Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung

Gewinner sind Badridse und Hell

Maja Badridse (Georgien) und Cornelius Hell (Österreich) erhalten den mit jeweils 10.000 Euro dotierten Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung. Die Preisträger werden am kommenden Sonntag im Literaturhaus Wien geehrt.

Die Auszeichnung wird jährlich vom österreichischen Bundeskanzleramt vergeben − für eine hervorragende Übersetzung österreichischer Literatur in eine Fremdsprache sowie für eine hervorragende Übersetzung fremdsprachiger Literatur ins Deutsche. Die Preisträger des Jahres 2018 sind Maja Badridse (Georgien) und Cornelius Hell (Österreich).

In der Jurybegründung heißt es: "Die Literaturübersetzerin Maja Badridse genießt in ihrem literarisch sehr aktiven Heimatland Georgien ein hohes Ansehen. Man ist sich einig, dass sie mit ihrem übersetzerischen Werk einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Bereicherung der georgischen Sprache leistet und es glänzend versteht, ihre Sprache immer wieder neu zu belehnen und neuartig zu beanspruchen. Ihre Übersetzungen zeichnen sich in hohem Maße durch Empathie, Imagination und sprachschöpferischen Mut aus. Österreich zeichnet diese einzigartige Übersetzerin für ihre Übertragungen österreichischer Literatur aus, vor allem für ihre Übersetzung von Robert Musil ('Der Mann ohne Eigenschaften') und Hermann Broch ('Der Tod des Vergil', 'Die Schlafwandler').'

Und weiter: "Der Übersetzerpersönlichkeit Cornelius Hell verdankt das deutschsprachige Lesepublikum einen wahrhaften Durchbruch im Kenntnisstand der zeitgenössischen Belletristik Litauens. Die Biographie des kreativen Übersetzers, Literaturwissenschaftlers und Literaturkritikers ist ein mustergültiges Beispiel dafür, wie die Pionierarbeit eines einzelnen engagierten Intellektuellen das Paradigma des Austauschs zwischen zwei zeitgenössischen europäischen Kulturen verändern kann."

Die beiden Staatspreise werden am 30. Juni im Literaturhaus Wien überreicht. Die Festrede zum literarischen Übersetzen wird die Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin Daniela Strigl halten, wie das Bundeskanzleramt informiert.

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