Die Kunst der gelungenen Präsentation

Eine unterschätzte Disziplin

Präsentationen gehören zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen, nach innen wie außen. Eine Karlsruher Agentur coacht Unternehmer auf dem Weg zum überzeugenden Auftritt und zeigt, wie "Corporate Presenting" wirklich funktioniert. MARCUS SCHUSTER

Jeder kennt sie, jeder hat schon unter ihnen gelitten, ob als Zuhörer oder Verantwortlicher. Die Rede ist von Präsentationen. Sie verfolgen einen von der Schule und der Uni, wo sie noch Referate heißen, bis hinein in die Konferenzräume der Firmen.

Doch die Flipchart-Hölle bei abgestandener Luft und wenig bleibenden Erkenntnissen ist nicht das, was ein Unternehmen wie Explain unter einer Präsentation versteht. Die Karlsruher Agentur möchte "traditionelle Rhetorik, innovatives Design und die individuelle Persönlichkeit des Sprechers zu bedeutungsvollen, bereichernden und beeindruckenden Präsenta­tionen verschmelzen".

Im Magazin "F5" (mit der Taste startet man bei Power Point die Bildschirmpräsentation) nähert sich Explain zum zweiten Mal dem Thema auf umfassende und vertiefende Weise. Auf 146 Seiten geht es um Präsentationsanlässe und die daraus resultierenden Anforderungen, um Trends wie Graphic Recording – und um Erlebnisse. Diese müssten vor allem beim "Corporate Presenting" mitgeliefert werden, damit Inhalte verfangen und zum Beispiel Mitarbeiter motiviert werden. "Wenn das Erlebnis einem roten inhaltlichen Faden folgt und die Botschaft nicht in einem Labyrinth inszenierter Eitelkeiten untergeht, kann eine Präsentation für das Publikum zum Erlebnis werden", schreibt Explain-CEO Jonas Keller, der einst als Azubi im Unternehmen begann. "Die Audience Journey beginnt bereits bei der Ankunft in der Location, geht über den Höhepunkt der Keynote und endet bei einer guten After-Show-Party", formuliert er die nicht gerade geringen Erwartungen an das, was man früher schnöde eine Bilanzpressekonferenz oder eine Vorstandsrede genannt hätte.

Weltweit wird etwa 30 Millionen Mal am Tag irgendetwas präsentiert, und das nicht immer überzeugend. Dabei sind Präsentationen ein Erfolgsfaktor für Unternehmen, zumindest aus Sicht von Explain. Im B2B seien sie sogar das "Kommunikationsinstrument Nr. 1". Deshalb kann man nicht früh genug damit anfangen. Florian Bernard, Marketing & Sales Director von Explain, erzählt im Heft von seiner eigenen Verwandlung "vom Angsthasen zur Rampensau". Heute geht er in Schulen, um dem Nachwuchs die Kompetenz des Präsentierens zu vermitteln und damit, wie er sagt, neue Türen zu öffnen. Denn: "Die ­beste Idee ist nichts wert, wenn sie nicht richtig präsentiert werden kann."

Das gilt übrigens auch für eine Präsentationsagentur selbst. Jonas Keller erklärt, wie bei Explain präsentiert wird. Aus einer Notlage heraus ist ein fester Rhythmus entstanden: Einmal pro Woche gibt es eine Stunde "Good morning, Explain!". Dann werden Erfolge und Herausforderungen gemeinsam betrachtet. Auf diese Weise entstehe, schreibt Keller, "ein gemeinsames Verständnis für die Entscheidungen der Firma". Man dürfe es nicht unterschätzen: Letztlich könne jedes Team­meeting größtmöglichen Einfluss auf die Unternehmenskultur haben.

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