Bildergalerie: Longlist live

Großer Longlist-Abend zum Deutschen Buchpreis 

Der Große Longlist-Abend des Deutschen Buchpreises hat den Hamburger Literaturliebhabern die Autoren der Longlist des Deutschen Buchpreises vorgestellt. Offensichtlich hat jemand zur Vorbereitung die Leseproben-Broschüre studiert.

Der Große Longlist-Abend des Deutschen Buchpreises hat den Hamburger Literaturliebhabern die Autoren der Longlist des Deutschen Buchpreises vorgestellt. Offensichtlich hat jemand zur Vorbereitung die Leseproben-Broschüre studiert.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Das Publikum liebt den Literaturabend mit Autoren, der 2019 zum dritten Mal angeboten wurde – wieder war der Akademiesaal voll besetzt.

Das Publikum liebt den Literaturabend mit Autoren, der 2019 zum dritten Mal angeboten wurde – wieder war der Akademiesaal voll besetzt.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Die Moderatoren Annemarie Stoltenberg (NDR) und Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg) führten charmant durch den Abend und schafften es, in den avisierten 20 Gesprächsminuten pro Autor bzw. Autorin wichtige und unterhaltsame Aspekte herauszuholen.

Die Moderatoren Annemarie Stoltenberg (NDR) und Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg) führten charmant durch den Abend und schafften es, in den avisierten 20 Gesprächsminuten pro Autor bzw. Autorin wichtige und unterhaltsame Aspekte herauszuholen.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Das erste Gespräch: Was sind die titelgebenden „Gelenke des Lichts“? Autor Emanuel Maeß: Inspiration waren die „Duineser Elegien“ von Rilke, dort werden Engel als „Gelenke des Lichts“ bezeichnet - nicht als esoterische Wesenheiten; sondern zu finden in Versen, der Musik, Landschaften.

Das erste Gespräch: Was sind die titelgebenden „Gelenke des Lichts“? Autor Emanuel Maeß: Inspiration waren die „Duineser Elegien“ von Rilke, dort werden Engel als „Gelenke des Lichts“ bezeichnet - nicht als esoterische Wesenheiten; sondern zu finden in Versen, der Musik, Landschaften.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Frauenthema: Annemarie Stoltenberg sprach mit Andrea Grill (Foto) über die starke Frauenfiguren – die Protagonistin Iris in „Cherubino“ sein nun mal ein „Superwoman“.

Frauenthema: Annemarie Stoltenberg sprach mit Andrea Grill (Foto) über die starke Frauenfiguren – die Protagonistin Iris in „Cherubino“ sein nun mal ein „Superwoman“.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Eine Frage der Perspektive: Rainer Moritz will es wissen - Wie schön oder schwierig sei es, über Männer zu schreiben? Jackie Thomae berichtet, dass ihr nach ihrem Buch „Momente der Klarheit“ gespiegelt wurde, dass sie es sehr gut darin sei, aus der Sicht von Männern zu schreiben. Außerdem könne man sich „von sich selbst erholen, in dem man in den Männern herumwühlt“.

Eine Frage der Perspektive: Rainer Moritz will es wissen - Wie schön oder schwierig sei es, über Männer zu schreiben? Jackie Thomae berichtet, dass ihr nach ihrem Buch „Momente der Klarheit“ gespiegelt wurde, dass sie es sehr gut darin sei, aus der Sicht von Männern zu schreiben. Außerdem könne man sich „von sich selbst erholen, in dem man in den Männern herumwühlt“.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Ein eindrückliches Detail: Bei der Recherche für „Hier sind Löwen“ war Katerina Poladjan mit armenischen Handschriften in Berührung gekommen; die sind kleiner als zum Beispiel westliche Handschriften - damit man sie sich unter den Arm klemmen konnte, falls man fliehen musste.

Ein eindrückliches Detail: Bei der Recherche für „Hier sind Löwen“ war Katerina Poladjan mit armenischen Handschriften in Berührung gekommen; die sind kleiner als zum Beispiel westliche Handschriften - damit man sie sich unter den Arm klemmen konnte, falls man fliehen musste.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

„Der unentdeckteste Schriftsteller der Schweiz“ (so Moritz), hat sich „damit abgefunden, erst  posthum entdeckt zu werden" (so Zürcher). In Zürchers Roman „Mobbing Dick“ gehe es um Grundthematik des Bösen, aber: Es gebe keine bösen Menschen, sondern nur Menschen, die Böses tun, so Zürcher. Moritz meint „nach der Lektüre verliert man auch noch den letzten Glauben an den Glamour der Schweizer Banken ...“

„Der unentdeckteste Schriftsteller der Schweiz“ (so Moritz), hat sich „damit abgefunden, erst posthum entdeckt zu werden" (so Zürcher). In Zürchers Roman „Mobbing Dick“ gehe es um Grundthematik des Bösen, aber: Es gebe keine bösen Menschen, sondern nur Menschen, die Böses tun, so Zürcher. Moritz meint „nach der Lektüre verliert man auch noch den letzten Glauben an den Glamour der Schweizer Banken ...“

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Über Blätter auf Blättern: Randl erzählte davon, dass es mittlerweile wohl auch Menschen gäbe, die nach Gerswalde kommen, um Passagen, Orte etc. aus ihrem Buch „Der Große Garten“ zu prüfen.

