Bildergalerie: 300 Jahre Breitkopf & Härtel

Der Musikverlag feiert Jubiläum

Der Musikverlag Breitkopf & Härtel feiert 300. Geburtstag. Die belegbare Vorgeschichte des „Müller’schen Geschäftes“ reichte bis ins Jahr 1542 zurück. Die Druckerei der Familie Müller wurde – gemäß der Zunfttradition – jeweils durch erneute Heirat des hinterbliebenen Ehepartners weitergegeben. Die Trauung der Eheleute Hochzeit von Bernhard Christoph Breitkopf und Maria Sophia Müller  fand am 24. Januar 1719 in der Leipziger Nikolaikirche statt, „der neue Druckherr erst drei Tage später, am 27. Januar, an die Arbeit. Und diesen Tag haben dann die arbeitsamen und nüchternen Nachfahren als das gewichtige Datum des Beginns eines großen Unternehmens ausgewählt.“

Der Musikverlag Breitkopf & Härtel feiert 300. Geburtstag. Die belegbare Vorgeschichte des „Müller’schen Geschäftes“ reichte bis ins Jahr 1542 zurück. Die Druckerei der Familie Müller wurde – gemäß der Zunfttradition – jeweils durch erneute Heirat des hinterbliebenen Ehepartners weitergegeben. Die Trauung der Eheleute Hochzeit von Bernhard Christoph Breitkopf und Maria Sophia Müller fand am 24. Januar 1719 in der Leipziger Nikolaikirche statt, „der neue Druckherr erst drei Tage später, am 27. Januar, an die Arbeit. Und diesen Tag haben dann die arbeitsamen und nüchternen Nachfahren als das gewichtige Datum des Beginns eines großen Unternehmens ausgewählt.“

"Die Firma Breitkopf kam sehr bald zu hoher Blüthe. Fünf Jahre nach der Übernahme […] war die Offizin der Größe nach die dreizehnte am Orte, 1744 die dritte, und bald darauf galt Breitkopf als der erste Drucker Deutschlands.", heißt es in der Chronik. Später zog das Unternehmen in das neu errichtete Haus „Zum goldenen Bären“, das Haus lag neben der bis dato genutzten kleinen Müllerschen Druckerei „auf dem alten Neumarkte“, der späteren Universitätsstraße.

"Die Firma Breitkopf kam sehr bald zu hoher Blüthe. Fünf Jahre nach der Übernahme […] war die Offizin der Größe nach die dreizehnte am Orte, 1744 die dritte, und bald darauf galt Breitkopf als der erste Drucker Deutschlands.", heißt es in der Chronik. Später zog das Unternehmen in das neu errichtete Haus „Zum goldenen Bären“, das Haus lag neben der bis dato genutzten kleinen Müllerschen Druckerei „auf dem alten Neumarkte“, der späteren Universitätsstraße.

Die folgenreichste Erfindung für das Druckereiwesen des 18. Jahrhunderts, aber nicht zuletzt auch für die Ausrichtung der eigenen Verlagstätigkeit, war die von Johann Gottlob Immanuel Breitkopf entwickelte Notendrucktechnik „mit teilbaren und beweglichen Lettern“ (Notentypendruck). 1754 wurde eine erste Notenprobe von der Aria „Wie mancher kann sich schon entschließen“ gefertigt.

Die folgenreichste Erfindung für das Druckereiwesen des 18. Jahrhunderts, aber nicht zuletzt auch für die Ausrichtung der eigenen Verlagstätigkeit, war die von Johann Gottlob Immanuel Breitkopf entwickelte Notendrucktechnik „mit teilbaren und beweglichen Lettern“ (Notentypendruck). 1754 wurde eine erste Notenprobe von der Aria „Wie mancher kann sich schon entschließen“ gefertigt.

