Entscheidung des Hamburger Senats

Kirsten Boie soll Ehrenbürgerin werden

Der Hamburger Senat hat beschlossen, Kirsten Boie in Anerkennung ihrer schriftstellerischen Tätigkeit und ihres Lebenswerks die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. Boie wäre die 36. Ehrenbürgerin der Hansestadt. Der Senatsentscheidung muss die Bürgerschaft noch zustimmen.

Kirsten Boie

Kirsten Boie © Indra Ohlemutz

Erster Bürgermeister Peter Tschentscher bezeichnete Boie als "außergewöhnliche Schriftstellerin", die seit mehr als 30 Jahren die Kindheit junger Leserinnen und Leser geprägt habe – "mit Geschichten, die begeistern, bewegen und zum Nachdenken anregen. Ihre Bücher geben Kindern Orientierung beim Erwachsenwerden und den Mut, auch in schwierigen Situationen an sich selbst zu glauben."  Tschentscher wies auf Boies Engagement für die Leseförderung in Hamburg und in Deutschland hin, was sie mit dem Ziel des Hamburger Senats verbinde, Kindern durch frühe Sprachförderung, Lesen und Lernen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Kirsten Boie freut sich über den Vorschlag des Senats, "vor allem auch, weil er in meinen Augen eine Wertschätzung der Kinderliteratur und Anerkennung der Bedeutung der Leseförderung ausdrückt". Aus Respekt vor der noch ausstehenden Entscheidung der Bürgerschaft wollte sie sich aber noch nicht weiter äußern. Kirsten Boie hat viele Kinderbuchfiguren für alle Altersgruppen erschaffen, darunter "Der kleine Ritter Trenk", "Seeräubermoses" oder "Die Kinder aus dem Möwenweg". Darüber hinaus engagiert sich die promovierte Literaturwissenschaftlerin mit großem Einsatz auf dem Gebiet der Leseförderung. Im August 2018 hat sie mit 26 Hamburger Persönlichkeiten die "Hamburger Erklärung – Jedes Kind muss lesen lernen" initiiert und eine bundesweite Diskussion zum Thema Leseförderung angestoßen.

Hamburger Ehrenbürgerschaft

Die ursprünglich ausschließlich an Nichthamburger verliehene Ehrenbürgerschaft ist die höchste Ehrenbezeugung, die die Hansestadt zu vergeben hat. Seit 1948 kann das Ehrenbürgerrecht auch Hamburgern gewährt werden, wenn deren Verdienste über den Rahmen Hamburgs hinausgehen. Bislang sind 35 Personen Hamburger Ehrenbürger, darunter Helmut Schmidt, Siegfried Lenz oder Marion Gräfin Dönhoff.

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