Internethandel

E-Books: Amazon geht mit deutschem Angebot an den Start

Der Onlinehändler Amazon hat am heutigen Donnerstag seinen lange erwarteten deutschen E-Book-Shop frei geschaltet. Im Angebot: 25.000 deutschsprachige E-Books (650.000 E-Books insgesamt) und das Lesegerät Kindle (139 Euro / WiFi bzw. 189 Euro / Mobilfunkverbindung. "Ein größeres Angebot gib es in Deutschland nicht", sagte Amazon.de-Geschäftsführer Ralf Kleber gegenüber Spiegel online.

© Amazon

Man habe so lange mit dem Start des deutschen Angebots gewartet, bis man Kunden "ein umfassendes Angebot an deutschsprachigen E-Books" bieten konnte. Zum Start seien 71 der Top-100 SPIEGEL-Bestseller als Kindle-Ausgaben verfügbar, erklärt Kleber. Im Amazon Kindle-Shop stehen auch Tausende Klassiker bereit, die kostenlos heruntergeladen werden können.

Neben den Lizenzen der Verlage soll das deutsche Kindle-Angebot auch Eigenpublikationen umfassen, die Autoren über die "Kindle Direct Publishing Plattform" selbst veröffentlichen. Bei diesem Dienst veröffentlichen Rechteinhaber, also Autoren oder Verlage, Titel direkt bei Amazon über eine Internetplattform. 

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14 Kommentar/e

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  • René Kohl

    René Kohl

    Gut, dass Amazon jetzt auf den Markt kommt; das bringt immerhin Leben in die Bude.
    Und Angst machen muß einem das Angebot ja im Moment noch nicht.
    Wenn wir Buchhändler uns richtig aufstellen, werden wir schon unser Plätzchen am Markt finden.

    Aber klar ist: Die Zeit des Trödelns, Ausprobierens, Lavierens ist vorbei.

  • Markus Pfeffer

    Markus Pfeffer

    Preisgünstig, übersichtlich, bequem, und von einem Anbieter, von dem man exzellenten Service, große Kulanz und vertrauenswürdiges Handeln gewohnt ist - ich würde es gerne anders sehen, aber damit dürfte das Thema "eBook im Sortiment" mehr oder weniger durch sein.

    Hier wird sich die Geschichte von iTunes wiederholen, mit allen Vor- und Nachteilen, die sie für Kunden, Händler und Content-Lieferanten hatte.

  • Jörn Brien

    Jörn Brien

    Ich bin leider auch der Meinung, dass mit dem Einstieg von Amazon in den deutschen E-Book-Markt mögliche Pläne der Buchhändler obsolet sind, aber man hatte ja auch ein paar Jahre Zeit. Wenn der Deutschland-Start einen ähnlichen Erfolg hat wie zuvor in den USA, dann ist das vielleicht der große Angriff auf das Print-Sortiment. Wir werden sehen.

  • Maledetto

    Maledetto

    Was wird das hier jetzt? Hose-voll als unternehmerisches Konzept? Lernt man das jetzt so im Bachelor-BWL-Studium?

    Man könnte schon meinen, dass E-Book-Voodoo-Economics als neues Studienfach eingeführt worden ist, wie es hier manchmal tönt.
    Wenn ihr alle keine anderen Pfeile im Köcher habt gegen Aktionen irgendwelcher BigCompanies, als weit im Vorfeld die Flagge zu streichen - dann macht euch ja nie selbständig. In dieser Branche nicht und in keiner anderen.

  • René Kohl

    René Kohl

    @. Maledetto

    ;)

  • Markus Pfeffer

    Markus Pfeffer

    Holla, nach "Hose voll" sollte mein Kommentar nicht klingen. Was ich meine ist das selbe wie eh und je: Nicht den Großen alles nachmachen, sondern erfolgreich Nischen besetzen. Der eBook-Massenmarkt wird sich bei Amazon abspielen, wir "kleinen Buchhändler" hingegen sprechen bewusst Leute an, die dort aus welchen Gründen auch immer nicht kaufen wollen oder können, oder aber einen hohen Beratungsanspruch haben.

    Lediglich den Versuch, krampfhaft dasselbe wie Amazon machen und damit erfolgreich sein zu wollen, halte ich für falsch.

    Das wäre, als würde man neben einem Filialisten eröffnen und als Schwerpunkt aktuelle Belletristik und Bestseller anpreisen!

