Mit oder ohne DRM

Die Ankündigung von libreka! in Zukunft auch hartes DRM anbieten zu können, hat wieder  einmal die üblichen Milchtöpfe zum Überschäumen gebracht. Warum nur?

Ganz nüchtern betrachtet ist es doch ein Vorteil, wenn es bei DRM ein "mit" und ein "ohne" gibt. Dass also der, der "mit" DRM sein möchte "mit" sein kann, und der, der "ohne" sein möchte, "ohne".

Wenn der, der "ohne" DRM sein möchte "mit" sein muss, ohne dass er eine Alternative hat, oder der, der "mit" DRM sein möchte "ohne" sein muss, dann ist das kein Fortschritt, sondern einfach nur eine Einengung der Wahlmöglichkeiten, weniger Freiheit eben.

In den ideologischen Kämpfen, die sich rund um das Thema "darf ich klauen und wenn nein, wo?" abspielen, geht es eigenartigerweise immer um Freiheit im paradoxen Sinn. Die, die für Freiheit für alle eintreten, fordern einen Freiheitsentzug für ihre Gegner. So auch bei DRM. Wer für eine ungehinderte Weitergabe von Daten ist, der setzt sich dafür ein, dass DRM verboten wird. Und wenn er das schon nicht
legislativ erreichen kann, so doch wenigstens durch Ächtung oder durch Menetekeln ("tuts nicht wie die Musikindustrie...!")

Dabei ist doch alles ganz einfach, ganz nüchtern betrachtet natürlich nur: Es tue jeder was er mag. Und ehe zwei Jahre rum sind, werden wir wieder zusammen kommen und sehen, wer es vermocht hat, sich mit seiner Lösung, mit oder ohne, vor Gott und den Menschen angenehm zu machen.

Angenehm machen? Mit DRM? Es gab Zeiten, als die ideologischen Kämpfe das ruhige Nachdenken noch nicht verhindert haben, da sah man in DRM auch die ungeheuren Vorteile, die das dem Leser bietet: nur noch für das zahlen zu müssen, was man wirklich benutzt, nicht mehr für die Verfügbarkeit sondern nur für die effektive Nutzung.

Für den, der zahlt, ist das ein Gewinn. Für den, der keine Lust aufs Zahlen hat, natürlich nicht. Müssen wir uns also entscheiden, bei wem wir uns angenehm machen wollen? Bei dem, der zahlt, oder bei dem, der
nicht zahlt? Wir wollen uns ja gerne bei allen beliebt machen. Ist das der Grund, dass wir gerade ernsthaft darüber nachdenken, alles zu verschenken, damit wir nicht beklaut werden?

Wie schön, wenn man bei so schwierigen Fragen einfach seinen Weg gehen kann, ob linksrum oder rechtsrum, mit oder ohne. Jeder kann seine Erfahrungen machen, jeder kann sich mit anderen austauschen.
Und am Ende sind wir alle schlauer. Vielleicht heißt es dann, dass "mit" für die einen, "ohne" für die anderen besser ist, sowohl als auch, nicht entweder oder. Viel spricht dafür. Denn "entweder oder" entstammt mehr den Sphären der Ideologie, während dem "sowohl als auch" der bunte Schmuck des wahren Lebens umhängt.

