Internationales Verlagsranking

Kein Platzgewinn für Penguin Random House

Gemessen am Umsatz 2013 landete Random House wie schon im Jahr zuvor auf dem fünften Platz im globalen Verlagsranking, das im Auftrag mehrerer Fachzeitschriften erstellt wird. Damit hat die Fusion zu Penguin Random House ab der Jahresmitte 2013 noch nicht zu einer besseren Platzierung geführt − das dürfte bei der nächsten Auswertung anders aussehen. An erster Stelle rangiert weiterhin Pearson.

Penguin Random House platziert sich im aktuellen Ranking als weltweit größter Publikumsverlag direkt hinter den vier größten Bildungsverlagen, die ebenfalls ihre Vorjahresränge hielten. 2014, wenn Penguin für das ganze Jahr eingerechnet wird, könnte die Verlagsgruppe möglicherweise eine höhere Platzierung erreichen (2012 lag der Penguin-Umsatz bei 1,3 Mrd. Euro).

Die führenden internationalen Buchverlage (nach Umsatz 2013):

Rang 2013 Vorjahr Unternehmen Umsatz (Veränderung zum Vorjahr)  
1 1 Pearson (Großbritannien) 5,7 Mrd. Euro (-18,2 Prozent)
      +++Ein Grund für das Umsatzminus: Die Penguin-Umsätze werden nur für das erste Halbjahr 2013 berücksichtigt (zweites Halbjahr: Penguin Random House, siehe Platz 5).+++
2 2 Reed Elsevier (Großbritannien, Niederlande, USA) 4,4 Milliarden Euro (-1,4 Prozent)  
3 3 Thomson Reuters (Woodbridge Company; Kanada) 4,0 Milliarden Euro (-1,6 Prozent)  
4 4 Wolters Kluwer (Niederlande) 3,6 Milliarden Euro (-1,1 Prozent)  
5 5 (Penguin) Random House (Bertelsmann; Deutschland)* 2,7 Milliarden Euro (+23,9 Prozent) 
      +++Eingerechnet ist hier der Penguin-Umsatz im zweiten Halbjahr 2013.+++
6 6 Hachette Livre (Lagardère; Frankreich) 2,1 Milliarden Euro (-0,5 Prozent)  
      +++Die US-Tochter Hachette Book Group übernimmt, wie auf boersenblatt.net berichtet, in diesem Jahr die Verlage der Perseus Book Group (jährliches Umsatzvolumen rd. 74 Mio. Euro).+++
7 10 Holtzbrinck (Deutschland) 1,6 Milliarden Euro (+0,1 Prozent)    

* Für die Verlagsgruppe Random House in Deutschland wird ein Umsatz von 340 Millionen Euro für 2013 ausgewiesen − das waren 1,2 Prozent weniger als 2012.

Weitere deutsche Verlagsgruppen im Ranking sind:

  • Springer Science and Business Media (Platz 17; 943 Mio. Euro; -3,4 Prozent)
  • Klett (Platz 29; 450 Mio. Euro; +1,1 Prozent)
  • Cornelsen (Platz 37; 330 Mio. Euro; -21,2 Porzent); Hauptgrund für den Umsatzeinbruch bei Cornelsen sind offenbar die Unstrukturierungsmaßnahmen der vergangenen zwei Jahre (siehe Archiv). 
  • Westermann (Platz 41; 290 Mio. Euro; +9,2 Prozent)
  • Weka (Platz 47; 229 Mio. Euro; -0,3 Prozent)
  • Haufe Gruppe (Platz 48; 228 Mio. Euro; +4,5 Prozent).

Über das Verlagsranking

Das Verlagsranking wurde 2007 von Livres Hebdo (Frankreich) initiiert und erscheint jährlich im Verbund internationaler Fachzeitschriften − bei Livres Hebdo, Buchreport, Publishers Weekly (USA), The Bookseller (Großbritannien) und PublishNews (Brasilien). Zusammengestellt werden die Zahlen von Rüdiger Wischenbart Content and Consulting, mit Unterstützung von BookDao für China und PublishNews für Brasilien.

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