  • TobiMac

    TobiMac

    Wow, hier fliegen mal die Fetzen :-) Mal im Ernst: Nur weil der Kindle ähnlich intuitive Zugangsweisen bietet wie die iTunes/iPod-Kombi wird sich die Geschichte nicht zwangsläufig in einer anderen Branche wiederholen. Manchmal hilft ein etwas langfristigerer Blick - z.B. in der Studie hier: http://tinyurl.com/44n3tqh

  • bEdenker

    bEdenker

    Mal zur Abwechslung etwas Lustiges zum Thema ebook:

    http://www.youtube.com/watch?v=5PgAEmvtG9U

  • Vielleser

    Vielleser

    @Marlus Pfeffer
    Preisgünstig? Welche E-Books sind denn preisgünstig?

    Der Menschenmacher von Cody Mcfaden:
    Ebook 15,99 vs. Gebunden 19,99

    Der ultimative Ratgeber für alles von Diether Nuhr
    Ebook 9,99 vs. Gebunden 12,99

    Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin
    Ebook 18,99 vs Gebunden 22,99

    Das Ebook ist ganze 3 Euro billiger, aber dafür muss ich mir einen Reader für 100+ Euro kaufen, kann Ebooks weder verkaufen, verschenken noch verleihen ...

    Ich fürchte unter diesen Bedingungen und mit diesen Preisen bleiben Ebooks ein Nischenmarkt ...

  • Rüdiger Malke

    Rüdiger Malke

    Also diesen Mist vonwegen "verleihen/verkaufen" kann ich bald nicht mehr lesen.. wie man an vielen Millionen Kunden in den USA sehen kann, ist denen das auch total egal.. genauso wird es hier laufen... und das es nur n paar Euro Preisdifferenz is... mir und auch vielen anderen ist es das wert sich dafür die Wohnung nicht mehr mit toter Materie vollstopfen zu müssen :)

  • Hugendubel-Nicht-Vermisser

    Hugendubel-Nicht-Vermisser

    @Rüdiger Malke
    Wenn Sie da mal ihre Kunden nicht falsch einschätzen. Ich kenn in meinem Umfeld niemanden, der sich ein E-Book-Reader unter den jetzigen Bedingungen anschaffen würde. Und wenn nach der ersten Abo-Kündigung plötzlich auch alle alten Ausgaben gelöscht wurden, was meinen Sie wie schnell sowas im Bekanntenkreis die Runde macht! Ich kann mir den Erfolg des E-Books, wie er in den USA derzeit passiert in D nicht vorstellen, aber die Zeit wird es zeigen ...

  • Markus Groß

    Markus Groß

    @Rüdiger Malke ..in den USA werden auch Gefangene gefoltertetc... wir sind hier nicht in den USA. 2. Sie schreiben hier in einem Forum in dem sich in der Mehrheit Menschen tummeln, die sich für das Kulturgut BUCH interessieren. 3. Ich handele gerne mit 'toter Materie' und werde das auch weiterhin tun. E-Books bleiben ein Nischenprodukt. 4. Was Sie kaufen oder nicht entscheiden Sie. Wenn das nur noch ebooks sind, dann werden wir uns kaum je treffen. 5. Vielleicht sind Sie einfach im falschen Forum und sollten woanders missionieren...

  • Markus Pfeffer

    Markus Pfeffer

    @Vielleser: Ich bezog mich mit dem Merkmal "preisgünstig" auf das Image, dass Amazon als Ganzes hat, nicht auf konkrete Artikel. Meines persönlichen Erachtens sind eBooks generell zu teuer - was ich als Buchhändler, der letztlich durchaus lieber phyische als digitale Bücher verkauft, natürlich gut finde, mich als Kunde aber absolut verärgert.

  • zonebattler

    zonebattler

    Ich warte gespannt und erwartungsfroh auf meinen frisch bestellten Kindle 3! Der mir Genuß ohne Reue und überdies keinerlei Folgekosten bescheren dürfte, da ich vor allem gemeinfreie Werke (Schiller, Shakespeare, Joseph Roth, Jakob Wassermann...) damit lesen möchte, ohne den - reichlich vorhanden, aber längst knapp gewordenen - Regalraum dafür weiter dezimieren (und streng rationieren) zu müssen.

    Was mich aber trotzdem nicht daran hindern wird, weiterhin zweigleisig zu fahren: Leider arten viele Diskussionen über das Thema eBooks in herbe Schlagabtäusche von Extremmeinungs-Verfechtern aus. Dabei kann man doch das eine tun (eBooks lesen), ohne das andere zu lassen (schöne Materie kaufen)! Ohne daß sich dann die Erde auftäte und einen verschlänge! Das freilich scheint sich noch nicht überall herumgesprochen zu haben... ;-)

    Schließlich: Das real existierende Kundeninteresse kleinzureden hat was vom Pfeifen im Walde. Die deutschen Hersteller von Kameras haben das in den 1960ern ebenso versucht wie später Grundig, Saba, Nordmende, Telefunken etc. pp. Das Ende dieser unternehmerischen »Erfolgsstories« ist sicher noch bekannt...

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