Coronavirus und die Buchbranche

Das Dossier

Das Coronavirus hält die Welt und die Buchbranche im Atem. Im Dossier, das wir fortlaufend aktualisieren, finden Sie unsere Meldungen, Interviews und Kommentare zum Thema im Überblick.

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Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den wichtigsten Meldungen zur Corona-Krise:

Die neuen Verordnungen von Bund und Ländern

Wer darf wann wieder öffnen?

Wer darf wann wieder öffnen? © AllaSerebrina / depositphotos

Die Länderregelungen im ÜberblickAb wann Buchhandlungen nach dem Lockdown wieder öffnen dürfen. Die Exit-Strategien der 16 Bundesländer, fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

Ausland: Buchhandlungen in der Schweiz können ab 11. Mai wieder öffnen

Lockdown: Wenn Buchhandlungen geöffnet haben müssen: Buchhandlungen, die hauptsächlich Zeitungen verkaufen, dürfen offen bleiben und Buchhandlungen, die einen angeschlossenen Paketshop haben, haben mitunter gar keine Wahl, sondern müssen geöffnet bleiben - selbst wenn sie schließen wollen. Der Börsenverein informiert über die verzwickte Rechtslage.

Was dürfen Buchhandlungen noch - und was nicht? Welche Service-Leistungen sind trotz des "Shutdowns" erlaubt - und welche nicht? Eine kompakte Empfehlungsliste des Börsenvereins.

Zur Eindämmung des Coronavirus hat Ministerpräsident Markus Söder massive Ausgangsbeschränkungen für den gesamten Freistaat Bayern angekündigt. Demnach ist das Verlassen der eigenen Wohnung in Bayern ab Samstag (21.3.) nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Auch in Hessen sind ab Samstag Ausgangsbeschränkungen in Kraft, Restaurants geschlossen und Versammlungen von mehr als 5 Personen verboten. Bayern im Ausnahmezustand

Bayern hat wegen der Corona-Pandemie am 16. März den Katastrophenfall ausgerufen, um das Krisenmanagement zu bündeln. Damit wird das öffentliche Leben im Freistaat weiter eingeschränkt.

Die Bundesregierung hat den Bundesländern empfohlen, die Schließung von zahlreichen Geschäften und öffentlichen Einrichtungen zu verfügen ("Lockdown"). Ausgenommen sollen Läden zur täglichen Versorgung sein. So sind die Regelungen in den einzelnen Bundesländern.

Finanzhilfen von Bund und Ländern

Soforthilfe-Antrag aus Brandenburg: Jedes Bundesland macht's anders

Soforthilfe-Antrag aus Brandenburg: Jedes Bundesland macht's anders © picture-alliance

So kommen Sie an Ihr Geld: Bund und Länder wollen zig Milliarden Euro bereitstellen, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie die Stirn zu bieten. Es gibt Soforthilfen in Form von Zuschüssen, Krediten und Darlehen. Wir zeigen Ihnen, wie sie an Ihr Geld kommen.

Kinderbetreuung zuhause: Die Bundesregierung hat heute das Infektionsschutzgesetz neu geregelt: Danach können Eltern eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2.016 Euro) bekommen, wenn sie wegen Schul- oder Kitaschließung ihre Kinder betreuen müssen und nicht arbeiten können.

Digitales Lernen soll zügig ausgeweitet werden: Deutschlandweit sind die Schulen geschlossen. Daher wollen Bund und Länder kurzfristige Hilfen für digitalen Unterricht ermöglichen − bereitgestellt werden dafür 100 Millionen Euro aus dem DigitalPakt Schule.

Hilfsgelder können fließen: Der Bundestag hat dem Nachtragshaushalt für das Hilfspaket der Bundesregierung zugestimmt. In namentlicher Abstimmung mussten die Abgeordneten in zwei Gruppen und mit ausreichendem Abstand ihre Stimmkarten einwerfen.

