Börsenverein: Fachausschüsse zur Coronakrise

"Wir müssen alle an einem Strang ziehen"

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Buchbranche beschäftigen auch die Fachausschüsse des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Lesen Sie hier eine gemeinsame Erklärung der drei Vorsitzenden Nadja Kneissler (Verlage), Stephan Schierke (Zwischenbuchhandel) und Christiane Schulz-Rother (Sortimente):

Gemeinsame Stimme der Fachausschüsse: Stephan Schierke, Nadja Kneissler und Christiane Schulz-Rother

Gemeinsame Stimme der Fachausschüsse: Stephan Schierke, Nadja Kneissler und Christiane Schulz-Rother © Guido Heyn

"Das Coronavirus und die notwendigen Maßnahmen zu seiner Eindämmung treffen die gesamte Branche derzeit mit voller Wucht. Von den Autor*innen und Übersetzer*innen über die Zwischenbuchhändler und Verlage bis hin zu den Buchhandlungen, egal ob großes, mittleres oder kleines Unternehmen oder Selbständige – die gesamte Wertschöpfungskette Buch steht unter einem enormen Druck. Und die Bedrohung eines Gliedes in der Kette ist ein Risiko für unsere gesamte feingliedrige, vielfältige und weltweit vorbildliche Brancheninfrastruktur. Es ist daher ganz entscheidend, dass wir in dieser nie dagewesenen Ausnahmesituation alle an einem Strang ziehen, spartenübergreifend und solidarisch. Denn nur gemeinsam kann es uns gelingen, die wirtschaftlichen Folgen für jeden und jede Einzelne*n und unsere Branche insgesamt soweit es geht abzufedern.

Wir Fachausschüsse sind im intensiven Austausch und setzen uns zusammen mit dem Vorstand und den hauptamtlichen Mitarbeiter*innen des Börsenvereins dafür ein, dass die Mitglieder schnell wirksame Informationen und Hilfe bekommen. Höchste Priorität haben derzeit die von der Politik zugesagten Soforthilfen. Der Börsenverein setzt alles daran, dass sie schnell und unbürokratisch in unserer Branche ankommen. Eine große Lücke sehen wir bei Unterstützungsmaßnahmen für mittelständische und größere Unternehmen, die nicht von den Hilfen für Kleinbetriebe profitieren, aber die Umsatzrückgänge ebenso in vollem Maße zu spüren bekommen. Auch ihre Interessen bringen wir mit Nachdruck gegenüber der Politik vor.

Zum anderen sollten wir alle unsere Kanäle nutzen, um auf die Online-Bestellmöglichkeit im Buchhandel hinzuweisen. Der Buchhandel ist das derzeit am unmittelbarsten betroffene Glied unserer Wertschöpfungskette, Umsatzausfälle in den Buchhandlungen treffen uns alle. Und es ist bei allen Schwierigkeiten auch eine Chance, in der breiten Bevölkerung langfristig zu verankern, dass der Buchhandel online längst so gut aufgestellt ist wie große Online-Konzerne. Hier gibt es verschiedene kreative Kampagnen, nutzen wir sie!"

Schlagworte:

1 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Silke Speckmann

    Silke Speckmann

    Die Verbände sollten ihren politischen Einfluss geltend machen, um die Schließung der Buchhandlungen umgehend zu beenden. Floristen und Sonderpostenmärkte dürfen flächendeckend im großen Stil öffnen, Buchhandlungen aber nicht? Mir vollkommen unverständlich ...

    • Informationen zum Kommentieren

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

    • Mein Kommentar

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

      Ihr Profilbild können Sie über den externen Dienst Gravatar einbinden.

      (E-Mail wird nicht veröffentlicht)
      CAPTCHA image
      Wenn Sie die Buchstabenkombination nicht entziffern können, erhalten Sie durch Klick auf die Buchstaben eine neue Kombination.

      * Pflichtfeld