Lesetipp: Alexander Skipis in der "Frankfurter Rundschau"

"Es geht nicht nur um uns und unseren Wohlstand"

"Wir machen Geschäfte mit Diktatoren und wägen dabei Menschenrechte gegen wirtschaftliche Interessen ab", schreibt Börsenvereinshauptgeschäftsführer Alexander Skipis in der "Frankfurter Rundschau" vom 14. Oktober. Eine Debatte über die deutsche Außen- und Handelspolitik sei längst überfällig.

Alexander Skipis

Alexander Skipis © Claus Setzer

Trotz massiver Verletzungen von Menschen- und Freiheitsrechten habe Deutschland im Jahr 2018 Waffen im Wert von 416 423 547 Euro an Saudi-Arabien geliefert, eine Steigerung von 63,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, rechnet Alexander Skipis vor. Wirtschaftliche und geostrategische Erwägungen hätten in der Politik regelmäßig Priorität, so Skipis in seinem Beitrag. "Gerade für Buchhändlerinnen und Buchhändler, Verlegerinnen und Verleger, Autorinnen und Autoren, Journalistinnen und Journalisten genauso wie für alle Kunst- und Kulturschaffenden etwa in Schauspiel, Musik oder bildender Kunst ist das Recht auf freie Meinungsäußerung von ganz besonderer persönlicher Bedeutung", so Skipis.

Petition #FreeWordsTurkey, Mahnwache vor dem Gefängnis in Istanbul - der Verbandsgeschäftsführer erinnert an die vielen Maßnahmen, die der Börsenverein in den vergangenen drei Jahren ergriffen hat, um auf den Wert der Meinungsfreiheit und die Situation verfolgter und inhaftierter Kunst- und Kulturschaffender aufmerksam zu machen. In diesem Jahr wird der Börsenverein zusammen mit Partnern u.a. am Freitag eine Mahnwache für den inhaftierten Autor, Verleger und Buchhändler Gui Minhai auf der Agora des Messegeländes abhalten. Bei der Mahnwache wird das Symbol der Hongkonger Freiheitsbewegung aufgegriffen und es werden mehrere Hundert Regenschirme aufgespannt. "Die Buchmesse kann nur ein Anfang sein. Wir dürfen die fortschreitende Resignation weiter Teile unserer Gesellschaft in puncto Menschenrechte nicht akzeptieren", heißt es in dem Text weiter, den die "Frankfurter Rundschau" mit "Wo bleibt der Aufschrei?" überschrieben hat. 

Den kompletten Beitrag lesen Sie in der "Frankfurter Rundschau" vom 14. Oktober auf Seite 2.


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