Sonderregeln zum Bezug von Kurzarbeitergeld: Sollte das Corona-Virus Arbeitsausfälle und damit verbundene Entgeltausfälle verursachen, ist ein Ausgleich mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes möglich. Bundesregierung und Gesetzgeber haben ein beschleunigtes Verfahren beschlossen, dass Sonderregeln zum Kurzarbeitergeld für Arbeitnehmer vorsieht.

Hilfe für die Kulturbranche: Nach der Verabschiedung eines milliardenschweren Hilfsprogramms für die von der Corona-Krise geschädigten Unternehmen und Selbstständigen kommen schnell Details ans Licht. In einem Telefonat noch am Montagabend informierte Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis, über Einzelheiten zu diesem "Rettungsschirm für den Kulturbereich".

Soforthilfeprogramm für ländliche Bibliotheken: Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt ab sofort ein Soforthilfeprogramm für Bibliotheken in ländlichen Räumen mit 1,5 Millionen Euro. „Kulturorte in ländlichen Räumen zukunftsfähig machen“

Praxistipps: Helfer in der Krise

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  • Jetzt Soforthilfe beantragen: Bund und Länder unterstützen Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen in der Corona-Krise durch Zuschüsse. Viele Länder reichen nicht nur Bundesmittel an die Firmen weiter, sondern stocken die Mittel auf. Eine Schneise durch das föderale Dickicht und Links zu allen Antragsformularen.
  • So machen Sie Ihren Laden startklar! Wenn Buchhandlungen wieder öffnen dürfen: Alles zu Hygieneschutzmaßnahmen. Beispiele und Best Practise.

  • Entlastung bei Künstlersozialabgabe: Die Ausgleichsvereinigung (AV) Verlage ermöglicht ihren Mitgliedern angesichts der Corona-Krise eine Neuberechnung der Vorauszahlungen zur Künstlersozialabgabe
  • Checkliste gegen die Corona-Krise: Wie lässt sich der Schaden begrenzen, der den Unternehmen der Buchbranche durch den Lockdown entsteht? Der Börsenverein hat für seine Mitglieder eine Check- und Linkliste erstellt, die weiterhilft.
  • Zwölf Merkblätter für Unternehmen: 
    Steuer-Stundungen, Kurzarbeitergeld, Risikomanagement, Liquiditätssicherung: Die  hat ein ganzes Informationspaket rund um Themen geschnürt, die Unternehmen das Überleben in Corona-Zeiten erleichtern. Hier kommen drei Tipps zu steuerrechtlichen Fragen - und die Links zu allen zwölf Merkblättern, die der Börsenverein auf seiner Website zum Download bereithält.
  • Wie beantrage ich Kurzarbeitergeld? Während das Soforthilfepaket von Bundestag und Bundesrat noch verabschiedet werden muss, stehen andere Hilfsinstrumente bereits zur Verfügung. Wir zeigen Ihnen, wo Sie Kurzarbeitergeld für Ihre Mitarbeiter beantragen können.

  • Überblick: Kinderbetreuung, Home-Office und Krankschreibungen: Gibt es ein Recht auf Homeoffice? Müssen Arbeitnehmer zur Arbeit gehen, wenn es keinen Betreuungsplatz für die Kinder gibt? Wann können Unternehmen Kurzarbeit beantragen? Wir haben die Informationen zusammengetragen.
  • Kurzarbeit beantragen: Wie geht das eigentlich? Die Buchhandlung "Tatort Taraxacum" im ostfriesischen Leer hat schon in der vergangenen Woche Kurzarbeitergeld fürs Team beantragt. Welche Erfahrungen hat Inhaberin Heike Gerdes dabei gemacht? Ihr Fazit, dazu Tipps, alle Antragsformulare zum Download und zwei hilfreiche Videos der Bundesagentur für Arbeit.

