Auszeichnung für Autorinnen

Frau Ava Literaturpreis an Claudia Bitter

Für ihren Romanauszug "Leben, plus, minus" erhält die österreichische Autorin, Künstlerin und Bibliothekarin Claudia Bitter den Frau Ava Literaturpreis 2019. Die Auszeichnung wird an Schriftstellerinnen vergeben.

Claudia Bitter

Claudia Bitter © privat

Die Jury begründet ihre Entscheidung für die Preisträgerin wie folgt: "Claudia Bitter porträtiert in ihrem Text 'Leben, plus, minus' das Schicksal einer jungen Frau der sozialen Unterschicht. Mithilfe der dem Sprachduktus der Ich-Erzählerin angepassten flotten und prägnanten Sprache zeigt Bitter, wie prekär die Lebensverhältnisse am Existenzminimum sind: Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Armut sind die Eckpfeiler dieses jungen Lebens." Der Text sei ein aufrührendes Spiegelbild aktueller sozialpolitischer Themen. "Bitter provoziert bewusst. Dass sie dabei auf klare Opfer-Täter-Zuschreibungen verzichtet, entlässt die Lesenden aber in die eigene moralische Verantwortung", so die Jury. Für den Literaturpreis wurden insgesamt 98 Prosatexte eingereicht, so die Mitteilung der Preisstifter.

Claudia Bitter, geboren 1965 in Oberösterreich, Studium der Slawistik und Ethnologie, lebt in Wien, wo sie als Autorin, Künstlerin und Bibliothekarin arbeitet. Sie veröffentlicht Prosa und Lyrik sowie Zeichnungen und Collagen, die sie in den Kontext ihrer literarischen Arbeiten stellt. Seit 1991 Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften. Ihre künstlerische Tätigkeit fand Anerkennung in diversen Preisen und Stipendien.

Weitere Informationen: www.claudiabitter.at

Die Preisverleihung findet am 24. April in der Kirche St. Blasien in Kleinwien statt.

Zum Preis

Der Frau Ava Literaturpreis wird seit 2003 alle zwei Jahre von der Frau Ava Gesellschaft für Literatur im Gedenken an Frau Ava (um 1060−1127), der ersten namentlich bekannten Dichterin in deutscher Sprache, vergeben. Er richtet sich an alle deutsch schreibenden Schriftstellerinnen, die mindestens einen eigenständigen Lyrik- oder Prosaband in einem Verlag (kein Selbst- oder Eigenverlag) veröffentlicht haben. Vergeben wird der Preis für einen Prosatext, der sich auf neuartige und innovative Weise in Sprache und Form mit Themen im Spannungsfeld von Spiritualität, Religion und Politik auseinandersetzt und sich an erwachsene und/oder junge Leserinnen und Leser wendet. Der eingereichte Text kann eine abgeschlossene Kurzform oder ein Teil eines umfangreicheren literarischen Werkes sein.

Der Preis besteht aus der Statuette "Frau Ava" des Paudorfer Bildhauers Leo Pfisterer, der Finanzierung eines Internetauftritts und von Lesungen. Die Gesellschaft stellt dafür Mittel in der Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung.

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