Über Blätter auf Blättern: Randl erzählte davon, dass es mittlerweile wohl auch Menschen gäbe, die nach Gerswalde kommen, um Passagen, Orte etc. aus ihrem Buch „Der Große Garten“ zu prüfen.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

In der Pause wurde der Büchertisch geplündert – schließlich war die Gelegenheit zum Signieren günstig. Außerdem beherzigten die Leser Moritz Rat: „Je mehr Bücher sie kaufen und eventuell signieren lassen, desto größer die Chance, den Preisträger mit nach Hause zu nehmen.“

In der Pause wurde der Büchertisch geplündert – schließlich war die Gelegenheit zum Signieren günstig. Außerdem beherzigten die Leser Moritz Rat: „Je mehr Bücher sie kaufen und eventuell signieren lassen, desto größer die Chance, den Preisträger mit nach Hause zu nehmen.“

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Platz ist auf dem kleinsten Tischchen: Jan Peter Bremer signierte „Der junge Doktorand“ nicht nur nebenbei.

Platz ist auf dem kleinsten Tischchen: Jan Peter Bremer signierte „Der junge Doktorand“ nicht nur nebenbei.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Norbert Zähringer (links) im Pausengespräch mit einem Gast.

Norbert Zähringer (links) im Pausengespräch mit einem Gast.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

„Kintsugi“ wird in Japan eine spezielle Methode zur Reparatur von Porzellan genannt, wobei Gold zur Hilfe genommen wird, das erschien Autorin Miku Sophie Kühmel sehr passend für den Namen ihres Romans. Die Autorin hatte zur Ansicht eine kleine Keramikschüssel dabei, an der sie die Methode erläuterte und bot an, dass man das Schälchen nach der Lesung auch gerne mal zur Anschauung in die Hand nehmen dürfe.

„Kintsugi“ wird in Japan eine spezielle Methode zur Reparatur von Porzellan genannt, wobei Gold zur Hilfe genommen wird, das erschien Autorin Miku Sophie Kühmel sehr passend für den Namen ihres Romans. Die Autorin hatte zur Ansicht eine kleine Keramikschüssel dabei, an der sie die Methode erläuterte und bot an, dass man das Schälchen nach der Lesung auch gerne mal zur Anschauung in die Hand nehmen dürfe.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Jede Menge Lesestoff ...

Jede Menge Lesestoff ...

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Das Programm des Literaturabends dauerte von 18.3o Uhr bis kurz vor Mitternacht an. Nicht alle Autoren (und Fotografen) konnten die ganze Zeit dabei sein. 
Weitere Lesungen mit den Autoren werden folgen - alle Termine finden Sie auf der <a href="https://www.deutscher-buchpreis.de/lesungen/">Website</a> des Deutschen Buchpreises.

Das Programm des Literaturabends dauerte von 18.3o Uhr bis kurz vor Mitternacht an. Nicht alle Autoren (und Fotografen) konnten die ganze Zeit dabei sein. Weitere Lesungen mit den Autoren werden folgen - alle Termine finden Sie auf der Website des Deutschen Buchpreises.

© Kathrine Uldbæk Nielsen

Weitere Lesungstermine folgen bei der Frankfurter Buchmesse. Dort erfährt man mehr aus der Schreibstube der Autoren - wie schnell Karen Köhler "Miroloi" geschrieben hat zum Beispiel, oder wie es um die 111 Flaschen Riesling steht, die Sascha Stanišić beim Rheingauer Literaturpreis gewonnen hat, wie Nora Bossong sich für "Schutzzone" mit der UN beschäftigt hat ...

Weitere Lesungstermine folgen bei der Frankfurter Buchmesse. Dort erfährt man mehr aus der Schreibstube der Autoren - wie schnell Karen Köhler "Miroloi" geschrieben hat zum Beispiel, oder wie es um die 111 Flaschen Riesling steht, die Sascha Stanišić beim Rheingauer Literaturpreis gewonnen hat, wie Nora Bossong sich für "Schutzzone" mit der UN beschäftigt hat ...

© Kathrine Uldbæk Nielsen

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