Bertelsmann startet Content Alliance in Deutschland

Gemeinsame Formate im Fokus

Bertelsmann startet zum 1. Februar die "Bertelsmann Content Alliance" in Deutschland. Diese soll die Zusammenarbeit aller Inhaltegeschäfte hierzulande steuern. Die unternehmerische und verlegerische Eigenständigkeit der jeweiligen Geschäfte bleibe davon unberührt.

Thomas Rabe

Thomas Rabe © Bertelsmann

In der Bertelsmann Content Alliance arbeiten die Mediengruppe RTL Deutschland, RTL Radio, die TV-Produktionsfirma UFA, die Verlagsgruppe Random House, Gruner + Jahr sowie das Musikunternehmen BMG zusammen, so die Mitteilung des Unternehmens weiter. Man verfolge das Ziel, bereichsübergreifend gemeinsame Formate zu entwickeln und zu vermarkten und damit umfassende Angebote für Kreative zu schaffen. Damit knüpfe man an die erfolgreiche Arbeit der Ad Alliance an, die seit 2017 die Kompetenzen von Vermarktern wie IP Deutschland und G+J eMS für Werbekunden und Mediaagenturen bündele und auf hohe Akzeptanz im Markt treffe.

Zusammensetzung des Gremiums

Vorsitzende des Boards der Bertelsmann Content Alliance wird Julia Jäkel, die neben dieser neuen Rolle weiter CEO von Gruner + Jahr bleibt. Dem Gremium gehören darüber hinaus alle Geschäftsführer der deutschen Inhaltegeschäfte von Bertelsmann an:

  • Bernd Reichart (Mediengruppe RTL Deutschland),
  • Nico Hofmann (UFA),
  • Stephan Schmitter (RTL Radio Deutschland),
  • Thomas Rathnow (Verlagsgruppe Random House),
  • Stephan Schäfer (Gruner + Jahr)
  • sowie Hartwig Masuch und Dominique Kulling (beide BMG).

Die unternehmerische Eigenständigkeit der jeweiligen Geschäfte sowie die journalistische und verlegerische Unabhängigkeit bleiben von der Bertelsmann Content Alliance unberührt.

Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, sagte: "Bertelsmann ist ein kreatives Powerhouse und wird im laufenden Jahr weltweit fast 6 Mrd. Euro in Kreativ-Inhalte investieren. Mit der Bertelsmann Content Alliance in Deutschland bündeln wir die Inhaltekompetenz des Konzerns und schöpfen so das volle Potenzial in unserem wichtigsten Markt aus. Mit Inhalteangeboten über alle Mediengattungen hinweg und neuen Vermarktungsmöglichkeiten wird Bertelsmann so noch stärker zum Partner der Wahl für alle Kreativen in Deutschland. Der Schritt stärkt zudem unsere Position im Wettbewerb mit den US-Techplattformen."

Es gebe bereits zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Zusammenarbeit im Inhaltebereich: So basiere die Vox-Serie "Der Club der roten Bänder" auf einem Buch des Autors Albert Espinosa, das in Deutschland bei der Verlagsgruppe Random House erschienen ist. Der UFA/Fremantle-Produktion "München" liege ein Roman von Robert Harris zugrunde, ebenfalls veröffentlicht bei der Verlagsgruppe Random House.

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