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25 Kommentar/e

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  • Kai Weber

    Kai Weber

    Sie haben völlig Recht, Herr Ulmer, da Libreka! nun auch hartes DRM anbietet, ist dies ein deutlicher Schritt nach vorn. Rechteinhaber haben nun eine größere Wahlfreiheit, und dies ist sehr zu begrüßen. Manche Inhalte müssen eben geschützt werden, und zwar auf eine Art und Weise, wie dies nur DRM kann.
    Auch auf die Gefahr hin, Sie mit der Erwähnung des Wortes "Musikindustrie" zu belästigen, so muss ich allerdings aus eigener Erfahrung sagen, dass ich erst seit dem Zeitpunkt glücklicher, zufriedener und vor allem ZAHLENDER Kunde von digitalen Musikdownload-Angeboten bin, seit diese ohne DRM verkaufen - und das, obwohl ich die gekaufte Musik NICHT weitergebe. Ich habe mich selbst gefragt, wieso ich mich so verhalte und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
    Meines Erachtens besteht das Problem darin, dass elektronische Angebote „tertiäre Medien“ sind, d.h. man benötigt sowohl zur Produktion als auch zur Rezeption technische Hilfsmittel (ein Buch hingegen als „sekundäres Medium“ braucht nur bei der Produktion technische Hilfsmittel, etwa Druck- und Bindemaschinen, kann aber jederzeit ohne solche Hilfemittel benutzt werden). Alle Erfahrung zeigt nun, dass sich bei tertiären Medien die Datenträger und damit auch die Rezeptionsgeräte im Laufe der Zeit ändern. Wir haben z.B. den Übergang von der Schallplatte zur CD und vom VHS-Video zur DVD erlebt. Insofern gibt es auf Kundenseite ein gewisses Misstrauen gegenüber der Dauerhaftigkeit solcher Medien. Wenn ich aber für ein Medium Geld ausgebe, möchte ich eine möglichst hohe Dauerhaftigkeit garantiert haben, d.h. ich möchte es „bis an mein Lebensende“ nutzen können. Es bedeutet einen nicht geringen Aufwand, ein Medium von einem Datenträger auf einen anderen zu konvertieren, es ist aber auch für mich als Kunden mit einer bestimmten technischen Ausrüstung am Heim-PC möglich, z.B. VHS-Filme auf DVD und Schall¬platten auf CD zu konvertieren und zu brennen. Kaufe ich aber ein DRM-geschütztes Medium, so muss ich annehmen, dass eine Konversion auf zukünftig neue Formate nicht möglich sein wird, meine Datei also eine nicht prognostizierbar gekürzte Lebensdauer hat. Anders gesagt: Wenn es die Firma Adobe irgendwann nicht mehr gibt oder diese sich irgendwann entscheidet, „alte Formate“ nicht mehr zu unterstützen, dann kann auch die von mir gekaufte Datei unlesbar werden.
    Bitte verstehen Sie dies nicht als ein Plädoyer gegen DRM. In bestimmten Segmenten, z.B. dem Schul- und Lehrbuch, wären ungeschützte E-Buch-Formate sicher absolut tödlich. Ich habe lediglich versucht, Ihren Beitrag um eine Beantwortung der Frage zu ergänzen, was auch rechtschaffene (sprich: nicht klauende und nicht "hehlende") Kunden zur Zurückhaltung gegenüber DRM-geschützten Dateien veranlassen kann. Wenn wir uns dieser Gründe für die Zurückhaltung bewusst sind, können wir darauf ja vielleicht in unseren Geschäftsmodellen besser einstellen - man könnte KundInnen von DRM-geschützten Dateien beispielsweise einen Konvertierungsservice zusichern, wenn ein DRM- oder Dateiformat aus der Mode kommen sollte.
    Darüber hinaus hoffe ich natürlich sehr, dass Sie meinen Beitrag nicht zu ideologisch fanden.

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    Lieber Herr Weber, was Sie über tertiäre und sekundäre Medien schreiben ist sehr einleuchtend. Ich empfinde die DRM-Systeme heute auch noch als suboptimal. Aber das scheint mir nur eine Frage der Entwicklung zu sein.

    Zugangsbeschränkungen haben sich von der bewachten Türe über das Schloss, den Portier, die Code-Karte weiterentwickelt bis zu dem Punkt, an dem eine automatische Identitätserkennung möglich ist, über Magnetfelder und Chips oder über Bilderkennungverfahren. Ich würde also nicht DRM für gescheitert erklären, nur weil es heute noch nicht der Convenience entspricht, die wir gerne hätten.

  • TD

    TD

    Naja... Das heutige DRM-Systeme nicht der heutigen "Convenience" entsprechen (Wie wäre es mal wieder mit mehr deutschen Worten in der deutschen Sprache?) ist ja hart untertrieben.

    Um es salopp zu formulieren: Viele große Unternehmen "frickeln" seit Jahren an DRM-Systemen und sind alle mehr oder weniger kläglich gescheitert.

    Aber das Totschlag-Argument gegen DRM ist für mich immer noch: Ich KAUFE keine DRM-Titel, ich LEIHE sie nur. Und dies macht JEDER der sich für DRM-geschützte Ware (Music, Filme, Bücher) entscheidet.

    Und zwar leihe solange, bis die FIrma hinter dem DRM (Sei dies Winzigweich, Yahoo, T-online, wer-auch-immer) entweder entscheidet ihre DRM-Server abzuschalten oder einfach meinen Account/Zugang dazu blockt. Mit einem echten Buch kann mir keine Firma vorschreiben, wann/wo/wie ich mein Buch lesen/benutzen darf. Aber mit dem lustigen DRM kann es mit jederzeit passieren, das ich eine Datei auf dem PC habe, die ich dich auch gleich wegschmeissen, einfach weil der DRM-Sever/Anbieter nicht existiert.

    Und ich kann mehrere hundert Jahre alte Bücher lesen. Wer garantiert mir dies für DRM-geschütze Dateien? Da gibt es die entsprechenden DRM-Server vielleicht in 1,2, 5 oder 10 Jahren gar nicht mehr.

    Danke, aber NEIN DANKE!

  • Carsten Vogt

    Carsten Vogt

    Vielleicht gibt das neue Buch von Chris Anderson "Free - Kostenlos. Geschäftsmodelle für die Herausforderungen des Internets.", im September deutsch bei Campus, ISBN 978-3-593-39088-8, Lösungsvorschläge? Hier ist es free zu haben: http://www.thelongtail.com.

