft sich der Weltbild-Aufsichtsrat, dort soll unter anderem die Situation des Unternehmens beraten werden. Die Banken erwarten aber laut "Handelsblatt" bereits vor diesem Termin "ein klares Signal der Diözesen". Offensichtlich ist auch der Verkauf von Weltbild noch nicht gänzlich vom Tisch, mehrere Diözesen würden diesen weiterhin favorisieren, schreibt die Wirtschaftszeitung.

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