Medienhäuser

Verlage im Clinch mit Apple

Wie der "Focus" vorab meldet, hat der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) für Dienstag eine Sitzung anberaumt, um eine Strategie für die weiteren Verhandlungen mit Apple zu besprechen.

Der US-Konzern will Medienhäuser offenbar darauf verpflichten, ihre App-Umsätze künftig ohne Weiterleitung zu eigenen Shops über die Apple-Plattform iTunes abzuwickeln. „Viele Zeitungen haben Geschäftsmodelle entwickelt, die künftig so nicht mehr erlaubt sein sollen. Es kann nicht sein, dass sich Apple nicht an Abmachungen hält“, so Hans Joachim Fuhrmann, beim BDZV Leiter Kommunikation und Multimedia, gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Focus".

"Partner treten sich nicht vors Schienbein": Das sagte Wolfgang Fürstner, Chef des deutschen Zeitschriftenverlegerverbands VDZ, vergangene Woche zum selben Thema gegenüber kress.de. "Wenn es schlecht läuft, dann dürfen Medien-Apps vom 1. Juli an ihre Nutzer zum Kauf von Ausgaben und Abos nicht mehr auf eine Website umleiten", schreibt der Mediendienst. Apple würde sich damit 30 Prozent vom Umsatz und die Kundendaten sichern. Von einer solchen Regelung wäre beispielsweise auch der Online-Kiosk "Pubbles" betroffen, den die Bertelsmann Direct Group und der Deutsche Presse Vertrieb (DPV, Gruner + Jahr) verlagsübergreifend ins Leben gerufen haben. 

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1 Kommentar/e

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  • Jürgen Jung

    Jürgen Jung

    Apple hat seit Anfang Juni 2011 diese Regelung wieder gelockert.

    Es gibt für die Verlage keinen Zwang zu in-App-Verkäufen mehr.

    Dadurch wird wohl auch die Kindle App weiter verfügbar bleiben.

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