KNV-Insolvenz: Offener Brief der Buchhandlung cohen + dobernigg

Skontoverzicht!

Buchhändler John Cohen (cohen + dobernigg in Hamburg) will das insolvente Barsortiment KNV unterstützen. Durch Skontoverzicht soll „Liquidität ins System“ gespült werden. Warum er sich wünscht, dass viele Kollegen mitmachen, schreibt er hier.

John Cohen, cohen + dobernigg in Hamburg

John Cohen, cohen + dobernigg in Hamburg © Kai Mühleck

"Um das für uns als Branche systemrelevante System KNV/KNO in der turbulenten Zeit zu unterstützen, werden wir von cohen+dobernigg BUCHHANDEL, bis das Unternehmen in hoffentlich sicherere Fahrwasser gerät, auf unseren Skontoanspruch für Barsortimentslieferungen von KNV verzichten. Wenn viele Buchhandlungen mitmachen, können wir etwas Liquidität ins System spülen. Für uns ist es essentiell, dass das Barsortiment einkaufen kann, damit wir unsere Kunden - wie gewohnt - verlässlich schnell bedienen können.

Uns ist klar, dass dieser Vorschlag kontrovers gedeutet werden wird. Uns ist wichtig, dass es hier nicht um die Frage geht, wer wie für die aktuelle Situation verantwortlich ist. Es geht um unseren Beitrag als BuchhänderInnen und Buchhändler, unser weltweit einmaliges buchhändlerisches Logistiknetz in einer sehr schwierigen Zeit zu stärken. Viele Verlage leiden unter der Insolvenz von KNV und liefern trotzdem weiter. Dies wäre also ein gutes Zeichen von uns, dass wir nicht nur auf unsere Lieferanten zählen.

Wer macht mit? Wir freuen uns, über alle Kolleginnen und Kollegen, die sich anschließen!"

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1 Kommentar/e

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  • Katrin Bietz

    Katrin Bietz

    Danke John Cohen! Den Vorschlag finde ich absolut gut und richtig. Viele Rechnungen weisen einen kleinen Skontobetrag aus, den bestimmt auch etliche kleine Läden, wie z.B. ich einen führe, verschmerzen können. Die vielen kleinen Beträge ergeben aber am Ende einen größeren oder gar großen und der hilft dann. Ich selbst bin überhaupt nicht direkt betroffen, da ich nicht über KV beliefert werde, meine aber, dass die Solidarität möglichst aller Branchenakteure jetzt gefragt ist. Und zwar auf lange Sicht betrachtet im ganz eigenen Interesse.

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