Ärger um ein satirisches "Geleitwort"

Plagiatsaffäre: zu Guttenberg droht Lit Verlag mit Klage

Karl-Theodor zu Guttenberg hat den Lit Verlag durch einen Anwalt aufgefordert, das Buch "Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen" nicht weiter in Umlauf zu bringen. Der Autor, Jura-Professor Roland Schimmel, hatte ein satirisches "Geleitwort" geschrieben, das mit "Guttenberg, den 1. April 2011, Karl-Theodor zu Guttenberg" endet. Der Lit Verlag will der Aufforderung nicht nachkommen.

In dem fiktiven Geleitwort distanziert sich der Unterzeichnende nochmals eindeutig davon, mit Vorsatz ein Plagiat verfasst zu haben;  Mit dem Namen des in eine Plagiatsaffäre wegen seiner Dissertation geratenen Ex-Ministers wird auch auf dem Buchcover geworben: "Geleitwort Karl-Theodor zu Guttenberg". Das Vorwort sei selbst durch die Datierung auf den 1. April nicht im Ansatz als Satire erkennbar, argumentierten zu Guttenbergs Anwälte und sähen die Persönlichkeitsrechte des früheren Ministers verletzt, teilt der Lit Verlag mit. Der Verlag sieht den Text als ein satirisches Vorwort innerhalb der satirischen Buchreihe *fußnote: anmerkungen zum wissenschaftsbetrieb: "In der Schriftenreihe, in der der Band erschienen ist, erscheinen seit Jahren Bücher, die den Wissenschaftsbetrieb satirisch aufs Korn nehmen. Bislang haben dies noch alle Leser verstanden", so der Verlag.

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1 Kommentar/e

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  • Martin Schulzenhuber

    Martin Schulzenhuber

    Was für ein dröger Kerl, der Guttenberg. Kein Dr., kein Minister, kein Humor. Hat sich immer gern von den Medien hofieren lassen (z.B. für seine angebliche unternehmerische Erfahrung, die er in Wahrheit nie gesammelt hat, siehe interessanten Beitrag bei ZAPP dazu) - aber wenn man ihn mal auf die Schippe nimmt, rennt er zum Anwalt.

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