  • Hans-Jörg

    Hans-Jörg

    Ich kann zwar dem kruden Versuch von Herrn Ulmer, DRM etwas für den Kunden positives abzugewinnen, nicht folgen, im Allgemeinen teile ich jedoch seine Verwunderung über die Vehemenz, mit der dieses Thema diskutiert wird.

    Wenn ein Unternehmen Wert darauf legt, seine Produkte so unattraktiv zu gestalten, dass sie viele potentielle Käufer ablehnen, warum soll ich da toben und zetern?

  • Georges

    Georges

    Ich finde immer wieder erstaunlich, wie widerspruchslos Herr Ulmen DRM-freie Ebooks mit Diebstahl gleichsetzt und Leute, die solche Bücher kaufen, gleichsam von vornherein als potenzielle Diebe abstempelt. Es gibt durchaus recht erfolgreiche Geschäftsmodelle, die ganz ohne DRM-Schutz auskommen.

    Noch mal: DRM ist für den ehrlichen Leser eine Gängelung sondergleichen, die man nicht so ohne weiteres akzeptieren sollte. Zahlungswillige Kunden werden gegängelt, obwohl der Schutz eines DRM-Systems meist überhaupt nicht gegeben ist oder nur eine kurze Zeit dem sportlichen Ehrgeiz der Hacker widerstehen kann.

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    @Georges
    Widerspruchslos soll das nicht bleiben, was Sie schreiben. Denn es ist blanker Unsinn.

    Ich setze DRM-freie E-Books mit Diebstahl gleich? Wie ich das auch zu verstehen versuche, es bleibt sinnlos:
    - Ein Gegenstand kann nicht mit einer Handlung gleich gesetzt werden, sie meinen es also nicht so wie sie es geschrieben haben. Wie dann?
    - DRM-freie E-books zu verkaufen setze ich mit Diebstahl gleich? Das ergibt auch überhaupt keinen Sinn.
    - DRM-freie E-Books kaufen setze ich mit Diebstahl gleich? Ist genau so unsinnig.

    Was also meinen Sie, dass ich immer wieder behaupte und wogegen in Ihren Augen viel mehr Widerspruch laut werden sollte??

    Ist Ihnen bekannt, dass unser Verlag 750 E-Books anbietet, alle ohne DRM? Dass wir kein E-Book mit DRM anbieten?

    Solche Statements verbessern die Diskussion zum Thema nicht wirklich.

  • Thomas Knip

    Thomas Knip

    Entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten stimme ich mit Herrn Ullmer dahingehend überein, dass es jedem Verlag einfach selbst überlassen sein sollte, ob oder welche Werke man mit DRM versieht.

    Für mich als Verleger sollte allerdings beim Stichwort DRM auch der Autor ein Mitspracherecht haben. Schließlich ist es sein Werk, und somit sollte er als Urheber zumindest mitentscheiden können, inwieweit er sein Werk digital geschützt sehen möchte.

    Die wirkliche Hürde stellen derzeit sogar eher die Online-Shops dar. Hier erwarte ich mir als Verleger einen flexibleren Service, der mir die Wahl zwischen so genannten hartem DRM, weichem DRM oder keinem DRM überlässt. Derzeit fühle ich mich von den Shops in dieser Hinsicht leicht bevormundet.
    Schließlich schreibt mir der Buchhandel auch nicht vor, ob ich einen Roman als Hardcover, Paperback oder Taschenbuch veröffentliche.

  • Georges

    Georges

    @Herr Ulmer

    Ich zitiere: "Für den, der zahlt, ist das ein Gewinn. Für den, der keine Lust aufs Zahlen hat, natürlich nicht. Müssen wir uns also entscheiden, bei wem wir uns angenehm machen wollen? Bei dem, der zahlt, oder bei dem, der
    nicht zahlt? Wir wollen uns ja gerne bei allen beliebt machen. Ist das der Grund, dass wir gerade ernsthaft darüber nachdenken, alles zu verschenken, damit wir nicht beklaut werden?"

    Wie bitte anders soll man denn bitte diesen Abschnitt verstehen?

  • Florian

    Florian

    Sehr geehrter Herr Ulmer,

    ich denke, Ihre Argumentation greift viel zu kurz. Sehr viele Kunden sind sich überhaupt nicht darüber im Klaren, was es bedeutet, ein eBook mit DRM zu erwerben. Da gibt es unglaublich viele ungelöste Probleme, die alle zu Lasten des Kunden gehen. Um ein mal einige davon zu nennen:
    Was passiert, wenn sich der Kunde einen neuen Reader zulegt, der mit dem Format seiner erworbenen Bücher nicht umgehen kann? Er darf ja das DRM nicht entfernen, um seine Bücher in andere Formate zu konvertieren...
    Was passiert, wenn er zwar bei dem gleichen Hersteller bleibt, aber im Laufe der Jahre immer wieder neue Modelle erworben hat und irgendwann das Limit der erlaubten Freischaltungen an Geräten überschreitet? Wie kulant werden sich DRM-Unternehmen dann zeigen?
    Was passiert in einer noch größeren Zeitspanne (z.B. 30 Jahren)? Existieren überhaupt noch Geräte auf dem Markt, die ein heute gängiges DRM-Format unterstützen? Ist es überhaupt noch möglich, neue Geräte für ein DRM-System freischalten zu lassen?
    Was passiert, wenn ein Unternehmen, dass ein DRM-System angeboten hat, pleite geht? Verlieren dann alle Kunden ihr gesamtes virtuelles Bücherregal?

