Ludwig Börne Preis 2019

Eva Menasse auserkoren

Die Autorin und Essayistin Eva Menasse erhält für ihr Werk den mit 20.000 Euro dotierten Ludwig Börne Preis 2019. Das hat der einzige Juror und Neu-Verleger Florian Illies bestimmt.

Eva Menasse

Eva Menasse © Monique Wüstenhagen

In seiner Begründung schreibt der neue Rowohlt-Verleger Florian Illies: "Eva Menasse zeigt in ihren Essays und Reden, welch gesellschaftlich zentrale Funktion die schriftstellerische Intervention haben kann. Sie schaut hellwach auf die großen gesellschaftliche Untiefen unserer Zeit mit einer seltenen Mischung aus Scharfsinn, Streitlust, Humor und europäischem Bewusstsein. Sie warnt sehr differenziert vor den destruktiven Kräften, die die öffentlichen Debatten im Zeitalter des Internets radikalisieren − und sie beschreibt luzide, wie die Freiheit der Kunst von der militanten Intoleranz einer falsch verstandenen Modernität bedroht wird."

Die Ludwig-Börne-Stiftung, die mit ihrem Preis hervorragende Leistungen im Bereich Essay, Kritik und Reportage ehrt, hatte den Verleger Florian Illies zum alleinigen Preisrichter gewählt. Dieser hat der Autorin und Essayistin Eva Menasse den Ludwig-Börne-Preis 2019 zuerkannt, wie die Stiftung mitteilt.

Der im Jahre 1993 erstmals vergebene Ludwig­ Börne-Preis ist mit 20.000 Euro Preisgeld einer der höchst dotierten Literaturpreise der deutschsprachi­gen Länder. Er erinnert an den Schriftsteller und Jour­nalisten Ludwig Börne, der wegen seiner scharfzün­gigen Prosa als einer der Erfinder des Feuilletons gilt.

Zu den bisherigen Preisträgern zählen u. a. Marcel Reich-Ranicki, Rudolf Augstein, Hans Magnus Enzensberger, Frank Schirrmacher, Joachim Gauck, Alice Schwarzer und im letzten Jahr Souad Mekhennet.

Der Preis wird im Rahmen einer Feierstunde am 27. Mai in der Frankfurter Paulskirche überreicht.

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