Bücherkäufe nach Bundesländern

Lesefreudige Hanseaten

Hamburger gaben mit 131 Euro pro Kopf im vergangenen Jahr mehr Geld für Bücher aus, als die Leser in den anderen Bundesländern. Das zeigt eine Auswertung von Markt- und Handelsdaten der Forschungsinstitute marketmedia24 und Michael Bauer Research.

Pro-Kopf-Ausgaben für Bücher, 2010

Pro-Kopf-Ausgaben für Bücher, 2010 © Alles fürs Leben

Beauftragt wurde die Studie der Pressemitteilung zufolge von der Initiative "Der Handel – Alles fürs Leben". Danach haben die Hamburger im vergangenen Jahr 131,02 Euro pro Kopf für Bücher ausgegeben. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen Bayern und Baden-Württemberg mit 124,54 Euro beziehungsweise 124,09 Euro. Schlusslicht ist laut Erhebung Mecklenburg-Vorpommern mit 105,24 Euro pro Kopf und Jahr für den Kauf von Romanen, Sachbüchern und anderen Titeln. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 116,98 Euro. Die anderen neuen Bundesländer belegen die Plätze 12 bis 15 in diesem Ranking. Lege man allerdings das Pro-Kopf-Einkommen in den einzelnen Bundesländern zugrunde, relativiere sich der Vergleich: dann geben die Menschen in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern "nicht weniger von ihrem Einkommen für Bücher aus als der Rest des Landes".

Insgesamt gaben die Deutschen, so die Presseinformation weiter, rund 9,7 Milliarden Euro für Bücher aus. Zu Weihnachten sind Bücher ein gefragtes Geschenk: Laute einer repräsentativen Umfrage wollen 62 Prozent der Bevölkerung Deutschlands Lesestoff verschenken.

Für die Ermittlung der Kaufkraft nach Bundesländern wurden laut Auskunft von marketmedia24 aktuelle amtliche Verbrauchsstichproben des Statistischen Bundesamtes, Statistiken einschlägiger Handelsverbände, regionale Konsumstatistiken sowie kleinräumige Einkommensstatistiken und sozialdemographische Daten berücksichtigt. Für die Berechnungen wurden die regionalen Promillewerte und Pro-Kopf-Indices aus der Kaufkraft des Bereiches "Bücher, Zeitungen, Zeitschriften" abgeleitet. Die Berechnung des Marktvolumens für Bücher basiere in erster Linie auf Veröffentlichungen des Börsenvereins und Informationen aus der Fachpresse.

"Der Handel – Alles fürs Leben" ist eine Initiative von Handelsunternehmen, die im Handelsverband Deutschland (HDE) organisiert sind. Sie wurde vom HDE initiiert, um verbraucherrelevante Informationen der Branche zu bündeln und die Leistungen des Handels der Öffentlichkeit darzustellen.

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