Alfred Döblin-Medaille

Theresia Enzensberger prämiert

Die Autorin und Journalistin Theresia Enzensberger erhält für ihre bisherigen schriftstellerischen Arbeiten die Alfred Döblin-Medaille der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

Das teilte die Mainzer Akademie mit. Die Jury zeichnet die Schriftstellerin und Journalistin Theresia Enzensberger vor allem für ihren "beeindruckenden Debüt-Roman" "Die Blaupause" (Hanser) aus: "In den Liebesbeziehungen, Gefühlen, Festen und Studienarbeiten der Ich-Erzählerin Luise spiegeln sich die Werkprinzipien und das gemeinschaftliche Lebensgefühl der Bauhaus-Schule, aber auch die kontroversen politischen Milieus der jungen Weimarer Republik und der aufziehende Nationalsozialismus. Im fulminant geschriebenen Schlussteil des Romans erfährt die ehrgeizige, gleichzeitig um Emanzipation und Zugehörigkeit ringende Luise die massiven Vorurteile, die auch im Bauhaus gegen Frauen bestehen." Enzensberger gelinge es mit ihrer "unprätentiösen Schreibweise, einen Makrokosmos großer Fragen und grundlegender Entwicklungen im Mikrokosmos persönlichen Erlebens sichtbar zu machen", so die Jury.

Theresia Enzensberger, 1986 in München geboren, studierte Film und Filmwissenschaft am Bard College, New York, Seit 2011 lebt sie in Berlin und schreibt als freie Journalistin u.a. für die "FAZ", "FAS", "ZEIT online", "Krautreporter" und "Monopol". Ihr 2014 gegründetes Magazin "BLOCK" wurde 2016 als das beste Newcomer-Magazin ausgezeichnet. 2017 erschien ihr erster Roman "Blaupause" im Carl Hanser Verlag.

Die Preisverleihung findet am 10. April, um 19 Uhr in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur im Mainz (Geschwister-Scholl-Straße 2) statt. Die Laudation hält Julia Encke.

Zur Auszeichnung

Mit der Alfred Döblin-Medaille würdigt die Akademie Autoren und Autorinnen für deren erste vielversprechende Veröffentlichungen. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Zur Auszeichnung gehört das "Vigoni-Döblin-Fellowship": ein bis zu vierwöchiger Aufenthalt in der "Villa Vigoni. Deutsch-Italienisches Zentrum für Europäische Exzellenz" am Comer See, der für eine Schreibphase genutzt und mit einer Lesung verbunden werden kann.

Mit der Auszeichnung wird an einen der Mitbegründer der Akademie der Wissenschaften und der Literatur erinnert – an Alfred Döblin, dem die Akademie 1949 die Einrichtung einer Klasse der Literatur zu verdanken hat.

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