Ausland

IPA ruft zur Solidarität mit ägyptischer Verlegerschaft auf

Ein ägyptischer Verlag, Herausgeber der unabhängigen Zeitung "El Shorouk", wurde gestern nachmittag von Anhängern Mubaraks angegriffen. Die International Publishers Association (IPA) ruft die internationale Verlegerschaft zur Solidarität auf.

Die Zeitung wurde laut IPA von über 50 Anhängern des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak, die mit Messern und Steinen bewaffnet waren, angegriffen. Nachbarn sowie Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und Journalisten stellten sich schützend vor das Verlagshaus der Zeitung, die zur Shorouk Gruppe - der größten Verlagsgruppe der arabischen Welt - gehört. Der Verlagschef Ibrahim el Moallem, zugleich Vizepräsident der International Publishers Association (IPA), sagte während der Attacke über Mobilfunk die Regierung benutze Schlägertrupps, um die Ordnung wiederherzustellen und bezeichnete die Situation als einen Angriff auf die Menschenrechte von ägyptischen Bürgern.

 

Jens Bammel, Generalsekretär der IPA, kommentierte die Angriffe als "untragbar" und schlussfolgerte "der Kampf um Veränderung in Ägypten sei noch nicht gewonnen". Er versicherte, dass die internationalen Verleger solidarisch hinter den ägyptischen Verlegern, Autoren und Journalisten in ihrem Streben nach Freiheit der Rede und der Veröffentlichung stehen. Tobias Voss, Leiter der Internationalen Abteilung der Frankfurter Buchmesse, unterstützte den Aufruf der IPA und fügte hinzu: "Meine Kollegen und ich sind in engem Kontakt mit ägyptischen Verlagen und beobachten die Situation mit Sorge. Ich hoffe, dass sich derartige Übergriffe nicht wiederholen und dass freies Publizieren in Ägypten bald möglich sein wird."
 
Über die IPA:
Die International Publishers Association (IPA) ist eine Nichtregierungsorganisiation, welche alle Aspekte des Verlagswesens (Buch und Zeitschriften) vertritt. Die Mission der 1896 gegründeten IPA ist, das Verlagswesen in aller Welt zu fördern und zu schützen und das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Verlage in aller Welt die kulturelle und politsche Entwicklung befördern.

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