Wie Literatur die Zukunft gestaltet

Fiktion trifft Realität

Science-Fiction und Fantasy können mehr sein als reine Gedankenspielerei oder bloße Unterhaltung. Das beweisen unter anderem die folgenden Beispiele. MAREN BONACKER, GUIDO HEYN

"Rulantica" als Musical auf der Bühne

"Rulantica" als Musical auf der Bühne © Europa-Park

In der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar wurde ein außergewöhnliches Projekt gestartet. Im Rahmen der Sek­tion "Future Life" lesen die Mitarbeiter vor Ort und externe Sektionsmitglieder gegenwartsrelevante Ideen aus Science-Fiction-Romanen heraus und stellen diese dann Firmen vor, die sich mit Produkten und Projekten der nahen Zukunft befassen. Klaudia Seibel, Leiterin der Sektion, erklärt: "In der Science-Fiction dreht sich alles um Ideen – die ganze Welt und die Handlung baut sich darum auf. Isaac Asimov hat mal gesagt: 'Gute Science-Fiction sagt nicht das Auto voraus, sondern den Stau.' Und das sagt eigentlich schon alles: Es geht in der Sciene-Fiction darum, wie Menschen auf technische Neuerungen reagieren und welche gesellschaftlichen Veränderungen sie hervorbringen. Genau solche Fragen bewegen auch Entwicklungsabteilungen in Unternehmen – und da kommen wir ins Spiel." Ein Beispiel dafür sei etwa "Qualityland" von Marc-Uwe Kling. In dem satirischen Roman steckt vieles, was es heute schon gibt, ein kleines bisschen weitergedacht und in den zukünftigen Alltag eingebettet.

Im Mai hat die Phantastische Bibliothek einen großen Kooperationsvertrag mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mannheim abgeschlossen. "Durch die Kooperation erhoffen wir zum einen, junge Menschen, die sich noch in der Ausbildung befinden, für unsere Idee zu begeistern und ihnen anschaulich zu machen, dass dass ein breites kreatives Denken wie in der Science-Fiction ein innovatives Denken ist. Zum anderen können wir so auch konkreter in den Dialog mit der Forschung treten. Da entsteht hoffentlich ein fruchtbarer Dialog zwischen Forschung, Unternehmenspartnern der Dualen Hochschule und der Lehre", so Seibel. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es unter https://phantastik.eu/projekte/future-life.html.

Der Coppenrath Verlag ist mit dem Europa-Park in Rust eine besondere Kooperation eingegangen. Beide ließen sich faszinieren von Aquina Wellenbergs Geschichte "Rulantica" – über zwei Waisenkinder, die sich in einem Naturkundemuseum verstecken und von dort auf eine fantastische Reise zu einer sagenumwobenen Insel gehen. Der erste Band des Roman-Zweiteilers erscheint im Oktober bei Coppenrath. Und der Europa-Park öffnet am 28. November eine 32.600 Quadrat­meter große gleichnamige Wasserwelt mit 25 Attraktionen.

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