Die 71. Filiale der Tübinger

Osiander eröffnet in Eppingen

Am 30. November macht der Tübinger Filialist Osiander seine angekündigte, neue Buchhandlung in Eppingen auf. Der Laden in der Brettener Straße 4−6 ist 150 Quadratmeter groß − und liegt direkt gegenüber der Buchhandlung Holl & Knoll.

"Wir freuen uns riesig auf Eppingen, vor allem, weil Eppingen eine wunderschöne Altstadt hat, mitten im Osiander Gebiet liegt, und weil wir mit den Standorten in Heilbronn und Bretten in der Region unseren Auftritt festigen und die Marke Osiander bekannter machen können", sagt Christian Riethmüller, Inhaber und Geschäftsführer von Osiander, in der Mitteilung aus seinem Haus. Man habe schon lange nach einer Ladenfläche in Eppingen gesucht, weil der Bedarf für eine weitere Buchhandlung in der Innenstadt gegeben sei. Die Fläche hat Osiander in den letzten Wochen neu gestaltet.

Die Filiale im rund 20.000 Einwohner zählenden Eppingen (die Kernstadt hat rund 11.000 Einwohner) ist die 71. Buchhandlung von Osiander. Filialleiterin in Eppingen ist Michelle Raschke.

Die Adresse von Osiander:

Osiander Eppingen
Brettener Str. 4−6
75031 Eppingen

In Sichtweite: Buchhandlung Holl & Knoll

Direkt gegenüber, in der Brettener Straße 3, liegt die Buchhandlung Holl & Knoll. Inhaber Karl Knoll will weitermachen "wie bisher", sagt er gegenüber Börsenblatt Online. Er selbst habe ein Übernahmeangebot von Osiander abgelehnt. Knoll zählt auf seine Stammkunden und darauf, dass er etwa durch sein ehrenamtliches Engagement gut vernetzt ist. Der 68-Jährige ist seit 34 Jahren mit seinem allgemeinen Sortiment vor Ort, es hat eine Fläche von 100 Quadratmetern. Er blickt zuversichtlich in die Zukunft (verweist mit einem Augenzwinkern auf "Asterix"), hat seinen Mietvertrag gerade nochmals um sieben Jahre verlängert. "Warum soll ich aufhören, wenn mir die Arbeit als Buchhändler gefällt", so Knoll. Osiander sei der fünfte Marktteilnehmer in der Gemeinde, für Knoll macht das wirtschaftlich keinen Sinn.

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1 Kommentar/e

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  • Richard Lambrecht

    Richard Lambrecht

    Osiander hat laut Bundesanzeiger zuletzt 1.157.000,- Euro Gewinn erzielt.
    Pro Filiale macht das gerade einmal 16.500,- Euro aus. In Anbetracht der Größe der Filialen ein ausgesprochen schwaches Ergebnis. Das Vorgehen in Eppingen erinnert an Amazon. Man geht mit Masse in einen Markt hinein, verdient zwar nichts, aber reisst die Umsätze an sich. Hinterher ist der Markt kaputt. Sollte Osiander eines Tages vom Markt verschwinden, sind zahlreiche Orte ohne Buchhandlung. Ich wünsche Herrn Knoll viel Erfolg. Nein, in Eppingen wird Osiander nicht einmal die 16.500,- verdienen. Aber scheinbar geht es ja auch nur um Verdrängung. Mir ist Amazon so lieb wie Osiander. Beide braucht es irgendwie nicht.

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