Liquiditätsengpässe bei kleineren Verlagen mildern

Libri zieht Rechnungszahlungen vor

Libri hilft den Kleinen und zahlt Verlagen mit bis zu 200.000 Euro Libri-Jahresumsatz sofort alle Rechnungen vorfällig zum heutigen Stichtag. Damit will Libri Liquiditätsengpässe, die möglicherweise durch die Insolvenz von KNV/KNO entstanden sind, mildern. Der Mitteilung zufolge zahlt Linbri insgesamt einen vorfälligen Betrag in Höhe von fünf Millionen Euro aus.

Andreas Galensa, Leiter Einkauf bei Libri

Andreas Galensa, Leiter Einkauf bei Libri © Libri

Die gegenwärtige Situation sei eine große Herausforderung für die Buchbranche. Buchhändler, Verlage und der Zwischenbuchhandel hätten ein gemeinsames Interesse, den einzigartigen deutschen Buchmarkt zu stabilisieren. „Es trifft jetzt vor allem die kleineren Verlage – die Verlage, die zum vielfältigen Titelangebot beitragen und den deutschen Buchmarkt einzigartig machen. Diese Einzigartigkeit möchte Libri wo immer möglich erhalten, indem wir Liquidität schaffen, wo sie jetzt ganz besonders gebraucht wird. Unser Anliegen ist, den Buchmarkt in seiner ganzen Vielfalt zu erhalten“, so Andreas Galensa, Leiter Einkauf bei Libri. 


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8 Kommentar/e

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  • Kleinverleger

    Kleinverleger

    Endlich mal eine postive Nachricht, meinen herzlichen Dank für diese Entscheidung, die wirklich hilft, auch wenn weiterhin große Herausforderungen auf die Kleinverlage warten.
    Meine Hochachtung, ich hoffe, ihre Solidarität schlägt Wellen.

  • Ein Buchhändler

    Ein Buchhändler

    Tolle Aktion von Libri!

  • NochnKleiner

    NochnKleiner

    Ja, hierzu kann man nur gratulieren.

  • Rene Kohl

    Rene Kohl

    Respekt!

  •  Buchhändlerin mit kleinem Laden

    Buchhändlerin mit kleinem Laden

    Ich weiß nicht, inwieweit KNV den alljährlichen Bonus bereits an alle Buchhandlungen ausbezahlt hat. Aber es wäre eine Möglichkeit des stationären
    Buchhandels, seine Solidarität mit den kleinen Verlagen und KNV zu zeigen. Es
    könnten alle Buchhandlungen, die es sich finanziell leisten können, dieses
    Jahr auf den Bonus verzichten und so KNV kurzfristig in die Lage versetzen,
    seine Verbindlichkeiten aus dem Weihnachtsgeschäft zu begleichen.Damit das
    Geld nicht ganz verloren ist, könnte man es als Einlage bei KNV verbuchen, die
    bei Beendigung des Geschäftsverhältnisses von diesem wieder an die Buchhandlung zurückbezahlt wird. Die kleinen Verlage wären gerettet und KNV könnte wieder in vollem Umfang liefern. Damit wäre uns allen geholfen.
    Es wäre natürlich sehr wünschenswert, wenn sich an solch einer Aktion auch die
    Großen dieser Branche (Thalia, Hugendubel) beteiligen würden. So könnte der
    stationäre Buchhandel auch ein Zeichen setzen und verhindern, dass vielleicht am Ende Amazon die eingespielte Logistik von KNV übernimmt. Das würde das
    Aus für unsere Buchhandelslandschaft bedeuten.Ich weiß allerdings nicht, ob das in dieser Form machbar wäre.

  • Donata Kinzelbach

    Donata Kinzelbach

    Coole Aktion, die wirklich hilft, insbesondere uns kleinen Verlagen! Ein herzliches Dankeschön!

  • Altin

    Altin

    Danke Libri......Der Buchhandel ist ein Wirtschaftsunternehmen mit Herz und Seele wie sich jetzt für alle zeigt. Ich bin beeindruckt wie groß die Solidarität ist und bin stolz einer Zunft anzugehören, der nicht nur die Zahlen wichtig ist. Die Idee von Frau Peyer - wenn man es finanziell kann-auf Boni und Skonti zu verzichten ist ein guter Ansatz, der für uns Buchhändler*in einfach umzusetzen ist.

  • Angelika Schulz-Parthu

    Angelika Schulz-Parthu

    Eine wunderbare (Millionen-) Geste, genau für die Richtigen und im richtigen Moment: Gerade jetzt, wenn die ersten Rechnungen für die Frühjahrs-Novis einlaufen, tut das mehr als gut. Fein mitgedacht.

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