Lesetipp: Interview mit Angela Lehner und Raphaela Edelbauer

Literaturpreise verpflichten

Angela Lehner stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis, Raphaela Edelbauer hat es bis auf dessen Shortlist geschafft. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagen beide Autorinnen, dass sie froh sind, den Preis nicht bekommen zu haben.

Raphaela Edelbauer und Angela Lehner (von links)

Raphaela Edelbauer und Angela Lehner (von links) © Victoria Herbig, Paula Winkler (von links)

Angela Lehner hat mit ihrem Debüt "Vater unser" (Hanser) gerade den Österreichischen Buchpreis gewonnen, außerdem wurde ihr Buch mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis um dem Alpha Preis ausgezeichnet. Raphaela Edelbauers erster Roman "Das flüssige Land" (Klett-Cotta) hat für einen Auszug ihres Romans 2018 den Publikumspreis beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt erhalten und stand damit auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis. Beide waren auch für den Deutschen Buchpreis nominiert, der dann im Oktober an Saša Stanišić vergeben wurde.


Bloß nicht langweilen

Es sei ihr 34. Interview zu ihrem Roman, der am 24. August erschienen ist, erzählte Edelbauer im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", sie komme sich schon vor wie ein Papagei. Ebenso wie Angela Lehner will Edelbauer nicht langweilen: Sie habe schon einmal eine Performance gemacht, bei der sie Gewichte gehoben habe und einen auswendig gelernten Text aufgesagt habe, weil die Leser das Buch oft schon kennen würden und "jetzt einfach noch den Körper das Autors sehen wollen", so die Autorin.


Literaturpreise = Verpflichtungen

"Ich war tatsächlich erleichtert, dass ich den Deutschen Buchpreis nicht bekommen habe", sagte Edelbauer der "SZ" - und begründet dies mit der Verpflichtung, als Preisträgerin noch mehr Lesungen absolvieren zu müssen. Auch Lehner äußerte sich entsprechend: "Ich war beim Deutschen Buchpreis auch froh, dass ich nicht weitergekommen bin. Da hätte ich noch mehr Termine gehabt." 

Das lesenswerte Interview finden Sie hier (kostenpflichtig).

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