Online-Enzyklopädie

Microsoft stellt Encarta ein

Der Softwarekonzern Microsoft stellt nach rund zehn Jahren seine Enzyklopädie Encarta ein. Die Encarta-Websites sollen zum 31. Oktober abgeschaltet werden. CDs mit Encarta-Software sollen nur noch bis Juni verkauft werden.

Die Situation für traditionelle Enzyklopädien und Referenz-Materialien habe sich verändert, erklärt Microsoft in der Ankündigung der Encarta-Einstellung. "Die Menschen suchen und nutzen Information heutzutage auf erheblich anderen Wegen als in den vergangenen Jahren."  Die Lexikon-Software von Microsoft hatte in den vergangenen Jahren an Bedeutung verloren, je populärer die Online-Enzyklopädie Wikipedia wurde.

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3 Kommentar/e

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  • kurze Frage

    kurze Frage

    Kann jemand etwas zur inhaltlichen Qualität der Encarta berichten, bevor hier wieder nur "böse kostenlos-Kultur" vs. "böse profitorientierte Verlage/Großkonzerne" aufgespielt wird?
    Danke im Voraus.

  • Mathias Schindler

    Mathias Schindler

    Der Tenor vieler Berichte war in den letzten Jahren "wenn die Encarta zu einem Thema dann tatsächlich etwas vorlegen kann, ist es grundsolider, mitunter leicht angestaubter Text".

    Die Art, wie Encarta auch über die OEM-Schiene in den Markt gedrückt wurde, könnte man es übrigens mit einigen Gründen auch in die "böse kostenlos-Kultur"-Ecke packen.

  • Jürgen Fenn

    Jürgen Fenn

    In der New York Times findet sich mittlerweile ein längerer Beitrag zur Geschichte der Encarta, in dem es zur Qualität u.a. heißt: “Microsoft could not build its encyclopedia on the highest-quality content ... Instead, it invested in choice graphics and sound to bring value to its product.” ... “You could very much argue that Encarta, was a me-too product, a way to add some more value to the Microsoft suite” of software that came with Windows, said Andrew Lih, author of “The Wikipedia Revolution,” a new history of Wikipedia. “Microsoft never added the resources or brainpower to be anything more than that.”

    BTW, das "Lexikon", das Apple mit Leopard ausliefert, greift bekanntlich online auf die Wikipedia zu. Nur das Oxford-Wörterbuch ist lizenziert.

    http://bits.blogs.nytimes.com/2009/03/30/microsoft -encarta-dies-after-long-battle-with-wikipedia/?hp

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