    Ich glaube, dass es auf diese Probleme heute keine Antworten gibt und behaupte weiterhin, dass im Zweifel der Kunde die Zeche zu zahlen hat. Dass sich Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller über diese Probleme als technische Laien nicht im Klaren sind und einfach nur unkompliziert Bücher erwerben und lesen möchten, ist ebenfalls meine Überzeugung. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich BEWUSST für DRM entscheiden!

  • Hans-Jörg

    Hans-Jörg

    @Herr Ulmer
    Ich hatte im Interesse meiner geistigen Gesundheit bisher darauf verzichtet, den von Georges zitierten Abschnitt Ihres Schreibens zu verstehen.
    Inzwischen bin ich zu dem Schluss gekommen, das seine Lesart durchaus naheliegend ist, schreiben Sie doch, dass man sich durch den Verzicht auf einen DRM-Schutz bei jenen beliebt macht, die nicht zahlen wollen. Daraus folgere ich:

    a) Ehrliche Kunden wünschen sich DRM.
    b) Wer kein DRM verlangt, möchte bloß mehr Auswahl in den Tauschbörsen haben, weil den Piraten das lästigen Einscannen erspart bleiben würde.

    Um der ganzen Sache noch etwas ganz Handfestes mit auf den Weg zu geben: Ich habe noch nie so viel Geld für Download-Musik gezahlt wie in dem letzten Jahr, denn jetzt kriege ich sie endlich im MP3-Format. Archivierbar, konvertierbar, überall abspielbar.

  • Hans-Jörg

    Hans-Jörg

    @Thomas
    Du sprichst hier etwas an, was mir noch nicht bewusst geworden war, obwohl es rückblickend eigentlich keine Neuigkeit ist.

    Ein Shop im engeren Sinne sollte eigentlich die Ware in dem Zustand verkaufen, wie er sie vom Lieferant bekommt. Indem Online-Buchläden nicht Dateien verkaufen, wie sie sie von Verlagen und Autoren bekommen, sondern deren Texte in eigene Produkte (oftmals zweifelhafter Qualität) verwandeln, entsteht eine eher außergewöhnliche Situation.

  • André Duve

    André Duve

    Es kann darüber keine vernünftige Diskussion geben. Auf der einen Seite stehen mündige Kunden und auf der anderen Seite Unternehmen, die versuchen ihre Ideen und Paranoika auszuleben.

    Das Ergebnis kennen wir doch alle:

    Nach spätestens 2 Jahren wird das E-Book in Deutschland zu Grabe getragen, worauf die Verleger sagen werden "Haben wir ja gleich gesagt, sowas verkauft sich nicht.". So deppert kann ja kein Mensch sein, der sein Geld durch Arbeit verdient, für so ein unsicheres Zeug Euros auszugeben...

    Mit etwas Glück haben wir in 2 Jahren die Googles und Amazons am Start, die zeigen wie es geht ;))

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    @Georges und Hans-Jörg

    Ich dachte, der Absatz sei leicht zu verstehen. Aber ich erläutere ihn gerne noch genauer:

    Ein DRM-System, das eine Zahlung nach Nutzung ermöglicht, etwa bei großen Lexika oder bei Zeitschriften, bei Ausleihmodellen etc., das hat für den Nutzer den Vorteil, dass er nur für das zahlen muss, was er braucht, nicht aber für die Inhalte, die er vielleicht nie benutzt. Das heißt: es ist für ihn billiger und damit durchaus eine attraktive Lösung.

    Dagegen ist DRM für den, der nicht bereit ist zu zahlen, der eigentlich vor hat sich Inhalte umsonst zu beschaffen, natürlich eine schlechte Lösung. Denn egal wie wenig er nutzt, es ist immer teurer als klauen.

    Deshalb ergibt sich die Situation, dass alle, die vor allem am kostenlosen Zugriff Interesse haben sich natürlich vehement gegen DRM einsetzen.

    Sie machen einen logischen Fehler, wenn Sie aus der Aussage: "Wer klauen will hasst DRM" folgern, ich würde sagen "Wer DRM hasst, will klauen".

    Auch die logischen Folgerungen von Hans-Jörg sind unzulässig. Es ist naheliegend, dass ich behaupte: wer kein DRM einsetzt, mach sich bei Dieben beliebt. Dass Sie daraus folgern, alle Kunden, die bereit sind zu zahlen wollen auch ein DRM, ist natürlich falsch. Ich sage, dass DRM durchaus auch Vorteile für die haben kann, die bereit sind zu zahlen. Ich sage damit nicht, dass sie es alle wollen.