Nachdem die vertraglich festgesetzte Geschäftstätigkeit von Christian Gottlob Stopp mit dem Tod Immanuel Breitkopfs abgelaufen war und gelöst werden konnte, holte sich Gottlob Breitkopf Rat bei Gottfried Christoph Härtel. Mit dem schrittweisen und zugleich zügigen Eintritt Gottfried Christoph Härtels waren die Weichen für die weitere Zukunft des Unternehmens gestellt:

Nachdem die vertraglich festgesetzte Geschäftstätigkeit von Christian Gottlob Stopp mit dem Tod Immanuel Breitkopfs abgelaufen war und gelöst werden konnte, holte sich Gottlob Breitkopf Rat bei Gottfried Christoph Härtel. Mit dem schrittweisen und zugleich zügigen Eintritt Gottfried Christoph Härtels waren die Weichen für die weitere Zukunft des Unternehmens gestellt:

Gottfried Christoph Härtel beginnt 1807 mit der Pianoforte-Fabrikation, die bis 1870 gepflegt wird und dem Verlag auch auf diesem Gebiet einen klangvollen Namen verschafft. Die Breitkopf-Flügel werden im 19. Jahrhundert von Pianisten wie Franz Liszt und Clara Schumann überaus geschätzt.

Gottfried Christoph Härtel beginnt 1807 mit der Pianoforte-Fabrikation, die bis 1870 gepflegt wird und dem Verlag auch auf diesem Gebiet einen klangvollen Namen verschafft. Die Breitkopf-Flügel werden im 19. Jahrhundert von Pianisten wie Franz Liszt und Clara Schumann überaus geschätzt.

1877 Die „Volksausgabe Breitkopf & Härtel“ wird ins Leben gerufen – ein Beweis, dass sich das klassisch-romantische Musikrepertoire gefestigt hat und in höheren Auflagen angeboten werden kann, „welche sich durch Billigkeit, Korrektheit, gute Ausstattung auszeichnen“. Entscheidend für den Zeitpunkt der Einführung wird für den Verlag der Ablauf der damals 30jährigen Schutzfrist für die Werke Mendelssohns.

1877 Die „Volksausgabe Breitkopf & Härtel“ wird ins Leben gerufen – ein Beweis, dass sich das klassisch-romantische Musikrepertoire gefestigt hat und in höheren Auflagen angeboten werden kann, „welche sich durch Billigkeit, Korrektheit, gute Ausstattung auszeichnen“. Entscheidend für den Zeitpunkt der Einführung wird für den Verlag der Ablauf der damals 30jährigen Schutzfrist für die Werke Mendelssohns.

Brüssel, Berlin, New York (von links): 1883 Auf Anregung François Auguste Gevaerts, Musikforscher und Leiter des Brüsseler Konservatoriums, eröffnet Breitkopf & Härtel am 2. Februar in Brüssel die erste Zweigniederlassung im Ausland, die sich rasch zum Großsortiment entwickelt und 1907 in der Rue Coudenberg sogar ein neues Gebäude errichtet. 1906 ermöglichte der Erwerb der Musikalienhandlung Raabe & Plothow dem Verlag, eine Zweigniederlassung in Berlin einzurichten, die sich mit Sortiment, Verlagsvertretungen, Antiquariat und Musikinstrumenten befasst. „Breitkopf & Härtel, Berlin“ ist lange Zeit ein aktives, gut besuchtes Haus in zentraler Hauptstadtlage. Auch eine New Yorker Niederlassung kam hinzu. Mit den verschiedenen internationalen Zweigniederlassungen, die nach 1914 wieder aufgegeben werden, umfasst das Personal von Breitkopf & Härtel kurz vor dem Ersten Weltkrieg fast 1000 Mitarbeiter.