  • Was Sparkassen Ihren Geschäftskunden raten: Viele Unternehmen benötigen jetzt Kredite. Was können sie tun, um den Prozess zu beschleunigen? "Aus den Unterlagen sollte klar hervorgehen, inwieweit das Unternehmen von der Corona-Krise betroffen ist", rät Thomas Rienecker, Pressesprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands. Mehr Tipps im Interview. 
  • Organisationscoach Thomas Brinkmann: "Die Überlebenschancen steigen mit der Anpassungsfähigkeit"

  • Führung in Zeiten der Corona-Krise: wie Mitarbeiterführung in Zeiten von Corona geht, erklärt Hannes Zacher, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Leipzig hier im Interview. U.a. geht es um "stille Mitarbeiter" und wie alle an einem Strang ziehen, wenn plötzlich remote gearbeitet wird.

Digitale Verkaufsstrategien

So funktioniert die Einkaufsplattform shopdaheim

So funktioniert die Einkaufsplattform shopdaheim © BBL

Thalia Mayersche und Osiander starten "Shop daheim": Mit der neuen Einkaufsplattform "Shop daheim" von Thalia Mayersche und Osiander wollen die Partner den stationären Einzelhändlern in Deutschland und Österreich neue Chancen eröffnen und die Online-Umsätze stärken. Die Plattform ist für alle Händler und Handelsinitiativen offen.

Carlsen startet Buchhandlungsfinder: Der Carlsen Verlag bietet einen Buchhandlungsfinder an. Buchhandlungen aus dem gesamten Bundesgebiet können sich in die interaktive Karte eintragen und Informationen über ihren aktuellen Service. Damit können Buchhandelskund*innen schnell herausfinden, wo sich die nächstgelegene Buchhandlung befindet, wie bestellt werden kann und ob geliefert wird oder eine Abholmöglichkeit eingerichtet ist.

Kinderbuchmesse Bologna: Virtueller Rechtetausch und Onlineevents. Die Organisatoren der Kinderbuchmesse von Bologna (BCBF) wollen am 4. Mai eine virtuelle Buchmesse starten, die sich über das gesamte Jahr zieht. Kooperationspartner ist PubMatch. Zuvor war die Kinderbuchmesse in Italien aufgrund des Corona-Pandemie abgesagt worden.

So wirkt sich die Krise auf den Umsatz aus

© BBL

Hamsterkäufe und Umsatzeinbruch: In einer dem Börsenblatt exklusiv vorliegenden Auswertung zeigt sich, wie sich der Shutdown auf die im Buchhandel auswirkt - und wie sich die Einnahmen im März von Tag zu Tag verändert haben. Mit einer Analyse von Christina Schulte. 

Corona-Bilanz für den österreichischen Buchmarkt: Umsatzeinbruch von über 80 Prozent für das stationäre Sortiment in Österreich

"Umsatzschub bei allen Büchern": In Supermärkten läuft der Betrieb derzeit auf Hochtouren. Gekauft werden aber nicht nur Lebensmittel, sondern auch Bücher verzeichnen eine deutlich höhere Nachfrage als sonst. Kai Gellert, Geschäftsführer von Buchpartner, der mit seinem Unternehmen den Lebensmitteleinzelhandel beliefert, über Rackjobbing in Zeiten geschlossener Buchhandlungen.

Buchhandlung zu - Laden läuft: Die meisten Buchhandlungen müssen die Ladentür verschlossen halten. Was dem Umsatz helfen kann, ist ein gut gepflegtes Netzwerk und die Kooperation mit Nebenmärkten.

Empfehlungen des Börsenvereins und weiterer Verbände

Alexander Skipis

Alexander Skipis © Claus Setzer

Börsenverein fordert Ausweitung der staatlichen Hilfen für die Buchbranche: Gewerbemieten, Zuschüsse für mittelgroße Unternehmen und Wiedereinführung der Verlegerbeteiligung: Der Börsenverein des deutschen Buchhandels sieht weiterhin dringenden Handlungsbedarf bei staatlichen Soforthilfen und fordert Nachjustierungen durch die Bundesregierung.

