DFG startet Umstrukturierung der Sondersammelgebiete

Fünf Fachinformationsdienste zum Auftakt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet auf Beschluss ihres Hauptausschusses erstmals fünf "Fachinformationsdienste für die Wissenschaft" an wissenschaftlichen Bibliotheken ein. In den nächsten drei Jahren sollen diese mit insgesamt 6,8 Millionen Euro gefördert werden.

Das hat der Hauptausschuss der DFG laut Presseinformation in seiner Dezember-Sitzung beschlossen. Das neue Förderprogramm soll die Bibliotheken in ihrer Servicerolle und mit ihren Dienstleistungen für die Wissenschaft stärken − für einzelne Disziplinen sollen maßgeschneiderte Angebote entwickelt werden. Wissenschaftler in Deutschland sollen auf diese Weise unabhängig vom Ort ihrer Tätigkeit einen möglichst schnellen und direkten Zugriff auf Spezialliteratur und forschungsrelevante Informationen erlangen. Ein besonderer Akzent liege dabei auf dem Zugriff auf digitale Medien.

Zum Auftakt wurden jetzt die ersten fünf Fachinformationsdienste für geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen eingerichtet:

  • "Fachinformationsdienst internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung" (Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz)
  • "Fachinformationsdienst Kriminologie" (Universitätsbibliothek Tübingen)
  • "arthistoricum.net − Fachinformationsdienst Kunst" (Universitätsbibliothek Heidelberg und Sächsische Landesbibliothek − Staats- und Universitätsbibliothek Dresden)
  • "Fachinformationsdienst Medien- und Kommunikationswissenschaft" (Universitätsbibliothek Leipzig)
  • "Fachinformationsdienst Musikwissenschaft" (Bayerische Staatsbibliothek München)

Die fünf Einrichtungen werden in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 6,8 Millionen Euro gefördert. Weitere Fachinformationsdienste sollen in den kommenden Jahren eingerichtet werden.

Die Einrichtung der "Fachinformationsdienste für die Wissenschaft" soll in den kommenden drei Jahren die Förderung der Sondersammelgebiete an wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland ablösen, so die DFG. Damit folge man der 2012 verabschiedeten Positionsschrift "Die digitale Transformation weiter gestalten". DFG-Präsident Peter Strohschneider erklärt: "Mit dem neuen Programm reagiert die DFG systematisch auf den gegenwärtigen Stand der Informationsversorgung. Bei der grundlegenden Umstrukturierung der Sondersammelgebiete geht es nicht darum, etwa den Begriff der Bibliothek neu zu definieren. Vielmehr passt die DFG ihre Förderfunktionen einer Gegenwart unter digitalen Vorzeichen an."

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