Welttagsaktion #verlagebesuchen

Sponsor für bundesweite Pressearbeit gesucht

In Berlin lud der Tropen Verlag zur ersten "Read Parade" ein, in München sprachen verschiedene Büchermacher über "Euphorie und Wahnsinn im Lektorat": Sind die Organisatoren mit der dritten Ausgabe von #verlagebesuchen zufrieden (3. bis 12. Mai)? Und wie geht es 2020 weiter? Antworten von Detlef Bluhm, Geschäftsführer beim Berliner Landesverband des Börsenvereins. FRAGEN: SABINE CRONAU

Mehr als 117 Verlage haben vom 3. bis zum 12. Mai ihre Türen fürs Publikum geöffnet. Sind Sie zufrieden mit der dritten bundesweiten Ausgabe von #verlagebesuchen?

Wir sind zufrieden – auch wenn es wie immer bei Veranstaltungen Luft nach oben gibt. Alles in allem haben uns die teilnehmenden Verlage hochgerechnet rund 5.500 Besucher gemeldet. Das ist ein Erfolg, zumal die Veranstaltungsreihe eine absolute "Low-Budget"-Aktion ist. Das darf man dabei nie vergessen. Die Website #verlagebesuchen ist von mehr als 7.000 Usern besucht worden, wie die Wordpress-Statistik zeigt – jeder hat die Seiten im Schnitt fünfmal angeklickt. Das Programm war also offenbar attraktiv.

Detlef Bluhm

Detlef Bluhm © privat

Nicht nur mehr Publikum, sondern auch mehr öffentliche Sichtbarkeit: Das haben Sie sich nach #verlagebesuchen 2018 gewünscht. Ist das in diesem Jahr gelungen?

Die Sichtbarkeit der Aktion war ordentlich, könnte aber sicher weiter verbessert werden, nicht zuletzt durch bundesweite Pressearbeit. Verlage, die viel für ihre Veranstaltung vor Ort getrommelt und ihre Fangemeinde über die sozialen Netzwerke aktiviert haben, hatten das Haus voll und auch ein entsprechendes Medienecho. Wer das nicht getan hat, war eher enttäuscht von der Resonanz.

2020 wollen wir deshalb eine Agentur beauftragen, die sich um die Pressearbeit kümmert und auf Zeitungen zugeht - von den "Stuttgarter Nachrichten" bis zum "Tagesspiegel". Im Moment suchen wir einen Sponsor, der uns das finanziert. Erste Gespräche laufen, wir sind da ganz zuversichtlich – zumal es nicht um eine Riesensumme, sondern um ein paar wenige tausend Euro geht.

#Verlagebesuchen lief diesmal über einen Zeitraum von zehn Tagen. Ein Vorteil – oder eher ein Nachteil?

Aus meiner Sicht wäre eine Verdichtung sinnvoller, auch für die Kommunikation. Es ist schwierig, ein Thema über Facebook, Instagram oder Twitter so lange am Laufen zu halten. Trotzdem gab es in diesem Jahr gute Gründe dafür, #verlagebesuchen vom 3. bis zum 12. Mai zu veranstalten. Wir wollten die Messe Kasselbuch, die erste Kölner Literaturnacht und die Woche der Münchner Verlage mit unter das große Dach holen. Deshalb war der Zeitraum mit zehn Tagen recht lang. Ich denke, dass wir uns im nächsten Jahr wieder auf maximal vier Tage konzentrieren und mit den Kollegen in Kassel, Köln und München reden werden, ob sich das terminlich auch mit ihren Veranstaltungen vereinbaren lässt.

Die Schweiz war diesmal ebenfalls mit einigen Verlagen an Bord. Was ist mit den Kollegen in Österreich?

Die wollen wir unbedingt noch ins Boot holen. Mein Wunsch wäre, dass 2020 Verlage aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ihre Türen für #verlagebesuchen öffnen.

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