Barnes & Noble und Waterstones in einer Hand

CEO Daunt steuert über 900 Buchhandlungen

Der US-Filialist Barnes & Noble hat am 7. August den erfolgreichen Abschluss der Übernahme durch Elliott Advisors (UK) Limited bekannt gegeben. Elliott hatte im Juni 2018 bereits die britische Buchhandelskette Waterstones gekauft. Ein Porträt des Menschen und Managers James Daunt lesen Sie in Börsenblatt 33 / 2019 am 15. August.

James Daunt

James Daunt © privat

Die Übernahme erfolgte durch Fonds, die Elliott Advisors (UK) Limited beraten wurden, schreibt Barnes & Noble in einer Mitteilung. Der US-Buchhändler betreibt 627 Filialen in 50 US-Bundesstaaten. Elliott will auf diesem starken Fundament aufbauen, heißt es weiter, um die großen Herausforderungen zu meistern, denen sich die stationären Buchhandlungen in den Vereinigten Staaten gegenübersehen. Im Juni 2018 hatte Elliott bereits die britische Kette Waterstones mit 293 Filialen gekauft. Die beiden Filialisten sollen unabhängig voneinander operieren − allerdings wird James Daunt als CEO beider Unternehmen fungieren und von London nach New York umziehen.

James Daunt sagt: "Dies ist ein sehr guter Tag für den Buchhandel. Barnes & Noble ist der größte aller Buchhändlernamen und wird nun von der Unterstützung eines Eigentümers profitieren, der sich dem physischen Buchhandel verschrieben hat. Mit Investitionen und der Konzentration auf die Kernprinzipien des guten Buchhandels sind die Perspektiven für dieses außergewöhnliche Unternehmen gut."

Paul Best, Portfoliomanager und Head of European Private Equity bei Elliott, ergänzt: "Unsere Investition in Barnes & Noble nach der Übernahme von Waterstones vor gut einem Jahr zeigt unser Engagement im Buchhandel und in echten Buchhandlungen. Barnes & Noble hat ein außergewöhnliches Erbe, das wir schützen und ausbauen wollen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit James Daunt und dem Managementteam von Barnes & Noble bei diesem spannenden Unterfangen."

Dem Bieter wurden rund 60,4 Millionen Stammaktien (ca. 82,15 Prozent der ausstehenden Barnes & Noble-Aktien) bis zum Ende des Übernahmeangebots am 6. August angedient. Diese wurden zur Zahlung (für 6,50 Dollar je Aktie) angenommen, die am 7. August erfolgen sollte. Insgesamt soll der Deal Elliott 683 Millionen Dollar kosten, berichtet "Publishers Weekly".

Infolge des Übernahmeangebots und der Fusion wird Barnes & Noble zu einer privat gehaltenen, indirekten hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Elliott und die Stammaktien von Barnes & Noble werden nicht mehr an der New Yorker Börse gehandelt.

Elliott Advisors (UK) Limited ist eine Tochtergesellschaft der Elliott Management Corporation.

In Börsenblatt 33 / 2019 erscheint ein Porträt des nunmehr einflussreichsten Buchhändlers der Welt, James Daunt.

Schlagworte:

Mehr zum Thema

0 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Informationen zum Kommentieren

    Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

  • Mein Kommentar

    Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

    Ihr Profilbild können Sie über den externen Dienst Gravatar einbinden.

    (E-Mail wird nicht veröffentlicht)
    CAPTCHA image
    Wenn Sie die Buchstabenkombination nicht entziffern können, erhalten Sie durch Klick auf die Buchstaben eine neue Kombination.

    * Pflichtfeld