DRM-System von Adobe

libreka! unterstützt ab sofort auch "harten" Kopierschutz

Die Buchplattform libreka! bietet den teilnehmenden Verlagen ab sofort an, für ihre E-Books einen so genannten "harten" Kopierschutz einzurichten.

Das Kopierschutz-System, das hierfür verwendet wird, stammt vom Anbieter Adobe. „libreka! etabliert sich weiter als offene und universellste Plattform. Die Verlage haben jetzt die Wahl, ob sie ihre E-Books in libreka! mit einem psychologischen Kopierschutz oder mit einem ‚harten’ DRM versehen –oder ihre E-Books ungeschützt anbieten möchten“, sagt Ronald Schild, Geschäftsführer der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH. E-Books, die mit dem Adobe-Kopierschutz versehen sind, können maximal sechs Mal vom Benutzerkonto des Käufers in libreka! heruntergeladen, aber dann nicht markiert, kopiert und ausgedruckt werden. Die so geschützten E-Books können auf allen E-Book-Readern und Computern gelesen werden, die die Software Adobe Digital Edition unterstützen. Die Software ist kostenlos im Internet verfügbar.
 
Verlage, die ihre E-Books in libreka! mit dem DRM-System von Adobe schützen möchten, können die E-Books ab sofort an die MVB liefern. Der Verkauf der so geschützten E-Books über libreka! ist ab dem 15. Juli möglich. Die Kosten für die Einrichtung des Kopierschutzes betragen 20 Cent pro verkauftem E-Book und werden bei der Abrechnung entsprechend berücksichtigt. Die Server- und Einrichtungskosten für die Rechteverwaltung trägt die MVB.
 
Neben dem Kopierschutz mit Adobe Digital Edition bietet libreka! Verlagen bereits die Möglichkeit, ihre E-Books im PDF- und EPUB-Format mit einem psychologischen Kopierschutz durch ein so genanntes digitales Wasserzeichen zu versehen. Bei diesem "weichen" Kopierschutz werden im E-Book persönliche Angaben des Käufers hinterlegt.

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5 Kommentar/e

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  • Böhringer Stefan

    Böhringer Stefan

    Von wegen: "Die so geschützten E-Books können auf allen [...] Computern gelesen werden." Dieser "harte" Kopierschutz von Adobe stößt mir als Benutzer eines Linux Betriebssystems schon bei Ciando sauer auf. Denn für Linux gibt es keine Adobe Digital Editions. So muss man dann entweder trotzdem wieder Windows in einer virtuellen Maschine laufen lassen, oder die PDFs mit einer Bildsoftware alá SnagIt "abfotografieren". Dies ist aber schon wieder eine Umgehung des DRM und damit illegal. Sehr schade, dass Linux User damit mal wieder außen vor bleiben... :-(
    Ausserdem: Ich weiß nicht, was DRM verseuchte E-Books noch mit dem Medium Buch gemeinsam haben. Meine Bücher zu Hause lese nicht nur ich, sondern auch meine Frau; und mit Freunden und Bekannten/Verwandten werden gerne Bücher ausgetauscht, verliehen etc. Und oft werden sie nach dem Lesen auch auf Flohmärkten oder Amazon verkauft. DRM bindet aber das Buch an den Verkäufer und wer kann schon garantieren, dass man es nach Jahren immer noch lesen kann? Will der Buchhandeln so konsequent die Fehler der Musikindustrie nachmachen?!? Amazon und mittlerweile auch iTunes zeigen, dass es auch ohne DRM, viel besser geht!

  • Michael Manske

    Michael Manske

    Ich stimme Poster Nr. 1 zwar zu (habe insbesondere mit Digital Editions das gleiche Problem), allerdings verwendet auch Amazon bei vielen Kindle-eBooks DRM (Topaz). Von daher halte ich Amazon - auch wenn die mp3-Musiktitel dort frei von hartem DRM sind - nicht als glorreiches Beispiel geeignet. Die Beschränkungen, die Amazon seinen Kindle- und eBook-Kunden teilweise auferlegt sind ebenfalls nicht kritikfrei.

    Mich würde aber brennend interessieren aufgrund welcher Fakten man das "weiche DRM" (=Wasserzeichen) für libreka! für unzureichend erachtet hat?

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    Es gibt sicher noch nicht ausreichend Erfahrungen, dass man sagen kann, was sich durchsetzen wird. Aber es gibt eben auch viele Verlage und Autoren, die Angst haben, ihre Inhalte so ungeschützt ins Netz zu stellen. Die können jetzt ihre eigenen Erfahrungen machen. Wir wären ja alle glücklich, wenn sich in der Praxis zeigt, dass man kein DRM braucht. Das haben die Nutzer in der Hand. Ich bin optimistisch. Aber man kann nicht abstreiten, dass die Netz-Community mit ihren Aussagen auch Anlass zu Misstrauen geben kann.

  • Michael Manske

    Michael Manske

    Das hatte ich bereits vermutet. Die Frage ist wie man dieses Misstrauen und den "Angsfaktor" zufriedenstellend abbauen könnte bzw. ob es nicht andere Wege (Pilotprojekte, Studien) geben könnte um weitgehend gesicherte Risikoabschätzungen für das mögliche Umsatz-/Gewinnrisiko bei weichem DRM zu erhalten ohne das Risiko eines Fehlstarts einzugehen. Aber diese Möglichkeiten sind wahrscheinlich bereits bei den betreffenden Autoren und Verlagen diskutiert und verworfen wurden.
    Ich hoffe, dass sich auch ausreichend Verlage für die "weiche" Variante entscheiden damit die Diskussion so schnell wie möglich mit gesicherten Vergleichszahlen geführt werden kann.

  • B.-C. Kämper

    B.-C. Kämper

    Herr Ulmer hat recht - sollen doch die Verlage ihre Erfahrungen machen. Aber bitte gleich vorne draufschreiben "harter Kopierschutz", damit man als Kunde solche Angebote genauso links liegen lassen kann, wie man das bei den Musik-CDs aus gutem Grund auch gemacht hat.

    Angesichts der jämmerlichen Qualität von Libreka als "Werbeplattform", vgl. http://archiv.twoday.net/stories/5749530/ , wundert mich nicht, dass Libreka alle Anstrengungen unternimmt, auch im E-Book-Bereich möglichst kundenunfreundlich zu werden. Das Geschäft werden andere machen.

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