    Im Klartext: Diebe sind klar gegen eine Personenkontrolle am Ausgang eines Supermarkts. Deshalb sind aber nicht alle, die gegen eine Pesonenkontrolle sind auch Diebe.

  • Florian

    Florian

    Werter Herr Ulmer,

    erneut bleiben Sie in Ihrem letzten Beitrag (#14) bei Ihrer eindimensionalen Argumentation.
    Ich würde es begrüßen, wenn Sie sich meine Argumente aus Beitrag #10 einmal durch den Kopf gehen ließen und sich mit dem Problem auseinandersetzen, dass DRM dem zahlenden Käufer enorme Probleme bereiten wird, mit denen er vermutlich allein gelassen wird. Vieles davon ist heute noch nicht aktuell, aber man möchte legal erworbene Bücher vielleicht gerne auch in einigen Jahren noch lesen können.

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    @Florian

    Gerne kommentiere ich Ihre Fragen aus meiner Sicht:

    "Was passiert, wenn sich der Kunde einen neuen Reader zulegt, der mit dem Format seiner erworbenen Bücher nicht umgehen kann?"
    Das ist kein Problem, das für DRM typisch ist. Beim Umstieg von Beta auf VHS habe ich nie gehört, dass jemand gefordert hat, dass man die gekauften Filme nochmal kostenlos im neuen Format bekommen soll. Bei jedem Technologie-Wechsel gab es das Problem. Es ist Aufgabe des Käufers sich zu entscheiden, zu kalkulieren, wie groß das Risiko einer Fehlinvestition ist. Das ist also kein DRM-eigenes Problem, sondern ein typisches Technologie-Kompatibilitäts-Problem. Das spricht natürlich nicht für DRM sondern ist einer der Gründe, die einem Erfolg von DRM im Wege stehen.

    "Was passiert, wenn er zwar bei dem gleichen Hersteller bleibt, aber im Laufe der Jahre immer wieder neue Modelle erworben hat und irgendwann das Limit der erlaubten Freischaltungen an Geräten überschreitet?"
    Rational wäre doch, dass der Hersteller, um neue Geräte auf dem Markt verkaufen zu können, die Beschränkungen aufhebt und dafür Lösungen anbietet.

    "Was passiert in einer noch größeren Zeitspanne (z.B. 30 Jahren)? Existieren überhaupt noch Geräte auf dem Markt, die ein heute gängiges DRM-Format unterstützen? Ist es überhaupt noch möglich, neue Geräte für ein DRM-System freischalten zu lassen?
    Was passiert, wenn ein Unternehmen, dass ein DRM-System angeboten hat, pleite geht? Verlieren dann alle Kunden ihr gesamtes virtuelles Bücherregal?"
    Die Antwort ist die gleiche für jede proprietäre Technologie: was machen Sie mit Ihrem Polaroid-Zubehör, Ihrem Beta-Rekorder, Ihrem Revox-Tonbandgerät, Ihrem Atari-PC, ihren Mikrofiches, Floppy-Disks usw. Die Migration der Inhalte bei technologischem Fortschritt ist eines der größten Probleme bei der Archivierung, damit befasst sich etwa die Deutsche Nationalbibliothek mehr als ihr lieb ist. Es ist also auch kein typisches DRM-Problem, sondern ein Fortschritts-Problem.

    Natürlich ist das, was wir heute als DRM angeboten bekommen erst eine Idee davon, wie es mal aussehen wird. Es ist heute unkomfortabel. Aber es besteht doch kein Zweifel daran, dass das in zwei Jahren ganz anders aussehen wird, womöglich ohne die heutigen Schwächen. Eine sinnvolle Lösung könnte sein, dass man statt eines Downloads auf den Rechner einen Zugriff auf einen Server bekommt. Das löst einige Probleme. Warten wir es ab. Wenn jemand DRM einsetzen will, dann wird er sich damit nur durchsetzen, wenn er es attraktiv macht, die Zahl der Vorteile die der Nachteile überwiegt. Mehr habe ich oben ja nicht gesagt: wartet es ab, das wird der Markt schon regeln...

  • Hans-Jörg

    Hans-Jörg

    @Herr Ulmer

    Dank Ihrer ausführlichen Erklärung verstehe ich jetzt ihre Intention. Im Rahmen Ihres Beispiels ist sie auch logisch. Bei einem Lexikon mag es durchaus für den Nutzer attraktiv sein, anstatt eines hohen Anschaffungspreises eine nutzungsbasierte Gebühr zu zahlen.

    Aber welchen Bezug hat das zur Realität? Verkaufen Thalia oder Libreka Nutzungsrechte an Lexika? Nein. Sie bieten überwiegend vollständige Romane an und suggerieren dem Kunden, er würde sie nach dem Kauf besitzen. Aber der der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten, und Firma Adobe wird eines Tages dicht machen oder ihr antiquiertes DRM-System durch einen Nachfolger ersetzen.

