Abstinenz bei Facebook beendet

Schöffling startet "Quarantänelyrik"

Der Verlag Schöffling & Co. wird nach zwei Jahren Pause angesichts der Corona-Krise wieder in den Social Media aktiv − und startet einen Lyrikblog. Auch auf Facebook kehren die Frankfurter zurück.

Klaus Schöffling

Klaus Schöffling © Claus Setzer

Schon immer und gerade in der jetzigen Zeit gelte für Schöffling das Motto "Im Mittelpunkt die Autoren" −  und genau um sie gehe es im neuen Verlagsblog "Quarantänelyrik". Täglich wird hier ein Gedicht der Hausautor*innen gepostet, kündigen die Frankfurter an. Zum Teil werden bisher unveröffentlichte Texte gebloggt, aber auch Videoperformances und bereits publizierte Lyrik sollen auf dem Blog präsentiert werden.

Die Isolation und das Anschreiben gegen den Quarantänekoller soellen den thematischen Schwerpunkt bilden. Gerne zitieren man einmal mehr Maria Gazzetti: "Ihr lest keine Lyrik, seid Ihr wahnsinnig?", schreibt der Verlag. Beteiligen werden sich unter anderem Mirko Bonné, Carolin Callies, Mara-Daria Cojocaru, Lars Reyer, Ulrike Almut-Sandig, Julia Trompeter, Jan Wilm und Ron Winkler. "Quarantänelyrik" soll sich damit in eine lange Liste kreativer Ideen einreihen, die ganz deutlich zeigen, dass die Buchbranche sich der aktuellen Situationmutig undinnovativ stellt.

Rückkehr auf Facebook

Außerdem wird der Verlag wieder auf Facebook aktiv sein. Vor knapp zwei Jahren hatte sich Schöffling & Co. entschieden, alle Aktivitäten auf Facebook einzustellen (siehe Archiv). Obwohl auf der Plattform weiterhin antisemitische, rassistische, frauenfeindliche und homophobe Hetze alltäglich sei und geduldet werde, habe man nun beschlossen, das damalige Versprechen zu Gunsten und für mehr Sichtbarkeit der Autor*innen zu brechen. Die Corona-Pandemie hat die Welt vorerst radikal verändert und die sozialen Medien machen nun ernsthaft das Leben vieler Menschen erträglicher. Sobald sich die aktuelle Situation entspannt hat, werde dieser Schritt daher erneut diskutiert werden, kündigt der Verlag an.

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1 Kommentar/e

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  • Eva Sunderbrink

    Eva Sunderbrink

    Ich freue mich über die Rückkehr des Verlags zu Facebook. Es braucht positive Gegengewichte in diesem Medien - das wäre ein weiterer wichtiger Beitrag!

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