Bildergalerie: Griff nach den Sternen

Trau’ keinem über 30 – das war einer dieser Sprüche, wie sie um 1968/69 in Mode kamen. Damals wurde auch das „Wespennest“ aus der Taufe gehoben. In diesem Jahr feiert die „Zeitschrift für brauchbare Texte und Bilder“, eine der renommiertesten im Grenzbereich zwischen Literatur und Essayistik, ihren 40. Geburtstag. Grund genug, ihren Herausgeber Walter Famler in Wien zu besuchen. Famler ist nicht nur ein umtriebiger Zeitschriftenmacher und Kultur-Netzwerker, er brennt für die Weiten des Kosmos und den ersten Menschen im All, Juri Gagarin – für den Fan eine Ikone, so etwas wie der Elvis Presley der untergegangenen Sowjetunion. Durchaus passend also, dass man Famler gelegentlich hinterm Schlagzeug einer Rockband sehen kann. Im „Wespennest“-Büro und in der zwei Stockwerke höher gelegenen Wohnung des Herausgebers im 2. Bezirk stapeln sich nicht nur Bücher und Manuskripte, sondern jede Menge skurrile Weltraum-Devotionalien. Ein bisschen fühlen wir uns schon wie in der großen Kosmos-Ausstellung, die Famler 2011 im Wiener Kunstverein plant. Wie das alles zusammen geht? Im Interview erzählt Walter Famler über das Takthalten einer Zeitschriften-Redaktion in Zeiten der Krise und über eine Weltraum-Fantasie als Lebens-Stoff.

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