    Sie konstruieren sich genau ein theoretisches Beispiel, in dem der Nachteil des DRM, dass das vermeindlich gekaufte Dokument nur geliehen ist, mit Mühe als Vorteil dargestellt werden kann. Überzeugen werden Sie damit niemanden.

  • Hans-Jörg

    Hans-Jörg

    @Herr Ulmer
    Die zweifelhafte Lebensdauer digitaler Bücher nicht auf das DRM zu schieben, sondern generell auf den technischen Fortschritt, eine Verharmlung in ihrem Sinne.

    Bei ePUBs ohne DRM kann ich genau wie bei MP3 selbst dafür sorgen, sie rechtzeitig in ein zeitgemäßes Format zu übertragen. Bei DRM-geschützten Dokumenten müsste dies der Rechterverwalter tun, aber warum sollte er, sind doch seine Kunde stark daran interessiert, im Windschatten des technischen Fortschritts ihre Werke noch einmal verkaufen zu können.

  • Florian

    Florian

    @Herr Ulmer

    Danke für Ihre Antwort. Ich möchte dennoch nochmal auf zwei Probleme hinweisen:

    1) Sie haben grundsätzlich Recht damit, dass die mangelnde Kompatibilität zu alten Standards ein generelles Problem des Fortschritts ist. Allerdings hat man i.d.R. gerade bei Software die Möglichkeit, Daten von einem Format in ein anderes zu überführen. Damit kann sichergestellt werden, dass die Inhalte auch weiterhin verfügbar sind.
    DRM verhindert nun leider genau dies auf technischer Ebene. Aber selbst dort, wo DRM-Verfahren gebrochen sind, können diese Schutzmechanismen nicht legal entfernt werden (§95a UrhG). Der Kunde kann und darf somit nicht für die langfristige Verfügbarkeit seiner Daten sorgen.

    2) Ich bin - wie Sie offenbar auch - ein Freund der Marktwirtschaft und der Selbstregulierung. Dieses Prinzip funktioniert jedoch nur dann, wenn die Marktteilnehmer rational handeln (können). Dies ist bei DRM (insbesondere bei eBooks) nicht gegeben, da die meisten Menschen technisch nicht versiert genug sind, um das Konzept mit allen Konsequenzen zu durchschauen. Betrachte ich die Generation meiner Eltern oder sogar viele Bekannte meines Alters, so stelle ich fest, dass viele nicht einmal wissen, was DRM ist. Sie kaufen sich Bücher und Musik online, schalten einfach ihre Geräte frei und freuen sich, dass es funktoniert. Schön, dass es so einfach funktioniert, das öffnet auf jeden Fall Märkte. Dennoch sind die Probleme und Gefahren nicht kommuniziert und somit kann es keinen Interessensausgleich im Sinne einer Marktregulierung in diesem Bereich geben.

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    @Florian

    Interessanter Gedanke, den SIe unter 2) darlegen.

    Ist es aber wirklich so, dass Marktwirtschaft und Selbstregulierung nur funktionieren, wenn die Akteure rational handeln? Das glaube ich nicht. Das Prinzip der Marktwirtschaft geht davon aus, dass jeder in seinem Handeln seinen persönlichen Präferenzen folgt, er tut, was er will. Und die Steuerung von Angebot und Nachfrage erfolgt über einen Marktpreis, nicht über einen zentralen Planer.
    Die Annahme der Rationalität wurde von den Ökonomen für ihre Modellbeschreibungen eingeführt, damit man Voraussagen machen kann. In der Realität gibt es dieses rationale Handeln nicht, die Marktwirtschaft funktioniert trotzdem. Irgend ein Produkt wird mehr als ein anderes nachgefragt und erhält einen höheren Preis bzw. setzt sich durch.
    Das Erstaunliche für die Theoretiker ist dabei immer, dass sich nicht unbedingt das Produkt durchsetzt, das sich bei rationaler Betrachtung durchsetzen sollte. Man nennt das mal adverse Selektion, mal spricht man von irrationalem Verhalten, von Grishams Law etc.

    Man versteht nicht, warum die Menschen tun, was sie tun. Aber man muss es ja auch nicht verstehen, es reicht, dass man es respektiert. So oder so sollte man sein unternehmerisches Handeln nach der Beobachtung des Markthandelns seiner Kunden ausrichten und nicht nach den Voraussagen, die auf der Annahme des rationalen Verhaltens basieren, und die sich dann eben als falsch herausstellen können.

    Fachleute finden es oft frustrierend, dass sich nicht die rational optimale Variante durchsetzt, etwa beim Wankelmotor oder bei Betamax. Aber der Verbraucher entscheidet anders, warum auch immer.