Fachausschüsse zur Coronakrise: Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Buchbranche beschäftigen auch die Fachausschüsse des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Lesen Sie hier eine gemeinsame Erklärung der drei Vorsitzenden Nadja Kneissler (Verlage), Stephan Schierke (Zwischenbuchhandel) und Christiane Schulz-Rother (Sortimente).

Börsenverein fordert Soforthilfe: Die zur Eindämmung des Corona-Virus beschlossenen Ladenschließungen, die auch zur Schließung von Buchhandlungen führen, könnten für Sortimenter, Verlage, Zwischenbuchhändler und Autor*innen massive wirtschaftlichen Einbußen zur Folge haben. Der Börsenverein fordert daher eine schnelle und wirksame Unterstützung seitens der Politik.

Handlungsempfehlungen von 4200 Kulturschaffenden: Agenturen, Künstler*innen und Veranstalter*innen richten sich unter #kulturerhalten in einer Stellungnahme erneut an Bund und Länder. Zwar seien die Rahmenbedingungen für einen Schutzschirm sowohl gesetzlich als auch finanziell gelegt, allerdings sei die bürokratische Hürde zu hoch.

FEP: "Bücher brauchen Europas Hilfe!": Die Federation of European Publishers appelliert an die EU-Kommission und die nationalen Regierungen, die Buchbranche in der Corona-Krise zu unterstützen: "Jetzt ist die Zeit, zu zeigen, dass die Kulturindustrie für Europa wirklich Priorität hat." Der europäische Verlegerverband fordert Sofortmaßnahmen – aber auch mittelfristige Strategien. Mehr dazu hier.

IPA-Video-Appell an Verlage: In einem Video richtet sich Hugo Setzer, Präsident von International Publishers Association (IPA) mit einer motivierenden Ansprache an Verleger weltweit.

Webinare: Infos und Austausch

Reinhilde Rösch und Christian Sprang beraten live

Reinhilde Rösch und Christian Sprang beraten live © Börsenverein, AndrewLozovyi/depositphotos, Magdalena Spinn, rasstock - Fotolia (im Uhrzeigersinn)

Corona-Chat Teil 1: Börsenblatt-Webinar mit der Verbandsspitze des Börsenvereins per YouTube-Livestream. Leser können dabei sein und ihre Fragen stellen - auf boersenblatt.net. Es antworten Vorsteherin Karin Schmidt-Friderichs, Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer, und Christian Sprang, Justiziar. Wer nicht dabei sein konnte: Eine Aufzeichnung gibt's im Artikel. 

Corona-Chat Teil 2: Woher kommt jetzt Rat und Hilfe?
Nachdem Bund und Länder sich zu Wochenbeginn auf einen Rettungsschirm für die Kulturwirtschaft geeinigt haben, werden die Fragen nun konkret: Welche Hilfsgelder kann ich beanspruchen? Wo und wie beantrage ich Soforthilfe? Im Live-Webinar können Sie Ihre Frage stellen.

Corona-Chat Teil 3: Welche Hilfsgelder kann ich beanspruchen? Wo und wie beantrage ich Soforthilfe im Rahmen des Sozialschutzpakts? Aufzeichnung des Webinars mit Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins, Reinhilde Rösch, Rechtsanwältin und Geschäftsführerin des Landesverbands Baden-Württemberg und Karl Petersen, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei Kleeberg

Corona-Chat Teil 4: Im Live-Webinar wird sich alles um Ihre Fragen zur sicheren Wiederöffnung der Buchhandlungen drehen, etwa: Welche Hygiene- und Abstandsvorschriften sind zu beachten? Wo kann man nötiges Material wie Desinfektionsmittelspender oder Niesschutzwände beziehen? Anja Bergmann, Regionaldirektorin NRW, Kyra Dreher, Geschäftsführerin, Christian Sprang, Justiziar. Die Teilnahme am Webinar ist unentgeltlich, es wird live auf der Seite boersenblatt.net übertragen.  

