HDE-Frühjahrsumfrage

Kleinere Händler sorgen sich um Geschäftslage

Der Einzelhandel blickt skeptischer in die Zukunft, was den Umsatz betrifft. Laut Frühjahrsumfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) erwarten nur 30 Prozent der befragten Unternehmen im ersten Halbjahr eine Umsatzsteigerung gegenüber der Vorjahresperiode − vor einem Jahr waren es 37 Prozent.

Einen konstanten Umsatz im ersten Halbjahr erwarten 33 Prozent (Frühjahrsumfrage 2018: 34 Prozent), weniger Umsatz 37 Prozent (2018: 30 Prozent) der Einzelhändler. Insbesondere die kleineren Händler würden mit Sorge auf ihre Geschäftslage schauen, fasst der HDE in einer Presseinformation zusammen. Der Verband fordert daher eine Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand stärkt.

Unternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten würden für 54 Prozent der Standorte, 16 Prozent der Beschäftigten und 10 Prozent des Umsatzes im Einzelhandel stehen.

Innenstädte fördern

Laut HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth brauche der mittelständische Handel "politische Unterstützung, um im aktuellen Strukturwandel bestehen und von der Digitalisierung profitieren zu können." Reformbedarf sieht Genth vor allem bei der Unternehmensbesteuerung. Die Innenstädte müsten gestärkt werden. Der Handel fordere mit Blick auf die vielerorts überforderte Infrastruktur den weiteren Ausbau und Erhalt des Straßennetzes sowie des öffentlichen Personennahverkehrs. Denn die Versorgung der Kunden und Geschäfte müsse auch künftig gesichert sein.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat für die Studie 1.000 Unternehmen aller Größen, Branchen und Standorte zu ihren Geschäftserwartungen befragt.

Jahresprognose: Plus 2 Prozent

Insgesamt seien die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel gut. Die Unternehmen werden nach HDE-Prognose ihren Umsatz 2019 moderat um zwei Prozent auf knapp über 537 Milliarden Euro erhöhen. Der stationäre Einzelhandel soll danach 2019 um nominal 1,3 Prozent wachsen. Die Erlöse im Online-Handel erhöhen sich um rund neun Prozent auf 57,8 Milliarden Euro − erwartet der HDE.

Weiterlesen: Buchhändler, die sich in der Kommunalpolitik als Gemeinde- oder Stadtrat engagieren und sich so für die Belange des Einzelhandels einsetzen, stellen wir im Thema der Woche ("Politik statt Feierabend") des Börsenblatts Heft 17 vor, das am 25. April erscheint.

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