    Vor diesem Hintergrund sind mir nun Verbraucherschützer äußerst suspekt. Die gehen davon aus, dass es ein richtiges Ergebnis gibt und bemühen sich dann, durch Vorschriften, Warnhinweise, Abgaben und Steuern den Verbraucher zu dem von ihnen auserkorenen Verhalten zu drängen, obwohl der etwas ganz anderes will. Sicher, meist haben die Verbraucherschützer dafür ganz hehre Ziele. Ich werde denen gegenüber aber mein Mißtrauen nicht los...

    Ich habe in die Urteilsfähigkeit der Verbraucher mehr Vertrauen als Sie. Ich denke, die E-Book Käufer wägen schon sehr genau ab. Schließlich sind Restriktionen wie DRM aus vielen Bereichen bekannt. Und: es wird doch immer behauptet, dass wegen DRM die Musikindustrie den Bach runter gegangen ist. Dann war der Verbraucher doch sensibel und klug.

  • Florian

    Florian

    @Herr Ulmer

    Ich kann Ihnen nur begrenzt zustimmen. Natürlich gibt es Phänomene wie adverse Selektion, die aber meist durch Informationsasymmetrien zustande kommen. Volkswirtschaftlich betrachtet sind diese natürlich schlechter als Ergebnisse bei vollständiger Information und daher sind letztere prinzipiell anzustreben (sie können natürlich nie erreicht werden).

    Ich denke aber, dass ich meinen Punkt mikroökonomisch anders darlegen kann: Nach gängigen Modellen treffen Konsumenten auf Basis ihrer Nutzenfunktion alle Entscheidungen. Was ich zum Ausdruck bringen möchte ist, dass Konsumenten den Nutzen eines eBooks falsch (zu hoch) bewerten: Sie kalkulieren den Nutzen exakt wie den eines pBooks (mangels anderer Erfahrungen). Die falsch angesetzten Größen sind die Lebensdauer und Wiederverwendbarkeit, die ja bei eBooks mit DRM nicht annähernd denen eines pBooks entsprechen (wie Sie auch in Beitrag #16 und ich in #19 1) ausgeführt habe). Solange die Konsumenten in diesem Glauben gelassen werden (und das werden Sie durch die gebetsmühlenartige Wiederholung wie unkompliziert, unproblematisch und für den Verbraucher vorteilhaft DRM-geschützte Werke seien), werden sie betrogen und hier ist es notwendig einzuschreiten! DRM braucht man nicht schönreden -- es ist ausschließlich zum Nachteil der Verbraucher, damit Rechteinhaber ein besseres Gefühl haben (Schutz vor Menschen mit einem Mindestmaß an krimineller Energie bietetet DRM ohnehin nicht; diese Menschen sind jedoch für Schwarzkopien etc. verantwortlich.). Im besten Fall merkt der Verbraucher nichts davon; im schlechtesten Fall kann er die von ihm ehrlich und legal erworbenen Werke (seien es nun eBooks, Musik, Filme, ...) nicht oder nicht in der Art und Weise wie er möchte konsumieren.

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    @Florian

    Vorausgeschickt: wir sind uns einig darin, dass DRM heute kein Spass ist. Wenn Anbieter auch in den nächsten Jahren noch DRM einsetzen wollen, dann müssen sie gewaltige Fortschritte bei der Nutzerfreundlichkeit machen. Das nehme ich jetzt mal als selbstverständlich an.

    Zu Ihrer Argumentation:

    Sie gehen davon aus, dass Konsumenten den Nutzen eines E-Books FALSCH bewerten... Das ist eine Aussage, die Sie nicht halten können. Sie finden, dass der Verbraucher eine bestimmte Entscheidung treffen sollte, die Sie für richtig halten. Dann beobachten Sie, dass er anders entscheidet. Und daraus folgern Sie nicht, dass SIE sich geirrt haben, sondern dass der Verbraucher sich irrt. Das verletzt ein Grundprinzip der Demokratie: dass man die Willensäußerungen des anderen respektiert.

    Wenn man natürlich so weit ist, dass man zu sagen wagt, dass die Verbraucher irren und sich falsch entscheiden, dann sind natürlich auch die Tore zur Umerziehung offen, zum Verbraucherschutz im Sinne von: ich schütze den Verbraucher vor sich selbst.

    Sie treffen noch weitere Aussagen, die man hinterfragen könnte:
    - Wo werden die Vorteile von DRM gebetsmühlenartig wiederholt? Ist es nicht vielmehr so, dass auf ein positives Statement zu DRM zwanzig negative kommen? Müsste man dann die Verbraucher nicht genau in der anderen Richtung "schützen"?
    - DRM ist ausschließlich zum Nachteil der Verbraucher? Es gibt viele Beispiele, wo es eindeutig zum Vorteil ist: Divibib, Ciando, Premiere, Datenbankenzugriffe usw.