Gratis-Webinar des Börsenblatts: Social Media für Buchhandlungen - Kolleg*innentalk und Q&A mit Maria-Christina Piwowarski. Ladenschließungen, Ausgehverbote - die Corona-Krise verlangt UnternehmerInnen alles ab. Warum Social Media gerade jetzt unverzichtbar ist und wie Buchhändler*Innen sich besser aufstellen können, verrät Maria-Christina Piwowarski (Ocelot, Berlin) im Kollegen*Innentalk - und beantwortet Ihre Fragen!

Kostenloses Webinar: Alles über Lesekreise: Wie Sie jetzt Ihren eigenen (Online-)Lesekreis gründen und organisieren und wie Sie als Verlag Lesekreise ansprechen, erfahren Sie in diesem kostenlosen Börsenblatt-Live-Webinar mit Lesekreis-Expertin Kerstin Hämke (mein-literaturkreis.de).

Webinare zu VLB-TIX: Um die Arbeit mit Neuerscheinungen trotz geschlossener Ladentüren und Home-Office zu vereinfachen, erweitert auch VLB-Tix sein Webinar-Angebot. Im Fokus steht die Zusammenarbeit innerhalb von VLB-Tix.

Ravensburger startet Webinare für stationäre Fachhändler: Wie kann man seine Kunden bei geschlossenen Läden erreichen und welche digitalen Angebote und Apps eignen sich für den Handel vor Ort? Ravensburger möchte den Buch- und Spielwarenhändlern in 45-minütigen Webinaren Tipps geben.

Reaktionen auf die Krise

Motivationshilfe mit Realitätserdung: Detail aus den Verlagsräumen von Spector Books

Motivationshilfe mit Realitätserdung: Detail aus den Verlagsräumen von Spector Books © Nils Kahlefendt

Erste Hilfe ist geboten“: Nie zuvor mussten in fast allen Bundesländern sämtliche Buchhandlungen auf Anordnung schließen. Das Wort der Stunde heißt Solidarität. – Ein Kommentar von Torsten Casimir.

Wie läuft's in den Buchhandlungen, die noch geöffnet haben dürfen? Reduzierte Öffnungszeiten, umfangreiche Schutzmaßnahmen, wenig Laufkundschaft - und viel Dankbarkeit von den Stammkunden. boersenblatt.net hat in Buchhandlungen in Berlin und Sachsen-Anhalt nachgefragt, wie sie mit ihrem Privileg umgehen, als systemrelevante Einzelhändler ihren Laden offen halten zu dürfen.

Wo Einkaufen vor Ort noch möglich ist: In Berlin dürfen Buchhandlungen noch geöffnet haben. Wie ist dort die Lage? Wir haben uns umgehört.

BuchhändlerIn - und plötzlich Logistiker: Im Buchhandel rollt der Lieferservice: Viele Sortimenter*innen berichten, dass ihr Telefon nicht stillsteht - und die Kunden kräftig ordern. Wie stemmen sie den Aufwand? Und wie halten sie es mit den Portokosten? Antworten aus Buchhandlungen, die ihre Ladentür zwar geschlossen haben, aber trotzdem für die Kunden da sind - hier nachzulesen.

Inselbuchhandlungen in Corona-Zeiten: Keine Touristen, keine Handwerker - auf den Nord- und Ostseeinseln sind die Insulaner unter sich. Wie geht es eigentlich den Buchhandlungen, die nicht nur unter der Schließung ihrer Läden, sondern auch unter den fehlenden Touristen leiden? boersenblatt.net hat auf Usedom und Rügen, auf Langeoog und Fehmarn nachgefragt.

Der Buchhandel und die Corona-Krise: Nach dem Tag X kommen die Fragezeichen. Wie es in einzelnen Buchhandlungen läuft und warum Immobilienbesitzer in die Pflicht genommen werden sollten: Ein Situationsbericht.

Osiander-Geschäftsführer Christian Riethmüller zieht eine erste Bilanz für sein Unternehmen und fordert schnell Gelder für notleidende Buchhandlungen - und zwar ohne Rückzahlungspflicht.

