Mitgliederversammlung des Sozialwerks auf der Frankfurter Buchmesse

"Wir konnten schnell und unbürokratisch helfen"

Rund 180.000 Euro spendete die Branche im Sommer für die Hochwasseropfer − 15 Buchhandlungen, die einen Totalschaden verzeichneten, hat das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels von dem Geld unterstützt. Eine Jahresbilanz auf der Buchmesse.

"Wir konnten schnell und unbürokratisch helfen": Dieses Fazit zog Schatzmeister Hans Freiwald bei der Mitgliederversammlung auf der Buchmesse nicht nur in Sachen Flutschäden. Rund ums Jahr greift der 1836 gegründete Hilfsfond der Branche derzeit 64 Schützlingen unter die Arme, die monatlich im Schnitt 280 Euro bekommen. Drei Fälle hob Geschäftsführerin Ingrid Mäusle beim Messe-Treffen exemplarisch hervor: 

  • Ein Branchenkollege, der nach schwerer Lungenerkrankung zum Frührentner wurde, kann sich durch die Finanzspritze des Sozialwerks ein E-Bike kaufen, um wieder mobil zu werden.
  • Eine Buchhändlerin aus Thüringen, die an Krebs erkrankte und ihre Buchhandlung aufgeben musste, hat seitdem nicht einmal 400 Euro fürs tägliche Leben zur Verfügung. Sie bekommt 350 Euro zum Lebensunterhalt dazu.
  • Ein Buchhändler aus dem süddeutschen Raum konnte sein Geschäft nur weit unter Wert verkaufen und muss sich um seine demenzkranke Frau kümmern. Auch hier fließt das Geld aus der Sozialwerkskasse dorthin, wo es gebraucht wird.

Die junge Generation wird ebenfalls unterstützt: Das Sozialwerk zahlt im Schnitt 15.000 Euro an Ausbildungsbeihilfen. Der Fond ist durch viele Geburtstags- und Beerdigungsspenden derzeit gut gefüllt. Beispielsweise überwies der Verlag C.H. Beck eine großzügige Spende aus Anlass des Verlagsjubiläums. Allerdings befürchtet Ingrid Mäusle, dass die traditionellen Neujahrsspenden der Branche in diesem Jahr etwas knapper ausfallen könnten − schließlich haben viele schon für die Flutopfer an das Sozialwerk gezahlt.

Unerfreulich ist die niedrige Zinspolitik der Banken, denn so trägt das sehr konservativ angelegte Vermögen des Hilfsfonds wenig Früchte. Einen Aufwärtstrend würde sich der Vorstand des Sozialwerks auch bei der Mitgliederentwicklung wünschen: Die Zahl der Vereinsmitglieder ist 2012 weiter gesunken − von 230 auf 215.

Wer beitreten oder sich einfach nur informieren will: Ansprechpartnerin beim Börsenverein ist Ingrid Mäusle, Telefon: 069 / 1306-239. Spenden sind immer willkommen unter der Bankverbindung: Frankfurter Sparkasse, Bankleitzahl: 500 502 01, Konto-Nummer 351 555.

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