E-Book-Plattform wird verkauft

Bastei Lübbe gibt Beam ab

Bastei Lübbe hat mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. August die Beam Shop GmbH verkauft, eine 100-prozentige Tochter der Kölner. Käufer ist die saltation Beteiligungs GmbH mit Sitz in Bielefeld. Damit schreitet die Konzentration aufs Kerngeschäft bei Bastei Lübbe weiter voran.

Ein entsprechende Vertrag zum Verkauf der Anteile an der Beam Shop GmbH sei am 30. August unterzeichnet worden. Der Aufsichtsrat der Bastei Lübbe AG hat dem Verkauf bereits zugestimmt, wie die Kölner mitteilen. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Die seit 2014 zu Bastei Lübbe gehörende Plattform hat sich auf den Vertrieb von E-Book-Serien insbesondere im Bereich Science Fiction spezialisiert. Carel Halff, seit November 2017 CEO der Bastei Lübbe AG, sagt: "Der Verkauf erfolgt aufgrund der Neupositionierung von Bastei Lübbe und der Konzentration auf unser Kerngeschäft."

Zu saltation Beteiligungs GmbH, geschäftsführender Gesellschafter ist Daniel Brün, gehört der IT-Dienstleister saltation.

Auf dem Weg zum Kerngeschäft

Erst am 27. August hatte Bastei Lübbe den Verkauf seiner Anteile am Selfpublishing-Dienstleister BookRix bekannt gegeben − die Transaktion erfolgt ebenfalls zum 31. August (siehe Archiv).

Nach dem enttäuschenden Abschneiden von oolipo hatte der Vorstand von Bastei Lübbe im Herbst 2017 beschlossen, keine weiteren Mittel in das Tochterunternehmen zu investieren. Die Streaming-Plattform für Leseinhalte bleibe am Netz, aber eine andere Verwendung der Technologie werde geprüft (siehe Archiv). Laut Geschäftsbericht 2017/2018 strebt der Vorstand an, auch die Anteile an der oolipo AG (rund 87 Prozent) zu verkaufen.

Im Hinblick auf die Daedalic Entertainment GmbH werde geprüft, heißt es weiter im Geschäfstbericht, ob auch diese Beteiligung zur neuen Geschäftsstrategie mittelfristig passe.

Im März 2018 hatte Bastei Lübbe seine Anteile am Rackjobber Buchpartner (51 Prozent) an den Mit-Gesellschafter Familie Gellert (49 Prozent) zurückverkauft. Von diesem hatten die Kölner ihre Anteile im April 2016 übernommen (siehe Archiv).

Bereits Ende 2016 hatte Bastei Lübbe die Mehrheit an der Geschäftssparte Räder, einem Anbieter von Wohn-Assessoires und Deko-Artikeln abgegeben. Seither halten die Kölner 20 Prozent an Räder (siehe Archiv).

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