Antiquariate und die Corona-Krise: Wie reagieren Antiquariate und Buchauktionshäuser in Deutschland und der Schweiz auf die aktuelle Krisensituation? Eine erste Übersicht.

Reportage: Corona-Krise bei Independents. Das Land steht still, doch die Räder der Programmarbeit müssen sich weiterdrehen. Independentverlagen fällt das besonders schwer, nicht nur finanziell. Reportage von Nils Kahlefendt.

Titelverschiebungen, Kurzarbeit und eine Portion Optimismus: Weil in diesen Wochen nicht jedes Buch seinen Interessenten erreicht und manche Lieferkette reißt, fahren viele nur noch auf Sicht. Titel werden verschoben, Kurzarbeit angeordnet, Druckaufträge zurückgezogen. Doch nicht überall. Bei manchen Playern überwiegt der Optimismus. Einschätzungen aus großen Verlagshäusern.

Reiseverlage: Die Corona-Krise trifft die Reiseverlage gleich mehrfach − die stationären Buchhandlungen sind geschlossen, deutsche Ferienregionen sind dicht und das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung verkündet. Wie gehen sie mit der Situation um?

Amazon schockt Verlage: In der Corona-Krise priorisiert Amazon jetzt Haushaltswaren, Sanitätsartikel und weitere Produkte mit hoher Nachfrage und hat seine Lager bereits gefüllt. Bestellung für andere Waren bis Anfang April sind ausgesetzt. Eine schlechte Nachricht für Verlage – aber vielleicht auch eine Chance für den Buchhandel? Meinungen aus der Branche haben wir hier versammelt.

Amazon schreibt 100.000 Jobs aus und kündigt an, seinen Mitarbeitern mehr Geld zahlen zu wollen - vorübergehend.

BroCom-Chef Matthias Heinrich kritisiert Amazon: Matthias Heinrich, Geschäftsführer von BrockhausCommission, greift Amazon an und ruft die Buchhandlungen und Verlage auf, die Lieferketten aufrechtzuerhalten und die Novitäten-Vormerker nicht zu stornieren. 

Barsortiment Umbreit im Krisenmodus: Die Barsortimentsumsätze bei Umbreit brechen ein, die Verlegerbeischlüsse gehen in die Knie: Dennoch, Umbreit hält die Lieferkette für seine Kunden aufrecht, aber der Lieferungsrhythmus wird geändert. Umbreit-Chef Clemens Birk im InterviewUmbreit kommt seltener: Das Barsortiment Umbreit reduziert seine Belieferungsfrequenz um einen Tag - und fährt Buchhandlungen an vier Tagen pro Woche an. Die Anzahl der Touren soll jedoch unverändert bleiben. Wie lange das gilt, lesen Sie hier. 

Barsortiment Libri liefert vier Mal in der Woche aus: Neben Umbreit reduziert jetzt auch Libri seine Belieferungsfrequenz. Veränderte Transportvolumina, insbesondere eine deutlich verminderte Menge von Verlegerbeischlüssen, würden eine Anpassung des Belieferungsrhythmus und der Anlieferzeiten notwendig machen, teilte Libri mit.

KNV Zeitfracht: "Es ist notwendig, Touren zu bündeln". Interview mit Heinz Joachim Schöttes

Die Brief- und Paketzustellung läuft aktuell bundesweit noch zuverlässig. Das teilte die Deutsche Post auf Anfrage mit.

Abschlussprüfungen: Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Betroffen sind rund 210.000 Auszubildende. 

Die ersten Schnellschüsse zur Pandemie: Wie kam das Virus in die Welt? Welche Schutzmaßnahmen müssen jetzt getroffen werden? Was passiert nach Corona und wie erklärt man die Pandemie seinen Kindern? Erste Verlage haben mit Schnellschüssen auf das alles beherrschende Thema reagiert.

