19.000 Besucher bei der Bücherschau junior

Münchner Kinder begeistern sich für Bücher

Einige hundert Kinder, die mit blauen Luftballons über den St.-Jakobs-Platz laufen: Die Münchner wissen inzwischen, dass dann die Münchner Bücherschau stattfindet. Rund 19.000 Besucher verzeichnete die Messe (3.-11.März).

Kinder im Kulturspielraum der Münchner Bücherschau junior

Kinder im Kulturspielraum der Münchner Bücherschau junior © Bücherschau

In den Räumen des Münchner Stadtmuseums wurde gelesen und vorgelesen, gezaubert und gebastelt, Geschichten gelauscht und eifrig bei den Workshops mitgemacht. Es habe eine große Begeisterung für Bücher in der Luft gelegen, konstatierten die Programmmacherin Birgit Franz und Organisatorin Christina Tüschen: "Viele differenzierte Fragen der Kinder am Ende der Lesungen zeigten, dass sie aufmerksam und konzentriert dabei waren." Nahezu alle Veranstaltungen waren nach ihren Angaben ausgebucht, vor allem an den beiden Wochenenden seien keine Lesehütte und kein Sitzkissen unbesetzt geblieben.

"Der Umsatz beim Kinder- und Jugendbuch ist laut Branchen-Monitor Buch im Februar 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent gestiegen – und das ist gut so, zeigt es doch auch, dass alle Aktivitäten zur Leseförderung fruchten", sagte Klaus Beckschulte, Geschäftsführer des Landesverbands Bayern des Börsenvereins.

Trotz strahlendem Wetter waren die Säle bei Suza Kolb und ihrer "Haferhorde" ebenso voll wie beim Zaubern rund um Wörter mit Urs Jandl, begehrt waren die Exkursionen zu Illustrator Jan Birck und in die Studios des BR-Kinderfunks. "Während Kinder bei den Schulklassenlesungen oft erzählten, dass sie zum ersten Mal hier sind, gab es bei den Familienveranstaltungen viele Wiedersehen mit Eltern und Kindern, die seit Jahren Stammgäste sind", so die Organisatoren.

Internationale Autoren am zweiten Wochenende lockten zahlreiche Zuhörer an; bemerkenswert dabei, dass fast die Hälfte der Kinder in der Lesung des schwedischen Erfolgsautors Martin Widmark ihre Fragen in der Originalsprache stellen konnten, für die anderen übersetzte Christina Tüschen. Vor vollbesetztem Haus erzählte Cherith Baldry alias Erin Hunter von ihrer Arbeit an "Warrior Cats" und musste anschließend weit mehr als eine Stunde ihr neuestes Buch signieren.

An den 22 Veranstaltungen im Kindergarten- und Schulklassenprogramm nahmen 97 Gruppen mit 2.318 Kindern teil. Rund 800 Kinder tummelten sich in den Offenen Werkstätten (ab 8 Jahren), dieses Jahr unter dem Motto "Von der Rolle!", und der Papierfabrik "PapierCity" (für Kinder ab 4 Jahren und ihre Eltern). Insgesamt wurden rund 5.000 Kindermedien ausgestellt. 

Schlagworte:

Mehr zum Thema

0 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Informationen zum Kommentieren

    Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

  • Mein Kommentar

    Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

    Ihr Profilbild können Sie über den externen Dienst Gravatar einbinden.

    (E-Mail wird nicht veröffentlicht)
    CAPTCHA image
    Wenn Sie die Buchstabenkombination nicht entziffern können, erhalten Sie durch Klick auf die Buchstaben eine neue Kombination.

    * Pflichtfeld