Staufermedaille an Wulf D. von Lucius

„Wo immer er wirkte, hat er Maßstäbe gesetzt“

Kunststaatssekretärin Petra Olschowski hat Wulf D. von Lucius‘ Verdienste mit der Staufermedaille gewürdigt.

Verleihung der Staufermedaille an Wulf D. von Lucius in der Stuttgarter Landesbibliothek

Verleihung der Staufermedaille an Wulf D. von Lucius in der Stuttgarter Landesbibliothek © WLB

„Professor von Lucius hat sich als bedeutender Verleger, Publizist und Sammler sowie mit seinem umfassenden ehrenamtlichen Engagement in Bibliotheks- und Literaturgesellschaften über mehr als vier Jahrzehnte hinweg für das Kulturgut Buch eingesetzt“, sagte Staatssekretärin Petra Olschowski anlässlich der Aushändigung der Staufermedaille am Freitag (2. August) in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart.

Zu besonderem Dank an Professor von Lucius verpflichtet seien die Schillergesellschaft und die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart, erklärte Staatssekretärin Olschowski in ihrer Laudatio. „Seit 1986 hat er sich in der Württembergischen Bibliotheksgesellschaft engagiert, bis zum vergangenen Jahr als deren Vorsitzender, seitdem als stellvertretender Vorsitzender. Wo immer er konnte, hat er sich für die Interessen der Landesbibliothek eingesetzt. Professor von Lucius hat maßgeblich dazu beigetragen, die historischen Sammlungen der Bibliothek um wertvolle Stücke zu bereichern. Und auch seiner Überzeugungskraft ist es zu verdanken, dass die Württembergische Landesbibliothek in wenigen Monaten ihren neuen Erweiterungsbau einweihen darf.“

Auch das starke ehrenamtliche Engagement des Geehrten würdigte die Staatssekretärin: „Jahrzehntelang hat sich Professor von Lucius mit Begeisterung und Leidenschaft für das Verlagswesen und das Buch- und Bibliothekswesen eingebracht“, so Olschowski. „In der Deutschen Schillergesellschaft, im Börsenverein des Deutschen Buchhandels, in der Deutschen Nationalbibliothek oder in der Stiftung Buchkunst – wo immer er wirkte, hat Wulf D. von Lucius Maßstäbe gesetzt“, so Staatssekretärin Olschowski abschließend.

Wulf D. von Lucius‘ Familie war Inhaberin des renommierten Gustav Fischer Verlags in Jena. Nach der Enteignung des Verlags und der Flucht in die Bundesrepublik baute von Lucius im Jahr 1957 den Verlag in Stuttgart neu auf. 1971 begründete er die renommierten Uni-Taschenbücher (UTB), von 1989 bis 2013 war er Aufsichtsratsvorsitzender des Carl Hanser Verlags. 1996 gründete er zusammen mit seiner Frau den wissenschaftlichen Fachverlag Lucius & Lucius. Wulf D. von Lucius ist seit 2007 Honorarprofessor für Verlagswirtschaft an der Universität Hohenheim. Seit über 50 Jahren sammelt Wulf D. von Lucius Künstlerbücher. Teile dieser umfangreichen Sammlung wurden schon mehrfach ausgestellt.

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1 Kommentar/e

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  • Harald Kraft

    Harald Kraft

    Herr Prof. Wulf D. von Lucius hat sich in vielen Bereichen, vor allem mit sehr guten Artikeln und Büchern zum Thema Buchwissenschaft für das Buch- und Bibliothekswesen eingesetzt.
    Hervorzuheben ist seine vielseitige ehrenamtliche Tätigkeit und sein Wirken für die Württembergische Landesbibliothek in Stuttgart.
    Vor allem war ihm wichtig, immer wieder erneut die Zugänge zu den Aspekten der Bücher aus der Buchgeschichte darzustellen und den Begriff vom Sammeln von Büchern vor allem den Lesern/- innen, besonders den Antiquaren, Buchhändlern und Bibliothekaren besser darzulegen.
    Durch Herrn Prof. von Lucius bekommt jeder, der sich mit den Büchern befasst, eine erstklassige Beziehung zu den Büchern, weil Herr Prof. von Lucius es mit seinem Wissen und der Überzeugung versteht, Bücher in der Weise zu vermitteln, dass es eine große Freude ist, sich mit Begeisterung ihnen dann oft ein ganzes Berufsleben zu widmen.
    Die Überreichung dieser Staufermedaille ist sozusagen ein Dank für dieses große Engagement von Herrn Prof. von Lucius, der immer wieder auch versuchte, besonders auch junge Kollegen/-innen, darunter auch Fachkollegen und Buchsammler/- innen, für Bücher zu interessieren.
    Herrn Prof. von Lucius war und ist immer wieder neugierig auf das Buch.
    Und dies regte ihn auch an, sein großes Wissen weiter zu geben und auch immer wieder dann zu sehen, dass die Menschen, welche Bücher sammeln, doch im übertragenen Sinn ihr kleines Glück gefunden haben.
    Möge Herr Prof. von Lucius noch viele Jahre für das Buch wirken können und viele Kollegen/- innen aus der gesamten Buchbranche sind ihm vor allem zu Dank verpflichtet. Er gab manche Anregungen für die Buchwissenschaft, die in die Zukunft gerichtet sind. Mancher Kollege/ - in hat durch ihn erst die richtige Liebe, auch zur Bibliophilie, erfahren und vermittelt bekommen.

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