    Also: der Verbraucher ist nicht so naiv, wie er oft gemacht wird. Keiner kann etwas darüber sagen, warum sich wer wie entscheidet. Deshalb bleibt überhaupt nichts anderes übrig als zu akzeptieren, WIE der Verbraucher sich entscheidet, ob einem das passt oder nicht. Und wenn die Verleger in ein paar Jahren noch DRM anbieten wollen und das für vorteilhaft halten, dann müssen sie sich gewaltig anstrengen, das dem Verbraucher auch schmackhaft zu machen. So wie bisher, das wird nicht reichen.

  • Florian

    Florian

    @Herr Ulmer:

    Ich habe das Gefühl, Sie möchten mich in die Ecke stellen, ich würde andere Menschen bevormunden. Dem möchte ich deutlich widersprechen.

    Ich bleibe aber bei meiner Aussage, dass der Konsument unzureichend aufgeklärt wird und daher letzten Endes über den Tisch gezogen wird.
    Natürlich gibt es auch viele negative Meldungen und Meinungen bezüglich DRM. Allerdings findet man diese nur in einschlägigen Foren oder Seiten von mehr oder weniger technisch versierten Menschen und nicht in Medien, die die wirkliche breite Masse erreichen. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen habe ich beispielsweise noch nie einen Bericht über DRM gesehen. Mir ist ebenfalls nichts dergleichen in einem Nachrichten-Printmagazin (Spiegel/Focus/...) oder einer großen Tageszeitung bekannt. Im Gegenteil -- ich sah Werbungen von iTunes und Musicload, die (noch zu DRM-Zeiten) deutlich gemacht haben, wie einfach und unkompliziert alles funktioniert. Das würde ich nicht als Aufklärung bezeichnen.
    Meine Erfahrung ist, dass unglaublich viele Leute, die durchaus auch Interesse an digitalen Medien haben, kaum Wissen über DRM und schon gar nicht über dessen Konsequenzen haben.

    Es gibt für den Konsumenten keinen Vorteil von DRM.
    Bei Divibib möchten Sie vermutlich darauf hinaus, dass das Geschäftsmodell eine Form von Durchsetzbarkeit der Leihfristenden voraussetzt. Ja -- das ist natürlich der Fall. Aber dabei handelt es sich wie bei Pay-per-view - Modellen von Filmen eben um eine Leihe und nicht den Erwerb für eine unbegrenzte Zeit.
    Ciando vertreibt eBooks. Wo liegt hier der Vorteil für den Konsumenten, dass diese per DRM geschützt sind?
    Zudem müssen Sie mir erklären, wo es bei Premiere und Datenbankzugriffen ein DRM-System gibt. Sie dürfen gewöhnliche Kryptographie oder Authentikations-/Autorisierungssysteme nicht mit DRM verwechseln! DRM verwendet zwar auch Kryptographie, der Mechanismus ist jedoch ein völlig anderer.

    Viel wichtiger als dem Verbraucher DRM-Systeme schmackhaft zu machen wäre ein Umdenken bei Rechteverwertern. Es sind heute einfach neue Geschäftsmodelle notwendig; die alten funktionieren u.U. heute nicht mehr.

  • Hans-Jürgen Reff

    Hans-Jürgen Reff

    Dieser Disput per Blog-Einträge zeigt doch eins deutlich: Es gibt genug Menschen, die sich ohne Bezahlung die Finger wundschreiben, um der Allgemeinheit etwas mitzuteilen. Und dies alles ohne DRM und teure Printmedien. Irgendwann wird der Wert von Content, Informationen und Meinungen so gering sein, dass man getrost auf DRM und Bezahlung verzichten kann, also eBooks voll und ganz freigibt. Ein erster Schritt wäre, dass man Demo-Versionen von Büchern im großen Stil anbietet, die Leseproben enthalten, zusammen mit einem Volltextindex (siehe http://www.demobuch.de )

  • Martin Müller

    Martin Müller

    Hallo,

    ich spiele gerade mit dem Gedanken der Investition in einen eBook-Reader. Eine Menge Bücher die man liest, benötigt man nicht unbedingt auf Papier.

    Was mich allerdings vom Kauf abhalten wird, ist ein sogenanntes hartes DRM. Ein eBook ist eine Datei und Bedarf beispielsweise der Sicherung. Eine externe Festplatte hat keine unendliche Lebensdauer. Für die Lebensdauer der Daten auf SD-Karten gibt es noch keine verlässlichen Angaben. Das bedeutet das eine digitale Bibliothek mehrfach gesichert werden muss. Und dabei reden wir noch nicht einmal von der Lebensdauer der verwendeten Datenformate.

    Gegen das sogenannte weiche DRM habe ich nichts einzuwenden. Die Markierung einer Datei engt mich nicht ein.

    Im Libreka-Shop kann man aber die Art des verwendeten Kopierschutzes nicht erkennen. Ein entsprechender Hinweis wäre für mich als potentiellen Kunden hilfreich. Den Dateien mit einem "harten Kopierschutz" werde ich nicht kaufen.

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