Droidcon Berlin 2019

Gesichtserkennung war gestern

In der vergangenen Woche fand in Berlin die 11. Auflage der Droidcon statt – die weltweit größte Entwicklerkonferenz für Anwendungen unter Android. Wir haben uns dort mal umgeschaut.

© Detlef Bluhm

Inzwischen findet die Droidcon in 23 Ländern statt, und dort in 25 Städten. Die Besucherzahlen schwanken zwischen 250 und über 2.000 pro Konferenz. In jeder Stadt wird die Droidcon jährlich ausgerichtet. Die größte Droidcon mit über 2.000 BesucherInnen wird in Tunis veranstaltet. Bei den Berliner Ausgaben der Droidcon werden etwa 1.500 TeilnehmerInnen gezählt. Die Droidcon ist eine Networking-Konferenz, die von Anfängern, Fortgeschrittenen und Experten besucht wird.

Inhaltliche Schwerpunkte der Berliner Droidcon waren in diesem Jahr die Computersprache Kotlin, TensorFlow für Android, KI-Anwendungen, Autonomes Fahren, Karriereplanung und zahlreiche weitere Themen, deren Gegenstand sich mir – ich muss es gestehen – nicht immer auf Anhieb erschlossen haben. Insofern hat sich für mich die Teilnahme an der Konferenz auf den ersten Blick kaum gelohnt.

© Quelle: Flickr

Doch dann habe ich auf der Suche nach einem Presseverantwortlichen Boris Jebsen kennengelernt, den umtriebigen Gründer der Droidcon. Zunächst erklärte er mir, dass auf der Droidcon keine gesellschaftsplitischen Themen verhandelt werden. Hier geht es einzig und allein um die Präsentation technischer Problemlösungen ohne Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Implikationen. Dann aber erwähnte er eine Konferenz – ebenfalls von ihm gegründet – die im Mai dieses Jahres in Berlin zum ersten Mal stattgefunden hat und am 16. und 17. Mai 2020 ihre Fortsetzung finden wird: Children of Doom. Hier, so Boris Jebsen, werden ganz ausschließlich die möglichen, eventuell sogar katastrophalen Folgen des digitalen Wandels, aber auch des Klimawandels behandelt. Auf der vergangenen Konferenz ging es beispielsweise um das Thema der Gesichtserkennung. Diese Technologie scheint bereits überholt. Jedenfalls verfügt die CIA, so Boris Jebsen, heute schon über laserbasierte Technologien, die weltweit Individuen aufgrund ihres Herzschlages identifizieren können.

© Detlef Bluhm

Die Droidcon fand übrigens im unglaublich beeindruckenden CityCube Berlin der Berliner Messe statt. Und auch wenn diese Konferenz ein wenig abseits von unseren Themen liegt, hat sich der Besuch für mich schließlich doch gelohnt. Denn so bin ich auf die Children of Doom aufmerksam geworden, die viele Themen anspricht, die in unserer Branche und zahlreichen Büchern diskutiert werden. Und die völlig unterhalb meines Radars stattgefunden hat. Das wird sich im kommenden Jahr ändern!

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