"Extinction Rebellion"-Mitgründer relativiert Holocaust

Ullstein zieht Hallams "Common Sense" zurück

Der Mitbegründer der Umweltbewegung "Extinction Rebellion", Roger Hallam, hat in aktuellen Äußerungen den Holocaust relativiert. Als Konsequenz stoppt Ullstein die Veröffentlichung der deutschen Ausgabe von Hallams "Common Sense".

Die Berliner teilen mit: "Der Ullstein Verlag distanziert sich in aller Form von aktuellen Äußerungen Roger Hallams. Aus diesem Grund wird sein Buch 'Common Sense', ursprünglich angekündigt für den 26.11.2019, nicht erscheinen. Die Auslieferung des Buches wurde mit sofortiger Wirkung gestoppt."

Roger Hallam hat gegenüber der "Zeit" den Holocaust als "fast normales Ereignis" in der Menschheitsgeschichte bezeichnet. "Tatsache ist, dass in unserer Geschichte Millionen von Menschen unter schlimmen Umständen regelmäßig umgebracht worden sind", sagte der Brite. Für ihn sei der Holocaust "nur ein weiterer Scheiß in der Menschheitsgeschichte". Der komplette Artikel über Hallam erscheint in der Ausgabe 48 (21. November) der "Zeit", online ist er (mit Zahlschranke) bereits hier zu lesen.

Als Reaktion auf die Äußerungen hat Ullstein Hallams Titel "Common Sense. Die gewaltfreie Rebellion gegen die Klimakatastrophe und für das Überleben der Menschheit" zurückgezogen. Dieser sollte am 26. November in den Handel kommen.

Die deutsche Sektion von" Extinction Rebellion" distanzierte sich "entschieden von Roger Hallams verharmlosenden und relativierenden Äußerungen zum Holocaust". Seine Aussage sei in Diktion wie Inhalt für XR Deutschland nicht tragbar, "er ist kein Sprecher für XR Deutschland und hat sich in keiner Weise mit uns abgesprochen", so die deutsche Sektion.

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