Digitales Feuerwerk: Virtuelle und Social Media Events statt Messetrubel: Die Leipziger Buchmesse hätte eigentlich der Frühjahrstreffpunkt der Buchbranche sein sollen. Hier eine Übersicht über Ersatzaktionen und Livestreams.

Messeabsagen ohne Ende: Anfang März wurde ein Großevent nach dem nächsten abgesagt - es war der Auftakt für bis dato nie gekannte Maßnahmen in der Bundesrepublik, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Solidaritätsaktionen

Grünes Licht für die Gutschein-Regelung

Grünes Licht für die Gutschein-Regelung © limbi007 / depositphotos

Da die Corona-Pandemie vor allem den stationären Buchhandel trifft, hat Libri ab sofort für alle Buchhandlungen mit Ladengeschäft und der White-Label-Lösung Libri.Shopline die Provision für Online-Versandbestellungen verdoppelt

W1-Verlage zahlen Software für 40 Buchhandlungen: Die W1-Media unterstützt Buchhändler. Mit dem Widget face2face können Händler vom Smartphone oder PC Onlineberatungen von Angesicht zu Angesicht führen. Für die ersten 40 Buchhandlungen, die sich anmelden, zahlen die W1-Verlage NordSüd, Zürich und Atrium die Rechnung.

Umbreit: Gutschein-Service für drei Monate gratis: Viele Kunden wollen ihre Buchhandlungen während der Corona-Krise durch den Kauf von Gutscheinen unterstützen. Umbreit und SoftLevel bieten ihren Webshop-Kunden die Neueinrichtung ihres Online-Gutschein-Services bis Ende Juni kostenlos an.

Prolit kommt Verlagen entgegen: Die Lieferketten greifen weiter sagt Prolit-Chef Jochen Mende und bietet Verlagen an, Bestellungen zu „parken“.

Börsenblatt E-Paper für alle: MVB macht die digitale Ausgabe des Börsenblatts frei zugänglich, damit Abonnenten und Interessierte auch im Homeoffice problemlos auf die Inhalte der gedruckten Ausgabe zugreifen können.

Ullmann regt Solidaritätskampagne an: Jeder Mitgliedsverlag im Börsenverein, der sich das leisten kann, gibt einen Solidarbeitrag von 10.000 Euro für eine Werbekampagne zugunsten des Sortimentsbuchhandels. Das jedenfalls ist die Idee des Seniorverlegers der Ullmann-Gruppe, Herbert Ullmann.

Buy local gegen Corona: Das Netzwerk Buy local ruft in Deutschland, Österreich und der Schweiz hunderte Buchhandlungen zu einer gemeinsamem Marketingaktion auf. Buchhandlungen sollen die Kampagnen-Motive und Texte gleichzeitig in die Sozialen Netzwerke blasen.

Beltz hilft Lehrer'innen: Um den Lehrer*innen die Arbeit in den nächsten Wochen zu erleichtern, gibt Beltz seine Kopiervorlagen frei. Zusätzlich stellt der Verlag eine Sonderseite im Internet zusammen, auf der sich passende Produkte und Materialien für das "Lernen zuhause" finden lassen.

Lockdown-Tagebücher: So geht es anderen Büchermenschen

Martin Schult am Schreibtisch

Martin Schult am Schreibtisch © Christian Thiel

Lockdown-Tagebuch (1): Constanze Kleis. Auf boersenblatt.net schreiben Büchermenschen über ihr Leben, ihre Sorgen, ihre Hoffnungen in Corona-Zeiten. Den Anfang macht Constanze Kleis, die als freie Autorin oft in Klausur geht. Und für die jetzt trotzdem alles anders ist.

Lockdown-Tagebuch (2): Martina Bergmann hat ihre Buchhandlung in Borgholzhausen noch vor der offiziellen Verordnung zugesperrt, freiwillig und bis auf weiteres. Weil sie lieber schließt als geschlossen zu werden. Und eigentlich fühlt sie sich ganz wohl, so allein in ihrem Raum voller Bücher. Denn sie kennt ihre Kunden.