Brüssel, Berlin, New York (von links): 1883 Auf Anregung François Auguste Gevaerts, Musikforscher und Leiter des Brüsseler Konservatoriums, eröffnet Breitkopf & Härtel am 2. Februar in Brüssel die erste Zweigniederlassung im Ausland, die sich rasch zum Großsortiment entwickelt und 1907 in der Rue Coudenberg sogar ein neues Gebäude errichtet. 1906 ermöglichte der Erwerb der Musikalienhandlung Raabe & Plothow dem Verlag, eine Zweigniederlassung in Berlin einzurichten, die sich mit Sortiment, Verlagsvertretungen, Antiquariat und Musikinstrumenten befasst. „Breitkopf & Härtel, Berlin“ ist lange Zeit ein aktives, gut besuchtes Haus in zentraler Hauptstadtlage. Auch eine New Yorker Niederlassung kam hinzu. Mit den verschiedenen internationalen Zweigniederlassungen, die nach 1914 wieder aufgegeben werden, umfasst das Personal von Breitkopf & Härtel kurz vor dem Ersten Weltkrieg fast 1000 Mitarbeiter.

Im Laufe der Jahre ist der „Goldene Bär“ in Leipzig trotz des Hinterhauses viel zu klein geworden. 1913 wird der Neubau des Verlages fertig, ein „neuzeitlicher Palast der Arbeit in Beton und Eisen“ (so Oskar von Hase in seiner „Gedenkschrift“), in dem die technischen Abteilungen untergebracht sind.

Im Laufe der Jahre ist der „Goldene Bär“ in Leipzig trotz des Hinterhauses viel zu klein geworden. 1913 wird der Neubau des Verlages fertig, ein „neuzeitlicher Palast der Arbeit in Beton und Eisen“ (so Oskar von Hase in seiner „Gedenkschrift“), in dem die technischen Abteilungen untergebracht sind.

Der 1880 m² große Buchdruck-Maschinensaal gilt als der größte Druckereisaal der Welt, in dem auch zahlreiche Aufträge anderer Verlage ausgeführt werden.

Der 1880 m² große Buchdruck-Maschinensaal gilt als der größte Druckereisaal der Welt, in dem auch zahlreiche Aufträge anderer Verlage ausgeführt werden.

Durch einen Bombenangriff auf Leipzig wurden im 2. Weltkrieg die Verlagsgebäude im graphischen und drucktechnischen Zentrum am Rande der Innenstadt weitestgehend zerstört. Auch Breitkopf & Härtel ist durch die vollständige Zerstörung des 1867 errichteten Firmengebäudes schwer betroffen, Teile der technischen Betriebsgebäude und einige Druckmaschinen bleiben jedoch erhalten. Am 19. Juni 1945 übersiedelt Hellmuth von Hase mit seiner Familie und wenigen Mitarbeitern nach Wiesbaden.

Durch einen Bombenangriff auf Leipzig wurden im 2. Weltkrieg die Verlagsgebäude im graphischen und drucktechnischen Zentrum am Rande der Innenstadt weitestgehend zerstört. Auch Breitkopf & Härtel ist durch die vollständige Zerstörung des 1867 errichteten Firmengebäudes schwer betroffen, Teile der technischen Betriebsgebäude und einige Druckmaschinen bleiben jedoch erhalten. Am 19. Juni 1945 übersiedelt Hellmuth von Hase mit seiner Familie und wenigen Mitarbeitern nach Wiesbaden.

„Walkmühlstraße 52“ – so lautet seit Dezember 1967 die Anschrift der „Verlags-Zentrale, die (nach etlichen Umzügen innerhalb der Wiesbadener Innenstadt) in reizvoller Lage am Stadtrand dauerhaft eingerichtet werden kann. Die denkmalgeschützte Villa aus dem Jahr 1911 wurde vordem als Wohnhaus genutzt und beherbergt bis 1986 außer der Auslieferung sämtliche Fachabteilungen des Verlags.

„Walkmühlstraße 52“ – so lautet seit Dezember 1967 die Anschrift der „Verlags-Zentrale, die (nach etlichen Umzügen innerhalb der Wiesbadener Innenstadt) in reizvoller Lage am Stadtrand dauerhaft eingerichtet werden kann. Die denkmalgeschützte Villa aus dem Jahr 1911 wurde vordem als Wohnhaus genutzt und beherbergt bis 1986 außer der Auslieferung sämtliche Fachabteilungen des Verlags.

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