Interview mit Roland Große Holtforth, Sprecherkreis IG Digital

"Netzwerk für pragmatische Veränderung"

Im Münchner WERK1, der Location für Start-ups und digitale Events, fand am vergangenen Freitag (7.2.) wieder der Peergroup Day der IG Digital statt. Viele Teilnehmer waren zum ersten Mal dabei. Literaturtest-Geschäftsführer Roland Große Holtforth, der in München in den Sprecherkreis gewählt wurde, über Stimmung, Themen und Projekte. INTERVIEW: MICHAEL ROESLER-GRAICHEN

Roland Große Holtforth

Roland Große Holtforth © Sabine Felber / Literaturtest

Wie war die Stimmung im WERK1 – und wie war die Beteiligung am diesjährigen Peergroup Day?
Offen, zugewandt – und jederzeit neugierig darauf, was die anderen so zu berichten haben: So habe ich die Teilnehmer*innen auch in diesem Jahr erlebt. Und erfreulicherweise sind nicht nur mehr gekommen als im letzten Jahr, sondern es waren auch relativ viele zum ersten Mal dabei. "Netzwerken bei der Arbeit an konkreten Themen" – dieses Konzept scheint weiterhin attraktiv zu sein.
 
Welche Schwerpunkte wollen Sie als neugewählter Sprecher setzen – gemeinsam mit Hermann Eckel und Carmen Udina?
Ich habe das große Glück, in ein sehr gut harmonierendes Team einzusteigen – woran natürlich auch mein Vorgänger Michael Döschner-Apostolidis großen Anteil hat! Eine unserer Aufgaben ist es, die Arbeitsergebnisse unserer Peergroups noch besser sichtbar zu machen. Da gibt es einiges zu entdecken, etwa eine Übersicht über digitale Touchpoints im Marketing oder Checklisten zu aktuellen Herstellungsthemen wie Barrierefreiheit. Seit letztem Jahr haben wir mit "Buch und Kekse" sogar einen eigenen "Podcast für digitale Buchmenschen". Diese Beispiele zeigen: Wir sind kein Club für Technologie-Nerds, sondern eher eine Art "Netzwerk für pragmatische Veränderung".
 
Gab es ein Überraschungsthema?
Wir haben mit Hilfe des Börsenvereins im Vorfeld die für die IG Digital aktuell wichtigsten Themen erfragt, um sie während des Peergroup Day bearbeiten zu können. Dass dabei etwa "Audio", "Metadaten", "Prozessoptimierung" und "Agiles Arbeiten" häufig genannt wurden, überraschte nicht unbedingt. Bemerkenswert war allerdings die Dringlichkeit, mit der bei vielen Themen während des Peergroup Day immer wieder "Spannungen" zwischen den veränderten Anforderungen des Marktes und bestehenden Strukturen in Unternehmen beschrieben wurden.

Wie funktionierte das neue Diskussionskonzept "World Café"?
Hervorragend! Es ist so aufgegangen, wie wir das gehofft hatten: Sechs Themen wurden in drei aufeinander folgenden Runden von unterschiedlichen Gruppen bearbeitet. Im Ergebnis war es so, dass die Arbeit der Gruppen aufeinander aufbaute, es also inhaltlich bei jedem Thema von Runde zu Runde voranging, ohne dass es dabei eine Abstimmung zwischen den Gruppen gegeben hätte – wirklich effektiv!
 
Wird mit Karin Schmidt-Friderichs als Vorsteherin die Zusammenarbeit mit dem Börsenverein intensiver?
Da ich neu im Sprecherkreis bin, kann und möchte ich nicht vergleichen. Aber gerade nach den Gesprächen mit Frau Schmidt-Friderichs während des Peergroup Day bin ich mir sicher: Die Zusammenarbeit mit ihr wird eine sehr gute.
 
Welches Projekt der IG Digital hat in diesem Jahr Priorität?
Die inhaltliche Ausgestaltung unserer Jahrestagung im Juni in Berlin ist aktuell das wichtigste Projekt. Dabei knüpfen wir thematisch an das an, was letzte Woche während des Peergroup Day erarbeitet wurde – und das ist jetzt schon fast mehr, als wir zeitlich unterbringen können! Außerdem werden wir alles daran setzen, dass die Zusammenarbeit mit dem Nachwuchsparlament mindestens so gut wird wie im letzten Jahr. Denn auch das war eine der Erkenntnisse des Peergroup Day: In Bezug auf Jüngere bieten sich uns, den Unternehmen dieser Branche, ganz wunderbare Chancen, noch besser zu kommunizieren, als wir dies bisher häufig getan haben.

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