Die Sonntagsfrage

"Wie funktioniert die Online-Buchmesse, Frau Schmidt?"

Virtuelle Stände in virtuellen Messehallen; Diskussionen und Lesungen im digitalen Netz - kurz nach der Buchmesse findet im Internet die zweite Online-Buchmesse (OBM) statt. Wie die "digitale Alternative zu Frankfurt" funktioniert, erklärt OBM-Gründerin Helen Schmidt.

Als digitale Alternative startet vom 6. bis 10. November die Online-Buchmesse, kurz OBM. Das Konzept erklärt sich simpel: Eine Buchmesse in der virtuellen Welt. Rund 70 Autoren stellen sich und ihre Bücher vor. Dienstleister, Blogger und Verlage präsentieren sich ebenfalls an ihren „virtuellen Ständen“, zu den über 120 Ausstellern und Partnern zählen der Piper Verlag und der Selfpublisher-Verband. Für die Besucher ist die Teilnahme kostenlos.

Im vergangenen Jahr wurde das innovative Pilotprojekt erstmalig gestartet. Gegenüber der klassischen Buchmesse steht keine Konkurrenz im Visier, sondern ein zeitgemäßer Brückenschlag zwischen digitalen und gedruckten Neuheiten. Daher gibt es in diesem Jahr ein gedrucktes OBM-Programmheft mit Augmented-Reality-Elementen, über die der Besucher direkt in die Onlinemesse eintauchen kann. Limitierte Goodie-Bags sind auch erhältlich, um das Messe-Feeling zu steigern. Die Online-Buchmesse baut sich in den sozialen Medien auf und ist so plattformübergreifend für verschiedene Zielgruppen und User nutzbar. Dank ihres virtuellen Raums bestehen für den Besucher keine Wartezeiten oder das bekannte Gedränge in den Messehallen – die Devise lautet rund um die Uhr, flexibel sowie ortsunabhängig. Als Eintrittskarte fungiert der leitende Hashtag #OBM2019. Der Hashtag dient als Erkennungszeichen, mit dem sich Verlage, Autoren und Dienstleister an „virtuellen Ständen“ in den jeweiligen Messehallen präsentieren und erkennen können. 

Helen Schmidt

Helen Schmidt © privat

Die Idee einer Online-Buchmesse entstand bereits vor einigen Jahren, umgesetzt wurde sie dann im letzten Jahr. Der Bedarf in der literarischen Welt zeigte sich schnell: Innerhalb von einer Woche trafen rund 200 Anmeldungen ein, rund 170 Aussteller und 750 Besucher wurden 2018 gezählt. Angetrieben von der Begeisterung der Teilnehmer wurde das nachträgliche Feedback erörtert und die Online-Buchmesse in diesem Jahr durch neue Funktionen wie einen Chatbot ergänzt, der als Messe-Guide über den Messenger-Dienst WhatsApp genutzt werden kann. Auf der Homepage der Online-Buchmesse steht zum Messebeginn ein Messeschaufenster bereit, das nähere Informationen zu den Autoren und Ausstellern auf einen Blick liefert. Für die Zukunft hat die Online-Buchmesse ebenso futuristische Ziele: Der Besucher soll die Messehallen dann mit einer VR-Brille betreten können.

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