Börsenverein: Glückwunsch zum Deutschen Verlagspreis

"Wichtige Anerkennung in unsicheren Zeiten"

Die Preisträger des zweiten Deutschen Verlagspreises wurden heute von Kulturstaatsministerin Monika Grütters bekannt gegeben. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels beglückwünscht als Partner des Preises alle prämierten Verlage. Alexander Skipis betont darüber hinaus die dringende Notwendigkeit von finanzieller Unterstützung für deutsche Verlage.

Alexander Skipis

Alexander Skipis © Claus Setzer

Durch die Coronakrise befinden sich viele Verlage aktuell sowieso in einer kritischen Lage und sind auf Förderung angewiesen – umso mehr können sich die 66 Verlage freuen, die von Monika Grütters prämiert und auszeichnet werden.

„Verlage tragen mit ihren Programmen maßgeblich zum Gelingen einer offenen und demokratischen Gesellschaft bei: Mehr denn je brauchen wir in unsicheren Zeiten solide recherchierte und differenzierte Informationen. Verlage ordnen gemeinsam mit Autor*innen Diskurse und Hintergründe ein und geben Orientierung. Sie erlauben uns mit ihren Büchern, in inspirierende Geschichten einzutauchen und neue Sichtweisen einzunehmen“, so Alexander Skipis, der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. „Wir gratulieren den Preisträger*innen dieses Jahres, die mit ihrer Arbeit die kulturelle Vielfalt und die demokratische Auseinandersetzung bereichern. Kulturstaatsministerin Monika Grütters danken wir für diese wichtige Auszeichnung, mit der sie ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung der Verlage in unserer Gesellschaft setzt. Diese Anerkennung drückt sich auch in dem gegenüber dem Vorjahr erhöhten Preisgeld aus.”

Der Börsenverein weist auch daraufhin, dass die Coronakrise Verlage in Deutschland durch wochenlange Buchhandlungsschließungen und Ausfällen von Veranstaltungen, Lesungen und Messen hart trifft. Sie führen zu Umsatzeinbußen und unsicheren Perspektiven. Alexander Skipis merkt auch an, dass Förderungen für einzelne Verlage wichtig sind, sie aber nicht ausreichen werden, „um das filigrane Netz der deutschen Verlage, das in seiner Qualität und Vielfalt weltweit vorbildig ist, zu sichern. Aufgrund der geringen Umsatzrenditen haben die meisten Unternehmen der Buchbranche nur sehr dünne oder gar keine Finanzpolster. Unabhängig von der Coronakrise muss es langfristig darum gehen, Verlage auch strukturell zu fördern.“

Deswegen fordert der Börsenverein auch, dass Verlage wieder zügig an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften beteiligt werden. „Die Verlage müssen seit vier Jahren auf diese wichtigen Einnahmen verzichten und können angesichts der sich zuspitzenden wirtschaftlichen Lage nicht mehr länger darauf warten”, sagt Skipis.

 

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