Lockdown-Tagebuch (3): Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses, traut der Zivilisationsbeißhemmung nicht über den Weg. Und lässt seinen Gedankenstrom durch ein stilles Corona-Land fließen: "Where have all the joggers gone?"

Mein Lockdown-Tagebuch (4): Martin Schult kümmert sich beim Börsenverein um den Friedenspreis, in seinem zweiten Leben ist er Autor. Corona hat ihm eine Schreibblockade beschert, aber auch ein neues Wort geschenkt: Soloselbstständige. Teil vier unserer "Lockdown-Tagebücher", die als ganz persönliche Krisenbegleiter gedacht sind - geschrieben von Büchermenschen.

Teil 5 unserer "Lockdown-Tagebücher": Die Decke fällt ihr nicht so schnell auf den Kopf - höchstens ein Buch aus dem Regal: Gabriele Maier von der Grimmelshausen Buchhandlung in Oberkirch über das Leben mit verordneter Stille. 

Mein Lockdown-Tagebuch (6): Buchhändler Joachim Steiger, Inhaber der Literaturhandlung Paperback in Bad König. Er berichtet von einem Stimmungswandel - von Verzagtheit zu begründeter Zuversicht.

Teil 7 unserer Lockdown-Tagebücher: Lehmkuhl-Geschäftsführer Michael Lemling über den größten Trumpf seines Ladens. Die Türen sind zu. Trotzdem ist es der Münchner Buchhandlung Lehmkuhl an einem Tag schon mal gelungen, 60 Prozent des normalen Umsatzes zu erzielen. Geschäftsführer Michael Lemling über Teamwork und Kundentreue, über preisverdächtige Feuilleton-Redakteure und drohende Kurzarbeit. 

Teil 8 unserer "Lockdown-Tagebücher": Jürgen Horbach über Dilemma und Furcht. Als sich das Corona-Virus ausbreitete, holte auch Jürgen Horbach, Geschäftsführer des Athesia Kalenderverlags, "Die Pest" von Camus aus dem Schrank, in der Ausgabe von 1968. Für ihn ist dort alles beschrieben - nur genauer als es Virologen, Politiker und Journalisten aktuell tun. 

Teil 9 unserer Lockdown-TagebücherMichael Schikowski über die soziale Durststrecke: "Da Bücher in Zeiten der Krise immer große Bedeutung haben, bin ich um das Buch, im Gegensatz zur Buchhandlung, wenig besorgt", meint der freie Verlagsvertreter Michael Schikowski. "Planen wir also unverdrossen Vertreterreise, Leseexemplare und Veranstaltungen – für die Zeit danach." 

Teil 10 unserer "Lockdown-Tagebücher"Schriftstellerin Lena Falkenhagen über Normalität und Egoismus

Teil 11 unserer "Lockdown-Tagebücher": Verlegerin Britta Jürgs: "Ich habe Angst vor den Remissionen"
Teil 12 unserer "Lockdown-Tagebücher": Zwischenbuchhändler Thomas Bez: "Die Zeit läuft gegen uns"
Teil 13 unserer "Lockdown-Tagebücher": Autor Martin Schult: "Ich schweife ab"
Teil 14 unserer "Lockdown-Tagebücher": Verleger Dietrich zu Klampen: "Ich möchte nicht mit meinen großen Kollegen tauschen"

Teil 15 unserer "Lockdown-Tagebücher": Carlsen-Geschäftsführer Joachim Kaufmann: "Mit einem blauen Auge aus dem Schlamassel"
Teil 16 unserer "Lockdown-Tagebücher": PR-Fachfrau Gina Ahrend: "Wir sitzen alle im selben Boot"

Teil 17 unserer "Lockdown-Tagebücher": Buchhändler Joachim Steiger: "Bücher sind kein unverzichtbares Herzmedikament"

Mein Lockdown-Tagebuch (18, the end): Kochbuchautor Stevan Paul über Lernkurven in der Corona-Krise: "Wir haben angefangen, unser System zu hinterfragen"

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