Politiker und zwei Friedenspreisträger über den Zustand Europas

Von "Träumen und Schäumen": Ein Podium in Brüssel

Was macht die DNA der Europäischen Union aus? Für Aleida Assmann sind es: das Friedensprojekt, Demokratie, Erinnerungskultur und Menschenrechte. Das machte die Kulturwissenschaftlerin am 1. Oktober in Brüssel deutlich - bei einer Veranstaltung des "NZZ Podium Europa" und des Börsenvereins.

Aleida Assmann bei der Veranstaltung "Der Europäische Traum" in Brüssel

Aleida Assmann bei der Veranstaltung "Der Europäische Traum" in Brüssel © Melanie Wenger

Doch auch das betonte die Friedenspreisträgerin bei ihrem Auftritt in Brüssel: Unter veränderten Rahmenbedingungen müsse dieser europäische Traum immer wieder neu durch- und umgesetzt werden

"Der europäische Traum" war das Leitmotiv der Podiumsrunde, ein Abend über "Träume und Schäume" angekündigt. 350 Gäste kamen in die Hessische Landesvertretung, um die Diskussion über hehre Ziele und die Niederungen des politischen Alltags zu verfolgen. Es gebe sehr viele Egoismen in Europa, merkte dabei beispielsweise Katarina Barley als Vizepräsidentin des EU-Parlaments an. Ihr Appell: Mehr Solidarität in der EU.

350 Gäste hörten gut zu

350 Gäste hörten gut zu © Melanie Wenger

Was muss Europa sonst noch tun, damit es ein "Leitstern der Weltgemeinschaft" bleibt? Dazu hat die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) auch begleitende Video-Statements der Podiumsgäste einholt. "Bleiben, sagen Sie", antwortet Jan Assmann darin nachdenklich, zusammen mit seiner Frau Aleida 2018 mit dem Friedenspreis ausgezeichnet: "Nach meinem Eindruck ist Europa schon lange kein Leitstern mehr". Sein Gegenrezept heißt: Bildung und Erinnerung.

Die Runde auf dem Podium

Die Runde auf dem Podium © Melanie Wenger

Handlungsempfehlungen gab auch Lars-Erik Cederman, Professor für internationale Konfliktforschung in Zürich: "Bescheiden und ambitioniert zugleich muss Europa sein, außerdem: krisenfest."

Im Anschluss wurde weiter diskutiert

Im Anschluss wurde weiter diskutiert © Melanie Wenger

Aleida Assmann

Aleida Assmann © Melanie Wenger

Aleida Assmann, Friedenspreisträgerin 2018

"Der europäische Traum muss immer wieder durch- und umgesetzt werden."

Wer den ganzen Text lesen möchte: Zu ihrem Einleitungsreferat geht es hier.

Jan Assmann

Jan Assmann © Melanie Wenger

Jan Assmann, Friedenspreisträger 2018

"Nur eine Gesellschaft, die sich erinnert, kann sich erneuern."

Zu seinem Video-Statement geht es hier.

Manfred Weber

Manfred Weber © Melanie Wenger

Manfred Weber, EVP-Fraktionschef im EU-Parlament:

"Was Europa ausmacht, ist die Art, wie wir Gesellschaft leben: in Freiheit"

Zu seinem Video-Statement geht es hier.

Robert Habeck

Robert Habeck © Melanie Wenger

Robert Habeck, Bundesvorsitzender Bündnis 90 / Die Grünen:

"Wir müssen ein neues Wohlstandsmodell entwickeln"

Zu seinem Video-Statement geht es hier. 

Katarina Barley

Katarina Barley © Melanie Wenger

Katarina Barley, Vizepräsidentin  EU-Parlament: 

 "Es gibt sehr viele Egoismen in Europa."

Zu ihrem Video-Statement geht es hier. 

Lars-Erik Cederman

Lars-Erik Cederman © Melanie Wenger

Lars-Erik Cederman, Professor für internationale Konfliktforschung an der ETH Zürich:

"Bescheiden und ambitioniert zugleich muss Europa sein, außerdem: krisenfest."

Zu seinem Video-Statement geht es hier.

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