Jean-Paul-Preis des Freistaates Bayern

Ursula Krechel für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Der mit 15.000 Euro dotierte Jean-Paul-Preis des Freistaates Bayerns wird in diesem Jahr an Ursula Krechel für ihr Lebenswerk vergeben. Dies hat der bayrische Kunstminister Bernd Sibler in München bekannt gegeben.

Ursula Krechel in ihrer Lieblingsbuchhandlung Kohlhaas und Company im Literaturhaus in der Fasanenstrasse, Berlin

Ursula Krechel in ihrer Lieblingsbuchhandlung Kohlhaas und Company im Literaturhaus in der Fasanenstrasse, Berlin © Tobias Bohm

"Ursula Krechel schildert die Anfangsjahre der Bundesrepublik mit großer Empathie für die Verleumdeten, die Geflohenen und die Entrechteten. Ihre Literatur leistet unverzichtbare Erinnerungsarbeit. Sie gibt denen – in der Kunst – eine Stimme, die anderweitig kein Gehör fanden und finden. In einer Zeit, in der die besondere Erinnerungskultur in diesem Land wiederholt öffentlich in Frage gestellt wird, sind Ursula Krechels Romane von großer Relevanz", so die Jury in ihrer Bewertung.

Ursula Krechel ist studierte Germanstin, Theaterwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin und veröffentlicht seit Ende der 1970er Jahre. Sie ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Krechel ist vielfach ausgezeichnet; unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis 2012 für "Landgericht" (Jung und Jung) und dem Düsseldorfer Literaturpreis 2009.

Zum Preis

Der mit 15.000 Euro dotierte Jean-Paul-Preis des Freitstaates Bayern wird seit 1983 alle zwei Jahre vom bayrischen Ministerium für Kunst und Wissenschaft vergeben. Er würdigt das literarische Gesamtwerk eines deutschsprachigen Schriftstellers. Zu seinen Preisträgern gehören Friedrich Dürrenmatt, Siegfried Lenz und Brigitte Kronauer.

Ursula Krechel ist die 19. Preisträgerin. „Mit ihrem Lebenswerk hat sie die deutschsprachige Literatur bereichert, geprägt und verändert“, so Kunstminister Bernd Sibler, der den Preis am 16. Dezember 2019 in München verleihen wird.

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