Zwischenbuchhandel

Streik bei Libri in Bad Hersfeld

Beschäftigte des Großhändlers Libri in Bad Hersfeld haben heute um 10 Uhr die Arbeit nieder gelegt. "Wir wollen mit dem Streik den Verhandlungsdruck erhöhen“ - so der Verdi-Landesfachbereichsleiter und Verhandlungsführer Bernhard Schiederig im Verdi-Hugendubel-Blog. 

© Libri

Die Gewerkschaft Verdi will für die Beschäftigten Lohnerhöhungen und die Gültigkeit des Tarifvertrags für den Groß- und Außenhandel Hessen erreichen. Verdi zufolge wurden die Verhandlungen über den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages im Dezember 2010 begonnen, aber nicht weiter geführt.

Im März habe Verdi den Arbeitgeber aufgefordert, die Verhandlungen fortzusetzen. "Zwar wurde für den 5. Mai 2011 eine weitere Tarifverhandlung anberaumt, aber bislang hat der Arbeitgeber noch nicht erklärt, ob er tatsächlich mit Verdi über einen Anerkennungstarifvertrag verhandeln will", so die Gewerkschaft.

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12 Kommentar/e

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  • sortimenter

    sortimenter

    Vielen Dank auch!Das Internet freut sich!

  • wer gehört wem?

    wer gehört wem?

    Gehört jetzt Libri auch Hugendubel? Oder warum stehen Informationen von verdi gegen Libri im Hugendubel-Blog? Kann es sein, dass sich eine Gewerkschaft, die sich selbst marginalisiert, moderner Marketingmittel (Zuspitzung) bedient, um ihre Existenz zu rechtfertigen? Und ist das Börsenblatt nicht das Blatt des ArbeitGEBER-Verbandes? Fragen über Fragen.

  • Unterstützer

    Unterstützer

    @2: Peinlich!

    Wenn das Börsenblatt ab jetzt nur noch eine reine Arbeitgeberzeitschrift ist, werde ich in Zukunft einen großen Bogen darum machen.
    Eine Propagandazeitschrift im Sinne der AG werde ich mir als lohnabhängig Beschäftigter nicht antun.

    Aber es ist immer wieder interessant zu lesen, welche Kommentare Unternehmer hier so abgeben.
    Kaum sind Mitarbeiter solidarisch und kämpfen für ihre Rechte und ihren Arbeitsplatz, wird die Gewerkschaft angegriffen.

    Ich würde den AG in Zukunft vorschlagen, anständige Arbeitsbedingungen zu schaffen und gerechten Lohn zu zahlen, dann braucht niemand vor Verdi Angst zu haben.

    An die Kollegen von Libri: tolle Aktion und weiter so!

  • buchhändler-und-mehr

    buchhändler-und-mehr

    zu "2.wergehörtwem": Welch wirres Durcheinander an "Argumenten" - Hauptsache "dagegen"? Darf man als Anehmer nicht in einer vermeintlichen Ageber-Zs schreiben?
    Fragen über Fragen? Ja, und von Ihnen leider nichts Konstruktives.
    Dass es Arbeitnehmer endlich mal schaffen solidarisch zu sein, statt ängstlich darauf zu gucken, wie man sich nur bloß nicht beim Chef unbeliebt macht, ist in dieser Zeit schon eine bemerkenswerte Leistung.
    Ein echtes "Pro und contra" ist leider im Börsenblatt nicht zu erwarten.

  • Buchhändlerin

    Buchhändlerin

    Ich finde einen Streik vor Ostern in dieser angespannten Zeit, wo unsere Umsätze wackeln, unangemessen.
    Zumal ein Termin für die Weiterführung der Verhandlungen feststeht. Wir kleinen Sortimente kämpfen um jeden Kunden und haben bei solchen Aktionen das Nachsehen.
    Vielleicht gibt es uns bald nicht mehr, dann hat sich das Streiken auch erledigt.

  • Nomen

    Nomen

    Ja wann bitte soll denn dann gestreikt werden?
    Zu einer Zeit, wenn es keiner merkt?
    Wie sinnvoll.

    Außerdem war die Geschäftsführung erst zu Verhandlungen bereit, NACHDEM gestreikt wurde

  • Buchhändlerin

    Buchhändlerin

    Aus dem o.g. Artikel entnehme ich, dass der Verhandlungstermin feststand.
    Eine Information am Vortag jedenfalls hätte einigen Ärger abwenden können, wir müssen schliesslich den Kunden, die zu uns grössere Anfahrtswege haben, erklären, warum die Bücher auf Lager waren, aber gestern und z.T. heute (!) nicht geliefert wurden.
    Ja, so merken es viele.
    Sinnvoll?

  • Nomen

    Nomen

    Ja, sinnvoll für die streikenden Kollegen.

    Daran merkt man, wie wertvoll und auch wie wichtig die Arbeit der Kollegen ist.
    Diese Arbeit soll und muß auch gut bezahlt werden. Der Anerkennungstarifvertrag ist wichtig.
    Dafür lohnt es sich, auf die Straße zu gehen

  • Juppheidi

    Juppheidi

    @ Buchhändlerin
    Wenn keiner bereit wäre, zu dem nicht gerade üppigen Gehalt beim Barsortiment zu arbeiten würden Sie auch keine Bücher bekommen. Dann müssten Sie beim Verlag bestellen und hätten weit mehr Aufwand....

  • Buchhändlerin

    Buchhändlerin

    Ja, wenn die Katze nicht....
    Ich fühle mich in allererster Linie verantwortlich für meine Kolleginnen, die den Kundenfrust irgendwie weckstecken müssen. Ich meine nach wie vor - die Situation wäre durch bessere (frühere) Information für uns zu entschärfen gewesen. Das hätte den Kollegen in Bad Hersfeld nicht geschadet, aber Schaden von uns abgewendet.
    Übrigens- wer von uns verdient schon üppig.....

  • Leser

    Leser

    @10 Die Buchhändlerin scheint nicht zu verstehen, was Warnstreiks sind und wie/warum sie effektiv sind. Da ist nichts mit "vorher Bescheid sagen". Sonst werden ja Streikbrecher angeheuert. So viel zum Thema "das hätte den Kollegen bei Libri nicht geschadet". Und wissen Sie eigentlihc, wie der Libri-Fahrer bei Ihnen überhaupt heißt?

  • Librianer

    Librianer

    Ohne den Streik und da bin ich mir ziemlich sicher wäre die Geschäftsleitung nie zu dieser Angehensweise bereit gewesen! Immerhin haben die Leute von Libri das letzte mal eine Lohnerhöhung vor 5 1/2 Jahren gesehen in der Zeit is ziemlich viel teurer geworden und die Jahre liefen für Libri nie wirklich schlecht aber jedes Jahr nur eine kleine einmal Zahlung an ihre Mitarbeiter abzugeben is auf dauer einfach nicht in ordnung!!!

    Das das ganze letztendlich auf den Rücken der Buchhändlerinnen ausgetragen wird war klar aber bei nem Bahnstreik sind viel mehr Leute betroffen!!!

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